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Humboldt-Universität zu Berlin

Neu an der HU

Neue Professuren

 

Im Fokus: systematische Theologie

Foto: privat

Prof. Dr. Georg Essen hat zum 1. Februar 2020 den Ruf für die Professur Systematische Theologie an das Institut für Katholische Theologie angenommen. Seit 2011/2012 war er Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Ruhr-Universität Bochum. Seine wissenschaftliche Karriere begann mit einem Studium der Katholischen Theologie und Geschichte in  Münster und Freiburg. An der Universität Münster wurde er auch promoviert und habilitierte sich dort. Essen war 2001 bis 2011 Professor für Dogmatische Theologie an der Universiteit Nijmegen in den Niederlanden. Von 2006 bis 2011 bekleidete er dort zusätzlich die Professur für Religions- und Kulturtheorie. 2011 forschte er als Visiting Scholar an der Stanford University, Palo Alto (USA). 2017/2018 war er Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin und forschte dort zu einem religionsverfassungsrechtlichen Thema. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehört die kritische und konstruktive Vermittlung des christlichen Glaubens. Besonderes Interesse gilt der Theologie und Philosophie der Moderne. Interkulturelle und interreligiöse Hermeneutik finden ebenso Aufmerksamkeit wie systematisch-theologische Problemkonstellationen aus dem Beziehungsgeflecht von Religion, Zivilgesellschaft und demokratischem Verfassungsstaat.

 

 

Ein Kenner des internationalen Strafrechts

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Prof. Dr. Forian Jeßberger tritt zum April 2020 die Professur für Strafrecht, Strafprozessrecht und Internationales Strafrecht an der Juristischen Fakultät an. Zuvor war er Inhaber des Lehrstuhls für Strafrecht, Strafprozessrecht, Internationales Strafrecht und Juristische Zeitgeschichte an der Universität Hamburg. Jeßberger wurde an der Universität zu Köln promoviert und habilitierte sich 2008 an der Humboldt-Universität, wo er bis zu seinem Wechsel nach Hamburg die Lichtenberg-Professor für Internationales Strafrecht und Strafrechtsvergleichung inne hatte. Er hat Rechts- und Politikwissenschaften studiert und seine juristische Ausbildung mit dem Referendarexamen in Köln und dem Assesorexamen in Berlin abgeschlossen. Forschungsvorhaben führten ihn zu längeren Aufenthalten unter anderem nach Berkeley, Neapel, Kapstadt, Ferrara und zuletzt Oxford. Er ist Mitherausgeber des Journal of International Criminal Justice (Oxford University Press) und Autor zahlreicher Bücher und Aufsätze zum Internationalen Strafrecht. Die Forschungsschwerpunkte von Florian Jeßberger liegen im Strafrecht einschließlich seiner internationalen und historischen Bezüge.

 

 

 

 

Im Fokus: Literatur- und Zeitgeschichte des Urchristentums

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Prof. Dr. Christine Gerber übernimmt zum Sommersemester 2020 die Professur für Neues Testament mit Schwerpunkt Literatur- und Zeitgeschichte des Urchristentums an der Theologischen Fakultät und kehrt damit an eine ihrer früheren Wirkungsstätten zurück. An der HU war sie von 1996 bis 2005 Assistentin im Fach Neues Testament und hat sich hier 2005 habilitiert. Nach einer Lehrstuhlvertretung  an der Universität Hamburg wurde sie dort 2007 zur Professorin für Neues Testament berufen. Ihre wissenschaftliche Karriere begann mit einem  Studium der evangelischen Theologie in Tübingen, Jerusalem und München. Nach Abschluss des Ersten theologischen Examens in Hamburg war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fach Neues Testament an der Kirchlichen Hochschule Berlin und der LMU München, wo sie 1996 promoviert wurde.

Ihre Forschungsschwerpunkte sind Paulus, die Paulusschule und Pseudepigraphie, das hellenistische Judentum sowie Methodenfragen, Exegese unter Genderaspekten und Hermeneutik.

 

Experte für Historische Theologie

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Prof. Dr. Günther Wassilowsky  ist auf die Professur Historische Theologie am Institut für Katholische Theologie berufen worden. Er studierte Theologie, Geschichte und Germanistik an der Universität Freiburg und an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. Von 1997 bis 1999 war er als Religionslehrer an Gymnasien in Villingen und Freiburg tätig.  2001 wurde er an der Universität Freiburg promoviert.

