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Open Humboldt: Wissenschaftscampus für Natur und Gesellschaft

by Ljiljana Nikolic posted on 31.03.2020 12:05 last modified 01.04.2020 11:55

Das Museum für Naturkunde Berlin und die Humboldt-Universität entwickeln gemeinsam einen Wissenschaftscampus für Natur und Gesellschaft. Es soll als Erprobungsraum für neue Formen der Interaktion von Wissenschaft und Gesellschaft dienen.

In den kommenden zehn Jahren wird das Museum für Naturkunde Berlin (MfN) gemeinsam mit der Humboldt-Universität einen Wissenschaftscampus für Natur und Gesellschaft entwickeln. Dieser liegt in der Invalidenstraße 42/43 und soll als Erprobungsraum für neue Formen der Interaktion von Wissenschaft und Gesellschaft dienen.

Ziel ist, wissenschaftliche Lösungen für die großen globalen Herausforderungen zu finden, um das Verhältnis von Mensch und Natur neu zu reflektieren und dabei die Rolle der Wissenschaft in der Lösung übergreifender gesellschaftlicher Fragen zu stärken. Angestrebt wird die Zusammenarbeit sowohl im Bereich der Lebenswissenschaften und der Nachhaltigkeitsforschung, als auch im Wissenstransfer, in der Wissenschaftskommunikation und im Open Science, erweitert um sozial- und kulturwissenschaftliche Perspektiven. Nicht nur eine exzellente, sondern zugleich offene Wissenschaft soll so Realität werden.

Der Wissenschaftscampus von MfN und HU wird unter anderem die Möglichkeit bieten, gemeinsame Forschergruppen und -programme aufzubauen, sowie inter- und transdisziplinäre Forschung mit internationalen Partnern durchzuführen. Es werden neue Labore und Räume für Spitzenforschung geschaffen.

Eine gemeinsame „Berlin School of Public Engagement and Open Science“ wird Experimentierraum, Plattform, Aus- und Weiterbildungszentrum für neue Wege in der Wissenschaftskommunikation sein. Dadurch soll schließlich ein öffentlich sichtbarer Ort entstehen, an dem neue Formen des Austauschs und der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Politik erfunden, erprobt und weitervermittelt werden. Eine dreijährige Pilotphase, gefördert von der Robert Bosch Stiftung, ist bereits bewilligt worden.

Gleichzeitig wird sich das MFN vergrößern, eine der weltweit umfassendsten naturhistorischen Sammlungen mit über 30 Millionen Objekten wird in modernen Sammlungsgebäuden untergebracht sein. Um alle Objekte weltweit zugänglich zu machen, wird von der Fliege bis zum Dinosaurier alles digital erschlossen. Für die Besucher*innen werden neue Ausstellungsräume entstehen, die die Vielfalt der Natur und gleichzeitig die Forschung für Natur zeigen. Außerdem sind Tagungs- und Veranstaltungsräume für die Wissenschaftskommunikation geplant.

 

Unter dem Motto „Open Humboldt“ möchte die HU den Dialog mit der Gesellschaft mit großen Projekten stärken. Der  Wissenschaftscampus mit dem Museum für Naturkunde ist eines dieser Projekte.

Weitere Informationen

Open Humboldt

 

Red.