▼ Zielgruppen ▼

Humboldt-Universität zu Berlin

Karl Asmund Rudolphi

*14.07.1771 Stockholm, † 29.11.1832 Berlin
Abbildung
  • 1793 Privatdozent für Naturgeschichte in Greifswald

    1801 Professor für Medizin in Greifswald

    1810 Professor für Anatomie in Berlin

    1816 Mitglied der Königlich Preußischen Akademie der         Wissenschaften

Rektor der Berliner Universität

1813/14

1824/25

 

Karl Asmund Rudolphi, geboren in Stockholm, besuchte in Stralsund das Gymnasium im Katharinenkloster. Einer seiner Mitschüler war der spätere politische Schriftsteller und Dichter Ernst Moritz Arndt, mit dem er befreundet war. 1790 begann Rudolphi mit dem Studium der Naturwissenschaften und Medizin an der 1456 gegründeten ältesten preußischen Universität in Greifswald. Da Greifswald von 1648 bis 1815 zu Schweden gehörte, war die Universität während seiner Studienzeit schwedisch. Er hörte Vorlesungen bei dem Chirurgen Laurentius Haselberg und Naturwissenschaften bei Christian von Weigel. Im Jahre 1793 promovierte er zum Doktor der Philosophie. Diese Promotion war für ihn als geborener Schwede erforderlich, um in Greifswald die medizinische Promotion zu erlangen. In Jena hörte er Vorlesungen bei Christoph Hufeland. Seit 1793 hielt er in Greifswald Vorlesungen und wirkte als Assistent am Botanischen Garten. Zum Doktor der Medizin wurde er 1795 promoviert. Adjunkt und Prosektor in der medizinischen Anatomie wurde er 1793. Für kurze Zeit ging er nach Berlin und arbeitete als Adjunkt und Prosektor, um seine Sektionstechnik zu vervollkommnen. 1801 wurde er Professor an der neu gegründeten Veterinärschule in Greifswald und erhielt die Ernennung zum Beisitzer des Gesundheitskollegiums.

Mit der Gründung der Berliner Universität erhielt Rudolphi auf Empfehlung von Wilhelm von Humboldt den ehrenvollen Ruf nach Berlin. Die Berufung erfolgte durch Karl Freiherr vom Stein zum Altenstein. Rektor der Berliner Universität war Rudolphi in den Universitätsjahren 1813/14 und 1824/25. Das von dem Anatomen Johann Walter aufgebaute Anatomisch-Zootomische Museum, mit über 3.000 Präparaten menschlicher Anatomie, wurde 1810 in das Universitätsgebäude verlegt. Ab 1810 stand das Museum unter der Leitung von Rudolphi und wuchs auf über 11.000 Präparate an.

Rudolphi gab dem Studium der vergleichenden Anatomie einen starken Impuls. Sein bekanntester Schüler war Johannes Müller.