An der Akademie des Bistums Mainz war er von 2001 bis 2003 Studienleiter. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter  forschte er an der Universität Münster, wo er sich 2007 habilitierte. Von 2008 bis 2014 hatte er eine Professur für Kirchengeschichte an der Katholischen Universität Linz inne. Im Jahr 2014 wechselte er an die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Innsbruck.  Seit 2016 ist er Inhaber der Professur für Kirchengeschichte an der Goethe-Universität Frankfurt a. Main.

Seine Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte des Katholizismus in Früher Neuzeit und Moderne,  die Kulturgeschichte des Papsttums und der Stadt Rom sowie die Ereignis- und Rezeptionsgeschichte des Konzils von Trient und des II. Vatikanischen Konzils.

 

 

Experte für Digital History

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Prof. Dr. Torsten Hiltmann ist seit Januar 2020 neuer Professor für Digital History am Institut für Geschichtswissenschaften. Der Historiker kommt von der Universität Münster, wo er als Professor für Digital Humanities in den Geschichts- und Kulturwissenschaften und Leiter des Service Center Digital Humanities gewirkt hat. Dort hatte er auch eine Dilthey-Fellowship der VolkswagenStiftung inne –  mit dem Projekt: „Die Performanz der Wappen. Zur Entwicklung von Funktion und Bedeutung heraldischer Kommunikation in mittelalterlichen Kultur". Promoviert wurde er an der EPHE Paris und der TU Dresden, wo er zuvor Mittelalterliche Geschichte, Philosophie und Psychologie studiert hat. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen: Datenmodellierung und digitale Methoden für die historische Forschung, die digitale Transformation der Geschichtswissenschaften sowie die visuelle Kommunikation im Mittelalter als Methodenlabor für die digitale Grundlagenforschung.

 

 

Expertin für mathematische Optimierung

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Prof. Dr. Andrea Walther hat seit Oktober 2019 die Professur für Mathematische Optimierung inne. Eines ihrer Hauptarbeitsgebiete ist die Optimierung von komplexen Systemen. Dabei umfasst ihre Forschungstätigkeit theoretische Analysen, wie beispielsweise die Erweiterung von Shape-Optimierungsansätzen für die Parameteridentifikation bei Piezokeramiken und die algorithmische Weiterentwicklung, und damit der Einsatz der neuen Erkenntnisse in der Praxis. Walther studierte Wirtschaftsmathematik an der Universität Bayreuth. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin forschte sie an der Technischen Universität Dresden und leitete dort nach ihrer Promotion die selbstständige Nachwuchsgruppe „Analyse und Optimierung von Computermodellen“. An der TU Dresden wurde sie habilitiert und hatte eine Juniorprofessur inne. Nach einer Vertretungsprofessur an der Universität Regensburg hatte Andrea Walther seit 2009 die Professur für Mathematik und ihre Anwendungen an der Universität Paderborn inne.

 

Komplexität von Algorithmen im Fokus

Foto: Fotosudio Matte

Prof. Dr. Christoph Berkholz ist seit Oktober 2019 Juniorprofessor für Logik und Komplexität am Institut für Informatik. Im Fokus seiner Arbeit steht die Komplexität von Algorithmen. Der theoretische Informatiker möchte umfassend erforschen, welche Ressourcen –  dazu zählen die Laufzeit eines Algorithmus oder sein Speicherplatzbedarf – nötig sind, um Aufgaben algorithmisch zu lösen. Als Leiter einer Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe untersucht er Algorithmen, die eine große Ausgabe erzeugen, indem sie beispielsweise alle Lösungen eines Problems finden sollen. Ziel ist, herauszufinden, wie große Lösungsmengen komprimiert repräsentiert werden können und was die prinzipiellen Grenzen der Komprimierbarkeit sind. Methodisch werden hierfür Verfahren der Wissensrepräsentation, der mathematischen Logik und der Komplexitätstheorie weiterentwickelt. Berkholz hat am Institut für Informatik studiert und war dort seit 2015 als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. Promoviert wurde er an der RWTH Aachen, es folgten Postdoc-Aufenthalte in Berkeley / Kalifornien und Stockholm.

