Direkt zum InhaltDirekt zur SucheDirekt zur Navigation
▼ Zielgruppen ▼

Humboldt-Universität zu Berlin

Endspurt: Forschungsbau IRIS Adlershof

by Sven Ellerbrock posted on 26.03.2020 15:10 last modified 01.04.2020 12:02

Der Forschungsbau IRIS Adlershof soll im Wintersemester eröffnet werden

Wenn die Coronakrise nicht dazwischenfunkt, werden einige Mitglieder der Institute für Chemie und für Physik voraussichtlich im Sommer Umzugskisten packen. Wenn alles nach Plan läuft, werden sie in den Semesterferien in den neuen Forschungsbau von IRIS Adlershof („Integrative Research Institute for the Sciences“) ziehen. Die offizielle Eröffnungsfeier ist für das Wintersemester geplant.

Genaugenommen ist der viergeschossige Forschungsbau an der Straße Zum Großen Windkanal 6 eine Mischung aus alt und neu. Nach den Plänen des Architekturbüros Nickl & Partner und IDK Kleinjohann verbindet ein neu gebauter Querriegel in Stahlbeton-Skelettkonstruktion zwei ehemals als Kasernen genutzte Bestandsgebäude aus den 1950er Jahren. Sie wurden von Grund auf saniert und in Büro- und Laborgebäude verwandelt. Zukünftig stehen 2.200 Quadratmeter Büro- und Begegnungsfläche sowie 2.500 Quadratmeter Laborfläche für Wissenschaftler*innen, aber auch für Studierende sowie Partner*innen des Standorts Berlin-Adlershof zu Verfügung. Etwa 160  Menschen werden hier arbeiten, darunter die kompletten Arbeitsgruppen von Prof. Dr. Claudia Draxl und Prof. Dr. Emil List-Kratochvil.

Das IRIS Adlershof forscht an hybriden Systemen aus organischen und anorganischen Materialien für Elektronik, Optoelektronik und Photonik. Mit den neuen Laboren werden bisher getrennte Arbeitsmethoden aus den beteiligten Disziplinen Chemie, Physik und Materialwissenschaften zusammengeführt. Die Finanzierung aus dem Bund-Länder-Programm beinhaltet nicht nur Mittel für die Architektur, sondern auch für die Anschaffung von Großgeräten und die Erstausstattung. Ein Transmissionselektronen-Mikroskop und Geräte für das Ultrahochvakuum sind schon angeliefert worden, insgesamt zehn Millionen Euro standen dafür zur Verfügung. Ein Rasterelektronenmikroskop, das vom IRIS Adlershof im Rahmen des Zukunftskonzepts schon vor einiger Zeit angeschafft wurde, wird in den Forschungsbau verlegt werden.

Der Forschungsbau hat ein Investitionsvolumen von rund 53 Millionen Euro, das von Bund, vom Land Berlin und von der Humboldt-Universität gemeinsam aufgebracht wird.