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Humboldt-Universität zu Berlin

Gartenbauwissenschaften

Abschluss

Monobachelor (Bachelor of Science, B. Sc.): 180 LP*

Bitte beachten Sie ggf. auch das Kombinationsbachelor-Angebot Agrar- und Gartenbauwissenschaften sowie das Merkblatt "Bachelor- und Masterstudiengänge"!

*Ein Leistungspunkt (LP) entspricht ca. 25-30 Stunden Arbeitsaufwand zur Vor- und Nachbereitung sowie zum Besuch von Lehrveranstaltungen.

Studiendauer

6 Semester Regelstudienzeit

Studienbeginn und NC

Ob das Studium nur zum Wintersemester oder auch zum Sommersemester beginnt und ob es einem Numerus clausus unterliegt, entnehmen Sie dem Studienangebot (hu.berlin/studienangebot).

Studienvoraussetzungen

Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife - oder Zugang ohne Abitur nach § 11 des Berliner Hochschulgesetzes.

Studienziel

Der Bachelor of Science ist der erste berufsqualifizierende Abschluss des Studiums der Gartenbauwissenschaften. Mit dem erfolgreichen Abschluss des Studiums haben die Studierenden gezeigt, dass sie ein anwendungsbereites Grundlagenwissen besitzen, über praxisorientierte Fachkenntnisse aus den Bereichen der Gartenbauwissenschaften, sowie der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaus verfügen, eine interdisziplinäre Sicht der Zusammenhänge und Kreisläufe der gärtnerischen Produktion haben, sowohl die methodische, als auch die soziale Kompetenz haben, um ihr Wissen flexibel in der Berufspraxis anwenden zu können und die Basis für den Erwerb eines zweiten berufsqualifizierenden Abschlusses gelegt haben.

Was zeichnet das Studium des Fachs Gartenbauwissenschaften an der HU aus?

Typisch für den Gartenbau ist, dass er sich vom Ackerbau, also vom Boden löst. Die Produktion erfolgt in technischen Anlagen, zum Beispiel in Gewächshäusern. Die Pflanzen gedeihen dort auf wachstumsanregenden Substraten, werden großtechnisch mit Wasser und Nährstoffen versorgt. Gülle ist passé, Schädlinge können in die geschlossenen Kreisläufe nicht eindringen. Ein technologisch orientierter Ansatz, Hightech sozusagen. Die Produktion muss auf den vorhandenen Anbauflächen optimiert werden, um ein Maximum zu erreichen, ohne dass die Umwelt dabei belastet wird. Zugleich forschen viele Universitäten, wie sich der Nährstoffgehalt in Früchten und Pflanzen erhöhen lässt - etwa, indem an den Wurzeln Pilzkulturen angesiedelt werden. Die Effizienz unterm Glasdach soll steigen. Das könnte in Zukunft lebensnotwendig werden. Denn die Weltbevölkerung wächst, und auf immer weniger Fläche müssen immer höhere Erträge erwirtschaftet werden.