 

Im Fokus: nachhaltige Entwicklung und Wertschöpfungsketten

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Prof. Dr. Dagmar Mithöfer hat seit Oktober 2019 die Professur für Management agrarischer Wertschöpfungsketten am Thaer-Institut für Gartenbau- und Agrarwissenschaften inne. Sie kommt von der Hochschule Rhein-Waal, Kleve, wo sie von 2012 bis 2019 Professorin für Agribusiness war. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf den Themen Organisation von Wertschöpfungsketten, nachhaltige Entwicklung, Governance sowie Folgenabschätzung. Nach einem Studium der Gartenbauwissenschaften an der Universität Hannover mit dem Schwerpunkt Gartenbauökonomie promovierte sie dort in der Entwicklungs- und Agrarökonomie. Forschungsprojekte führten und führen sie nach Kenia, Zimbabwe, Uganda und den Sudan, wo sie beispielsweise die Organisation und Interaktion von Akteuren entlang der Wertschöpfungsketten – wie beispielsweise der Früchte des Baobab – sowie ihrer unternehmerischen Entscheidungen untersucht und deren Beitrag zur Ernährungssicherung und ländlicher Entwicklung analysiert.

 

Forschung über post-industrielle Transformation

Foto: privat

Prof. Dr. Hanna Schwander ist seit September 2019 Professorin für Politische Soziologie und Sozialpolitik am Institut für Sozialwissenschaften. Nach ihrer Promotion zur Politisierung von Arbeitsmarktrisiken an der Universität Zürich arbeitete und forschte sie am Forschungszentrum für Ungleichheit und Sozialpolitik der Universität Bremen, am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz, der Universität Oxford und der Universität Duisburg-Essen. Von 2016 bis 2018 leitete sie ein Ambizione-Forschungsprojekt an der Universität Zürich zum politischen Realignment von Frauen in Westeuropa, bevor sie 2018 als Professorin für Public Policy an die Hertie School of Governance, Berlin berufen wurde. Ihre Forschung ist von der Frage geleitet, wie sich die post-industrielle Transformation von Wohlfahrtsstaat, Arbeitsmarkt und Gesellschaft auf verschiedene Aspekte des politischen Lebens (sozialstaatliche Einstellungen der Bürger, Wahlverhalten der Bürger, Positionierung von Parteien, Bürger-Parteien-Bindungen) auswirkt.

 

Spezialistin für antike Literatur

Foto: Anna Olivia Weimer

Dr. Lisa Cordes hat seit dem Frühjahr 2019 die Juniorprofessur für Latinistik am Institut für Klassische Philologie inne. Sie hat ein Studium der Fächer Latein, Griechisch und Geschichte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i. Br. und der Università degli Studi di Padova absolviert. An der LMU München und der Freien Universität Berlin promovierte sie in lateinischer und griechischer Philologie zum Thema „Kaiser und Tyrann. Die Kodierung und Umkodierung der Herrscherrepräsentation Neros und Domitians“. Von 2015 bis 2019 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin und zuletzt Akademische Rätin a. Z. am Lehrstuhl für Lateinische Philologie der Antike der LMU München. Jetzt erforscht sie für ihre Habilitation, wie das Verhältnis zwischen der Sprecherinstanz eines literarischen Textes und dessen Autoren in lateinischen Texten unterschiedlicher Gattungen modelliert wird. Sie erhofft sich unter anderem Erkenntnisse zum antiken Verständnis von Fiktion. Ihre weiteren Schwerpunkte sind die Theorie und Praxis von Herrscherlob und Herrscherkritik, literarische Darstellungen kolossaler Bauten und die Tragödien Senecas.

 

Expertin für das Deutsche in mehrsprachigen Kontexten

Foto: Steffi Loos

Prof. Dr. Heike Wiese tritt zu diesem Sommersemester die Professur für „Sprachwissenschaft des Deutschen: Spracherwerb und Sprachentwicklung in multilingualen Kontexten“ am Institut für deutsche Sprache und Linguistik an. Damit kehrt die Germanistin und Philosophin an den Ort ihrer Promotion und Habilitation zurück. An der HU erhielt sie auch den Preis für gute Lehre. Sie forschte dann mit einem Feodor-Lynen-Stipendium der Alexander-von-Humboldt-Stiftung an der Yale University, folgte daraufhin einem Ruf an die Universität Potsdam. Ihre Forschungsschwerpunkte drehen sich um gegenwärtige Sprache in mehrsprachigen Kontexten, mit einem Schwerpunkt auf dem Deutschen. So ist sie Sprecherin einer Forschergruppe, in der die sprachlichen Systeme und sprachlichen Ressourcen bilingualer Sprecherinnen aus Familien mit Zuwanderungsgeschichte in Deutschland und den USA im Deutschen, Englischen, Russischen, Türkischen und Griechischen in verschiedenen Kommunikationssituationen untersucht werden.

