Schaden nach Laborbrand wurde beseitigt
Im Institut für Chemie in Adlershof kam es im vergangenen September
zu einem Laborbrand. Die Wiederherstellung des Labors dauerte bis April
2008 und erforderte einen finanziellen Aufwand von cirka 200.000 Euro.
Auslöser des Brandes war die Nutzung einer Heißluftpistole im
Zusammenhang mit der Verwendung brennbarer Flüssigkeiten. Begünstigend
für die Ausbreitung des Feuers war, dass zum Zeitpunkt seiner
Entstehung keine Personen im Labor anwesend waren. Als Mitarbeiter des
betroffenen Arbeitskreises den Brand bemerkten, hatte sich das Feuer so
weit entwickelt, dass Löschversuche, die mit Handfeuerlöschern
unternommen wurden, ohne Erfolg blieben. Das Feuer wurde schließlich
durch die Feuerwehr gelöscht. Aufgrund der Temperatureinwirkung und der
starken Rauchentwicklung entstand ein Totalschaden für das Labor. Es
musste bis auf den Rohbauzustand rückgebaut und dekontaminiert werden.
Um das Labor wieder für die Nutzung instand zu setzen, war es
erforderlich, die komplette Laborausstattung, alle laborspezifischen
Regelkomponenten, Medienversorgungen – wie Leitungen für die Zu- und
Abluft, Laborgase, Wasser, Elektro und Daten – neu zu verlegen. Weitere
Schäden entstanden an den Datenleitungen des Gebäudeteils, die komplett
ausgetauscht werden mussten, in angrenzenden Laboren sowie im
Flurbereich. Aufgrund der Kontamination durch Brandgase war auch die
bewegliche Ausstattung des Labors, wie Computer, Monitore, Kühlschränke
und Laborgeräte, so mit Schadstoffen belastet, dass sie erneuert werden
musste. Nach dem Brand wurden durch die Universitätsverwaltung
zahlreiche Maßnahmen zur weiteren Verbesserung des Brandschutzes
eingeleitet. Für die Beschäftigten und Studierenden des Instituts für
Chemie wurde eine realitätsnahe Löschübung mit verschiedenen Arten von
Feuerlöschern organisiert, die Feuerlöscherausstattung des Instituts
wurde überprüft und erweitert. Weiterhin erfolgte die Erstellung von
Maßnahmeplänen für Notfälle sowie einer Betriebsanweisung für die
Benutzung von Heißluftpistolen im Labor. An dieser Stelle soll allen
Mitarbeitern der Technischen Abteilung, die maßgeblich an der
Beseitigung der Brandschäden und der Wiederherstellung des Labors
mitgearbeitet haben, gedankt sein. In Zusammenarbeit mit der
Unfallkasse Berlin wurde begonnen, ein Weiterbildungsprogramm für
Führungskräfte und Beschäftigte der Universität aufzulegen. Dieses
Programm ist ein Angebot zu informieren und Hinweise für die Umsetzung
der Anforderungen zu geben. Der erste Schritt in diese Richtung wurde
im April dieses Jahres auf dem jährlichen Treffen der Verwaltungs
leiter in Schmöckwitz unternommen.
Thomas Hoffmann, Umweltbeauftragter