Das zweistufige Studienprogramm mit den Abschlüssen Bachelor of Science und Master of Science wurde bereits 2000 eingeführt, wurde akkreditiert und re-akkreditiert. Das Studium ist modularisiert und erlaubt eine hohe Flexibilität und Mobilität der Studierenden. Die Kombination von Theorie und Praxis wird durch die Ausstattung der Fachgebiete und viele Möglichkeiten der Arbeit in An-Instituten und Versuchs- und Forschungseinrichtungen gewährleistet. Es bestehen Verträge mit mehr als 40 Partneruniversitäten im Ausland. Das Masterstudium wird zum Großteil in englischer Sprache angeboten. Mehrere internationale Studiengänge mit anderen Universitäten stellen neue Formen der Ausbildung und Kooperation dar. Dazu zählt auch der Internationale Masterstudiengang Horticulture Science, gemeinsam mit Universitäten in München, Wien und Bologna. Die enge Anbindung an andere Fachdisziplinen in der Hauptstadt ist ebenfalls einmalig. Das Institut mit seinen 1600 Studierenden ist Mitglied des Verbundes Agrarwissenschaften in Ostdeutschland, Agrosnet, sowie der europäischen und Weltvereinigung der Agrarfakultäten (ICA bzw. GCHERA). Aktuell arbeitet das Institut gemeinsam mit den Agrarfakultäten in Rostock und Halle an der Umsetzung des Verbundprojektes "AgrosNet" (www.agrosnet.de). Dieser Verbund soll die Stärken der einzelnen Standorte im Sinne der Studierenden bündeln. Von der Ressourcenbündelung in Forschung und Lehre können die Studenten profitieren, indem im Bereich der Masterstudiengänge und Promotionskollegs die Lehrmodule aller drei Standorte zu einem Modul-Pool zusammengefasst werden. Die Einschreibung erfolgt an den Heimatuniversitäten, der Stundenplan wird aber aus den Angeboten der drei Universitäten zusammengestellt. Ein "virtueller Campus" und moderne Kommunikationsmittel sollen dies möglich machen: Fernlehrveranstaltungen und Konferenzen via Videoaufzeichnung, Vorlesungen auf DVD, ergänzt von zweiwöchigen Blockmodulen, die samt Prüfung und Punktvergabe in die Note eingehen. Außerdem bieten die Professoren regelmäßig Chats an.

Das Studium trägt den sich ständig wandelnden Berufsfeldern Rechnung. Kaum ein Studium führt zu so vielen unterschiedlichen Einsatzbereichen sowohl in der Praxis als auch in der Wissenschaft, im Dienstleistungs- und Beratungssektor als auch im vor- und nachgelagerten Bereich im In- und Ausland. Ausbildungsziel ist es, mit dem Bachelorabschluss Berufsfähigkeit zu erlangen und die Basis für den zweiten Studienabschluss Master zu legen. Dieser wiederum führt zu weiteren Einsatzmöglichkeiten wie der Wissenschaft und der Entwicklungshilfe und ist Basis für die Promotion. Viele Absolventen haben später gar nichts mehr mit Gartenbau zu tun, sondern sind auf ländliche Entwicklung spezialisiert oder arbeiten im Umweltsektor.

Studieninhalte

Über die Studieninhalte informieren Sie sich am besten anhand des kommentierten Vorlesungsverzeichnisses, zu finden im Internet unter u.hu-berlin.de/vorlesungsverzeichnis. Die Modulbeschreibungen und weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte der Studien- und Prüfungsordnung, zu finden unter www.amb.hu-berlin.de, Nr. 85/2014.

Zum Studium gehört eine 6-monatige berufspraktische Ausbildung. Näheres regelt die Ordnung über das Berufspraktikum. Das Praktikum ist vor dem oder während des Studiums und spätestens bis zur Abgabe der Bachelor-Arbeit abzuleisten. Das Berufspraktikum wirkt nicht verlängernd auf die Regelstudienzeit.

Die zeitliche Abfolge der Module ist der derzeitige Vorschlag für die zielgerichtete Strukturierung des Studiums und kann sich ändern. Bitte erkundigen Sie sich an der Fakultät. Die individuelle Gestaltung steht den Studierenden frei.

