Die Sammlungen und das Humboldt-Forum
Die Maske des Agamemnon aus den Sammlungen des Winckelmann-Instituts
Die naturwissenschaftlichen Sammlungen sind unter dem Dach des 1889 gegründeten Museums für Naturkunde, das seit 2009 Mitglied der Wissenschaftsgemeinschaft G. W. Leibniz ist, mit rund 25 Millionen Sammlungsgegenständen zu besichtigen. Dazu gehören das besterhaltene Fossil des Urvogels Archaeopteryx lithografica und das weltweit größte aufgestellte Saurierskelett eines Brachiosaurus. Auch die Anatomische Sammlung, die auf Rudolf Virchow zurückgeht, das Lautarchiv oder die Privatbibliothek der Brüder Grimm gehören zu den Schätzen.
Ein großer Teil der Sammlungen gelangte zur Universität, als Wilhelm von Humboldt verfügte, die wissenschaftlichen Institute der bereits im Jahre 1700 begründeten Berliner Sozietät und späteren Akademie der Wissenschaften mit der neu zu gründenden Universität zu vereinigen. Auch die Kunstkammer des ehemaligen Berliner Schlosses ging bei Gründung der Universität im Jahre 1810 in wesentlichen Bereichen in den Besitz der Universität über, so dass der Forschungs- und Lehrbetrieb von Beginn an auf diesen Sammlungen aufbauen konnte.
Heute bildet die Kunstkammer den historischen Kern der Zusammenarbeit von Bibliothek, Museum und Universität - der drei Partner im "Humboldt-Forum". Im wieder aufgebauten Stadtschloss direkt neben dem Hauptgebäude wird die Universität mit ihren Sammlungen den Dialog mit außereuropäischen Kulturen wissenschaftlich begleiten und auf diese Weise Forschung öffentlich präsentieren. Sie wird Wechselausstellungen und Veranstaltungen organisieren, um der Wissenschaft so eine Bühne zu bieten.