 

Juristische Forschung zu Lebenswissenschaften

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Prof. Dr. Herbert Zech habilitierte sich in Bayreuth. Ab 2012 war er an der Universität Basel tätig, zunächst als Extraordinarius für Privatrecht mit Schwerpunkt Life Sciences-Recht, seit 2015 als Full Professor für Life Sciences-Recht und Immaterialgüterrecht. Im April 2019 wechselt er an die Juristische Fakultät der HU auf den Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Technik- und IT-Recht. Die Professur ist mit der Position eines Direktors am Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft verbunden. An das Institut für Informatik wird Herbert Zech in Form einer Zweitmitgliedschaft angebunden sein. Zech studierte nach seinem Anwaltsexamen auch Biologie. Daran anknüpfend interessiert er sich vor allem für den Zusammenhang zwischen Naturwissenschaften und Recht. Seine Schwerpunkte sind das Technik- und das Immaterialgüterrecht.

 

Mit Fokus auf der Empirie der englischen Sprache

Foto: privat

Dr. Mingya Liu hat zum April 2019 einen Ruf auf die Juniorprofessur Empirie der englischen Sprache am Institut für Anglistik und Amerikanistik angenommen. Sie untersucht linguistische Phänomene in unterschiedlichen Sprachen wie dem Englischen, Deutschen und Chinesischen. Ihre Hauptfragestellung ist, wie man Semantik (kontextunabhängige Bedeutung sprachlicher Ausdrücke) und Pragmatik (kontextabhängige Bedeutung) zusammenbringt, wie man sie voneinander abgrenzt, und wie Sprachen sich dabei ähneln und unterscheiden. Sie interessiert sich für den Zusammenhang zwischen Sprache und Kognition und verwendet psycho- und neurolinguistische Methoden, um formale linguistische Theorien experimentell zu testen. Nach einer Promotion an der Universität Göttingen war die Linguistin unter anderem als akademische Rätin am Institut für Kognitionswissenschaft der Universität Osnabrück und als Gastwissenschaftlerin an der Linguistikabteilung der University of Chicago tätig.

 

Soziale Ungleichheit und Digitalisierung im Schwerpunkt

Foto: Felix Noak

Zum 1. Februar 2019 trat Dr. Philipp Staab die Professur Soziologie der Zukunft der Arbeit am Einstein Center Digital Future und der Humboldt-Universität an. Der Wissenschaftler studierte in Kassel und an der Universität Paris X, Nanterre, Soziologie, Politikwissenschaften und Psychologie. Nach seiner Promotion war er unter anderem am Hamburger Institut für Sozialforschung und am Institut für die Geschichte und Zukunft der Arbeit tätig, wobei seine Arbeitsschwerpunkte in den Themen Technikforschung, soziale Ungleichheit, Digitalisierung und soziale Sicherung lagen. Im Jahr 2018 absolvierte er einen Gastaufenthalt in der Forschungsgruppe „Globalisierung, Arbeit und Produktion“ am Wissenschaftszentrum für Sozialforschung Berlin  und vertrat die Professur „Technology Studies“ an der School of Humanities und Social Science an der Universität St. Gallen.

 

Numerisch Naturphänomene nachvollziehen

Foto: Privat

Auf die Juniorprofessur für Computational Mathematics am Institut für Mathematik wurde Dr. Fleurianne Bertrand zum 15. Oktober 2018 berufen. Im vergangenen Jahr war die Numerikerin, die auch Meteorologie studiert hat, in der Antarktis. Hier untersuchte die die physikalischen und mechanischen Eigenschaften des sogenannten Pfannkucheneises. Sich in ähnlicher Weise mit numerischen Verfahren auseinanderzusetzen, die in der Lage sind, die mechanischen Eigenschaften eines Untersuchungsgegenstandes zu klären, ist auch Ziel eines Projektes, das sie in Berlin bearbeiten wird.

 

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