Pflichtbereich (132 LP)
Modul Bezeichnung Umfang
PM 1 Grundlagen der Biochemie 5 LP
PM 2 Grundlagen der Physik und Meteorologie 5 LP
PM 3 Biologie der Pflanzen 5 LP
PM 4 Botanische Systematik und Entwicklungsbiologie 5 LP
PM 5 Einführung in die Volkswirtschaftslehre 5 LP
PM 6 Agrarökologie 5 LP
PM 7 Bodenkunde 6 LP
PM 8 Agrar- und Gartenbautechnik 6 LP
PM 9 Genetik und Pflanzenzüchtung 6 LP
PM 10 Analyse und Planung von Agrarbetrieben 6 LP
PM 11 Mathematik und Statistik 6 LP
PM 12 Phytomedizin I: Grundlagen der Phytomedizin 6 LP
PM 13 Pflanzenernährung und Düngung 6 LP
PM 14 Agrarpolitik 6 LP
PM 15 Ackerbau und Pflanzenbau 6 LP
PM 16 Gemüsebau 6 LP
PM 17 Grundlagen des Zierpflanzenbaus 6 LP
PM 18 Obstbau 6 LP
PM 19 Grundlagen des Agrarmarketing 6 LP
PM 20 Umwelt- und Ressourcenökonomie 6 LP
PM 21 Grundlagen des Baumschulwesens 6 LP
  Bachelorarbeit 12 LP
Fachlicher Wahlpflichtbereich (36 LP)

Der fachliche Wahlpflichtbereich gliedert sich in den Schwerpunktbereich (18 LP) und den Ergänzungsbereich (18 LP).

Schwerpunktbereich (18 LP)

Aus den nachstehenden drei Modul-Pools ist je ein Modul im Umfang von 6 LP nachzuweisen:

Modul-Pool I: Grundlagen der empirischen Forschung:

Modul Bezeichnung Umfang
FWM S 1

Biometrie

6 LP
FWM S 2 Ökonometrie 6 LP

Modul-Pool II: Politik und Märkte:

Modul Bezeichnung Umfang
FWM S 3 Grundlagen der Markt- und Politikanalyse 6 LP
FWM S 4 Strukturwandel und ländlicher Raum 6 LP
FWM S 5 Weltmärkte der Agrar- und Ernährungswirtschaft 6 LP

Modul-Pool III: Pflanzliche Rohstoffe und Qualität:

Modul Bezeichnung Umfang
FWM S 6 Bereitstellung und Nutzung biogener Rohstoffe 6 LP
FWM S 7 Grünland und Futterbau 6 LP
FWM S 8 Qualitätsdynamik und Qualitätssicherung für Obst und Gemüse 6 LP
FWM S 9 Pflanzenschutz 6 LP
Ergänzungsbereich (18 LP)

Im Ergänzungsbereich sind Module im Umfang von 18 LP zu erbringen. Hierfür sind Module aus dem nachstehenden Angebot, aus dem Modulangebot der anderen Bachelorstudiengänge der Lebenswissenschaftlichen Fakultät sowie nicht bereits im Schwerpunktbereich eingebrachte Module zu wählen.

