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Humboldt-Universität zu Berlin

HU im Dialog am 13. Juni 2018

Die Universitätsleitung informierte darüber, wie sich die zentrale Verwaltung verändern wird

Sabine Kunst spricht
Prof. Dr. Eva Inés Obergfell, Dr. Ludwig Kronthaler,
Prof. Dr.-Ing. Dr. Sabine Kunst, Prof. Dr. Peter Frensch (v.l.n.r.)
Foto: Kathrin Kirstein

Die Zeichen stehen an der Humboldt-Universität einmal mehr auf Veränderung. Zu den gesellschaftlichen Aufträgen, wie etwa dem Ausbau der Lehrkräftebildung oder der Einrichtung von zwei theologischen Instituten, kommen selbst gesetzte Herausforderungen, wie der Verbundantrag mit der Freien und der Technischen Universität sowie der Charité in der nächsten Exzellenzrunde oder auch das Management der 26 eingeworbenen Tenure-Track-Professuren, was größenmäßig einer Fakultät gleichkommt.

Um diese Aufgaben zu meistern, bedarf es vor allem einer modernen, transparent und serviceorientiert arbeitenden Verwaltung. Welche Änderungsprozesse in der zentralen Universitätsverwaltung anstehen, darüber informierte die Universitätsleitung in der Auftaktveranstaltung der neuen Veranstaltungsreihe „HU im Dialog“ am 13. Juni 2018 im Senatssaal. „Es gibt vieles, was sich ändern wird. Wir möchten Sie darüber informieren, Ihre Meinung und Expertise einholen und in die Planungsprozesse einfließen lassen“, führte Prof. Dr.-Ing. Dr. Sabine Kunst ein. Den Satz „Das geht nicht, weil…“ möchte die Präsidentin gerne aus dem Wortschatz der Universität getilgt sehen.  

Wie es gehen kann, darüber sprach Dr. Ludwig Kronthaler. Unter dem Titel „Strukturentwicklung und Änderungsprozesse“ informierte der Vizepräsident für Haushalt, Personal und Technik, über das Projekt „Humboldt gemeinsam“. Was gemeinhin unter dem Stichwort „SAP-Einführung“ subsumiert werde, sei viel mehr als nur die Installation einer neuen Software. Das Projekt ziele auf die vielseitige Analyse und Optimierung von administrativen Aufgaben und Arbeitsprozessen ab mit dem Ziel, den Universitätsmitgliedern bessere operative und administrative Strukturen und letztendlich, „exzellenten Forschenden einen exzellenten Service“, zu bieten. Das Ziel: Verwaltungsmitarbeitende sollen sich als kreativ denkende Beraterinnen und Berater verstehen und nicht als bloße Sachbearbeiter von Vorgängen. Ab 2022, nach dem voraussichtlichen Ende des laufenden Veränderungsprozesses, solle beispielsweise die Frage „Wo steht mein Projekt“ mit wenigen Klicks am Computer beantwortet werden können, ohne großen Rechercheaufwand des Fragenden. Oder: Zahlen sollen universitätsweit nur einmal eingegeben werden und vergleichbar sein. 2019 soll die Implementierung der veränderten Arbeitsprozesse beginnen. Dafür hat der Akademische Senat kürzlich Sach- und Personalmittel freigegeben. „Es werden auch Aufgaben wegfallen, die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden neue erfüllen oder dazu beitragen, die Überlast zu bewältigen“, so Kronthaler, der darin auch eine Chance für die persönliche Weiterentwicklung sieht.

Im Zuge des Change Managements an der Humboldt-Universität sind drei neue Abteilungen entstanden. In der Abteilung VI „Internationales“ werden künftig die Aktivitäten der Stabsstelle Internationalisierung, des Internationalen Büros und Teile des Servicezentrums Forschung gebündelt. Geleitet wird diese Abteilung von Britta Baron. Die Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit geht in der Abteilung VIII „Kommunikation, Marketing und Veranstaltungsmanagement“ auf. Leiterin Birgit Mangelsdorf soll unter anderem die interne Kommunikation weiterentwickeln. Die Abteilung IX, die Dr. Barbara Schauenburg leiten wird, hat „Steuerung und Planung“ zum Thema.

Insgesamt soll die Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen, aber auch zwischen der Universitätsleitung- und den Fakultätsverwaltungen steigen. 

Organisations- und Personalentwicklung bedingen einander, so Kronthaler. Deshalb sind flächendeckende Gespräche zwischen Führungskräften, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geplant, die von den Führungskräften verpflichtend angeboten werden und für die Mitarbeiter freiwillig sein sollen. Eine diesbezügliche Dienstvereinbarung und Schulungsangebote sind in Arbeit.

Ljiljana Nikolic

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