Ein Labor auf Rädern
Ein rollendes Schülerlabor geht auf Reisen – das „Humboldt Bayer Mobil“. Der 14 Meter lange Truck, umgebaut zu einem mobilen naturwissenschaftlichen Labor, bietet Schülern außerhalb des Klassenzimmers die Gelegenheit, wie echte Wissenschaftler zu experimentieren und zu forschen. Möglich gemacht wurde dies durch eine Initiative der Humboldt-Universität zu Berlin und der Bayer Science & Education Foundation sowie der Stiftung Humboldt-Universität.
Jedes Jahr soll das „Humboldt Bayer Mobil“ rund 20 Grund- und Oberschulen in Berlin und Brandenburg anfahren. An 15 unterschiedlichen Arbeitsstationen im Innern des Trucks können Schüler zwischen elf und 15 Jahren Naturwissenschaften ganz praxisnah erleben. Ob sie per EKG ihre körperliche Belastbarkeit ermitteln oder die Umweltbedingungen in ihrer Nachbarschaft untersuchen wollen, ob sie Polar-Expeditionen planen oder Fingerabdrücke analysieren möchten – das „Humboldt Bayer Mobil“ ist mit modernsten Forscherausrüstungen und Messgeräten ausgestattet, um dies alles zu ermöglichen.
Die Humboldt-Universität setze mit dem Mobil „ihre lange Tradition der Wissenschaftskommunikation“ auf neue Art und Weise fort, sagt der scheidende HU-Präsident Christoph Markschies. Man wolle zeigen, dass Forschung den Alltag betrifft und daher Spaß mache. „Die Schüler sollen durch die Experimente ihre Umwelt verstehen, entdecken und Lust bekommen, mehr zu erfahren.“ Aber nicht nur Schüler profitieren von dem rollenden Labor. Das Projekt bietet Didaktik-Workshops für Lehrer, die ihren Unterricht spannend gestalten wollen. Dabei werden Werkzeuge und Methoden eingesetzt, für die sich Jugendliche heute besonders interessieren – etwa die Arbeit mit GPS, Google Earth oder Ausflüge in virtuelle Szenarien.
Das Schulprojekt ist auf drei Jahre angelegt und wird von Bayer mit 300 000 Euro unterstützt. Die Humboldt-Universität setzt mit dem Projekt ihre langjährige Kooperation mit Schulen in Berlin und dem Umland fort. Der Truck ergänzt die zahlreichen Schülerangebote der Universität wie die „Schülergesellschaften“ und die „Humboldt-Kinder-Uni“.
HU