Modul Bezeichnung Umfang
FWM E 1 Problemorientiertes Arbeiten (Brückenmodul) 6 LP
FWM E 2 Agrarmeteorologie 6 LP
FWM E 3 Agrarpolitische Projektwerkstatt 6 LP
FWM E 4 Angewandte Phytomedizin 6 LP
FWM E 5 Ausgewählte Verfahren der Waldnutzung 6 LP
FWM E 6 Bienenkunde 6 LP
FWM E 7 Bodennutzungssysteme 6 LP
FWM E 8 Bodenschutz I 6 LP
FWM E 9 Bodenschutz II 6 LP
FWM E 10 Botanische Bestimmungsübungen 6 LP
FWM E 11 Dünger und Düngung 6 LP
FWM E 12 Einführung in die Biotechnologie bei Pflanzen 6 LP
FWM E 13 Ernährung, Gesundheit und Verbraucherschutz 6 LP
FWM E 14 Fischereiliche Betriebslehre 6 LP
FWM E 15 Freilandzierpflanzenbau 6 LP
FWM E 16 Futteranbau und –nutzungssysteme 6 LP
FWM E 17 Futterkonservierung 6 LP
FWM E 18 Futterpflanzenkunde 6 LP
FWM E 19 Gärtnerischer Pflanzenbau und Ackerbau 6 LP
FWM E 20 Gewächshaustechnik 6 LP
FWM E 21 Grundlagen des Controllings 6 LP
FWM E 22 Handels- und Dienstleistungs-Betriebswirtschaftslehre 6 LP
COM 23 Introduction to Aquaculture 6 LP
FWM E 24 Methoden und Methodologie wissenschaftlichen Arbeitens 6 LP
FWM E 25 Molekular- und Populationsgenetik 6 LP
FWM E 26 Naturraum und landwirtschaftliche Standortgliederung 6 LP
FWM E 27 Nutztierbiologie 6 LP
FWM E 28 Ökologischer Landbau 6 LP
FWM E 29 Ökologischer Obstbau/Wildobst 6 LP
FWM E 30 Pferdezüchtung und –ernährung 6 LP
FWM E 31 Phytomedizin-Report: Grundlagen 6 LP
FWM E 32 Qualitätssicherung von Obst und Gemüse der Tropen und Subtropen 6 LP
FWM E 33 Rechnungswesen in Landwirtschaft und Gartenbau 6 LP
FWM E 34 Reproduktionsbiologie landwirtschaftlicher Nutztiere 6 LP
FWM E 35 Spezielle gartenbauliche Pflanzenzüchtung 6 LP
FWM E 36 Standortökologie I 6 LP
FWM E 37 Standortökologie II 6 LP
FWM E 38 Studienprojekt 6 LP
FWM E 39 Technik in der Freilandproduktion und im Garten- und Landschaftsbau 6 LP
FWM E 40 Technologie der Verarbeitung tierischer Produkte 6 LP
FWM E 41 Tierfütterung und Rationsberechnung 6 LP
FWM E 42 Verfahrenstechnik und pflanzenbauliche Probleme in der Gehölzanzucht 6 LP
FWM E 43 Verfahrenstechnische Übungen (Tierhaltung) 6 LP
FWM E 44 Wassermanagement in der Landwirtschaft 6 LP
FWM E 45 Zierpflanzen im geschützten Anbau 6 LP
Überfachlicher Wahlpflichtbereich (12 LP)

Im überfachlichen Wahlpflichtbereich sind ansonsten Module aus den Modulkatalogen anderer Fächer oder zentraler Einrichtungen im Umfang nach freier Wahl zu belegen (http://agnes.hu-berlin.de/). Alternativ können auch Module des fachlichen Wahlpflichtbereichs der Fakultät gewählt werden.

Angebote im überfachlichen Wahlpflichtbereich für andere Studiengänge

Modul Bezeichnung Umfang
FWM E 22 Handels- und Dienstleistungs-Betriebswirtschaftslehre 10 LP
FWM E 29 Ökologischer Obstbau/Wildobst 10 LP

Master

Die Fakultät hält ein vielfältiges auch international ausgerichtetes Angebot an Masterstudiengängen bereit: "Agrarökonomik", "Fish Biology, Fisheries and Aquaculture", "Horticultural Science", "Integrated Natural Resource Management", "Prozess- und Qualitätsmanagement in Landwirtschaft und Gartenbau" und "Rural Development". Weitere Angebote und Informationen können Sie dem aktuellen Studienangebot "Weiterführende Studiengänge" entnehmen, zu finden unter http://studium.hu-berlin.de/beratung/sa.

Adressen

Albrecht Daniel Thaer-Institut für Agrar- und Gartenbauwissenschaften: Invalidenstr. 42, 10115 Berlin, www.agrar.hu-berlin.de, Tel. (030) 2093-46300
Studienfachberatung: Studienbüro (auch Anerkennung und Einstufung in höhere Fachsemester), Herr Kummerow, Tel. (030) 2093-46304, udo.kummerow@agrar.hu-berlin.de
Bewerbung: www.hu-berlin.de/interessierte
Links zum Arbeitsmarkt: Stellenangebote in Deutschland und im deutschsprachigen Ausland (http://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/; Hinweise: Gartenbauwissenschaften in die Suchmaske eingeben, Beruf auswählen)

Stand: Februar 2016
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