Geld für die Miete – und manchmal mehr
Wie finanzieren Studierende ihren Auslandsaufenthalt? Es gibt viele Möglichkeiten Geld zu bekommen – je nachdem, ob man studieren und forschen oder ein Praktikum absolvieren will. Eine Auswahl.
STUDIUM
Die meisten HU-Studenten nutzen das Austauschprogramm „Erasmus“. Sie können damit für drei bis zwölf Monate in einem europäischen Land studieren. Besucht man eine Partneruni der HU, entfallen die Studiengebühren, als Zuschuss zum Lebensunterhalt bekommt der Student monatlich zwischen 150 und 300 Euro. Mit dem Programm „Erasmus Mundus External Cooperation Windows“ kann man auch nach Osteuropa oder Zentralasien gehen – etwa nach Russland, Kasachstan, Kirgisistan oder Usbekistan. Gefördert werden Studienaufenthalte zwischen sechs und 34 Monaten. Studenten erhalten monatlich 1000 Euro, Doktoranden 1500 Euro, Postdocs 1800 Euro.
Im German-American-Fulbright-Stipendium stehen pro Jahr deutschlandweit 70 Plätze für einen USA-Aufenthalt zur Verfügung. Bei einem Vollstipendium werden Studiengebühren und Lebenshaltungskosten für neun Monate bis zu 30 400 Dollar übernommen, bei Teilstipendien bis zu 21 500 Dollar. Studenten und Doktoranden, die einen Aufenthalt in Tschechien planen, können sich beim Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds für ein Stipendium bewerben. Sie erhalten 650 Euro im Monat und eine einmalige Aufwandspauschale von 650 Euro für die Reisekosten. Ähnliche Programme gibt es für andere Länder. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) fördert auch Studierende, die an Unis außerhalb Europas gehen wollen. Auslandsbafög können auch Studierende erhalten, die eigentlich keinen Bafög-Anspruch haben.
Doktoranden können sich auf Forschungsstipendien der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) bewerben. Diese decken jedoch meist nur einen Teil der Lebenserhaltungskosten und liegen zwischen 300 und 500 Euro. Zusätzlich werden Reisekosten übernommen.
PRAKTIKA
Wer nicht studieren, sondern lieber ein Praktikum absolvieren will, kann das Stipendium „Erasmus SMP (Student Mobility Placement)/Leonardo“ nutzen. Dieses wird für Praktika zwischen drei und zwölf Monaten in Europa vergeben. Der Zuschuss beträgt monatlich 400 Euro, wenn der Arbeitgeber weniger als 500 Euro zahlt. Liegt der Zuschuss des Arbeitgebers über 500 Euro, bekommt der Student pro Monat 200 Euro. Ab einem Einkommen von 1000 Euro erfolgt keine finanzielle Förderung.
Das vom DAAD geförderte Stipendium „Promos“ wird zum Winter 2010/11 neu an der HU eingeführt. Es beinhaltet 97 Stipendien für Studien- und Forschungsaufenthalte, Praktika und Sprachkurse weltweit. Übernommen werden die Reisekosten; der monatliche Zuschuss beträgt 300 bis 400 Euro. Das „Teaching assistent“-Programm richtet sich an Lehramtsstudenten, die eine Sprache studieren. Pro Jahr werden 25 Plätze bereitgestellt – die meisten in Großbritannien, Kanada und Frankreich. Die Lehramtsstudenten erhalten monatlich zwischen 700 und 1000 Euro.
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