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Humboldt-Universität zu Berlin

Zu Gast an der HU

Schwedischer Wissenschaftler übernimmt Fritz-Karsen-Chair

Foto: Universität Örebrö

Christian Lundahl, Professor an der schwedischen Universität Örebrö, übernimmt dieses Jahr den Fritz-Karsen-Chair der Professional School of Education. Er wird im Februar, Juni und September zu Gast sein und Forschungsprojekte in der Lehrer*innenbildung sowie der Erziehungswissenschaft begleiten und initiieren. Christian Lundahl forscht zu internationalen Vergleichsstudien im Bildungsbereich, zur Leistungsbeurteilung und zu Bildungsgeschichte. Er verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Aus- und Fortbildung von Lehrkräften sowie der Wissenschaftsvermittlung. In Schweden wird angestrebt, dass Schulen einen wissenschaftsbasierten Charakter haben. Vor diesem Hintergrund hat Lundahl in den letzten Jahren verschiedene Aktivitäten initiiert die Lehrkräften bildungswissenschaftliche Forschung zugänglich macht, wie beispielsweise MOOCs. Am Institut für Erziehungswissenschaft wird er zur forschungsbasierten Lehrer*innenbildung und -fortbildung sowie zu formativen Assessments und internationalen large-scale Leistungsvergleichsstudien einen öffentlichen Vortrag sowie Workshops für Wissenschaftler*innen und Studierende halten.

 

 

Im Fokus: Die Frage nach Sinn, Zweck und Legitimation von Strafe

Foto: privat

Prof. Dr. Matjaž Ambrož forscht seit Anfang Juni bis Ende August 2019 mit einem Humboldt-Stipendium für erfahrene Forscher am Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie und Rechtsvergleichung. Er ist Professor für Allgemeines Strafrecht an der Juristischen Fakultät der Universität Ljubljana in Slowenien. Ambroz beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Grundfragen und dem allgemeinem Teil des materiellen Strafrechts. In seinem Forschungsthema an der Humboldt-Universität geht es um Fragen von Sinn, Zweck und Legitimation der staatlichen Strafe. Dabei interessiert ihn vor allem die Rolle des Opfers im Rahmen der Straftheorien, insbesondere die Frage, ob das Opfer das Recht hat, dass der Täter bestraft wird. Ambroz wird voraussichtlich im Juni 2020 seinen Forschungsaufenthalt an der HU fortsetzen.

 

Fairness-Experte aus Bergen ist Einstein Visiting Fellow 

Foto: privat

Bertil Tungodden, Professor an der Norwegian School of Economics in Bergen, kommt zum April 2019 als Einstein Visiting Fellow der Einstein Stiftung Berlin an die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät. Er ist einer der angesehensten Forscher auf dem Gebiet der Verhaltens- und Entwicklungsökonomie und forscht intensiv zu Fairness und ihren Auswirkungen. Sein Ziel in Berlin ist, verschiedene Ansätze zu verknüpfen, um die Heterogenität verschiedener Fairnessstandards sowie anderer Ableitungen des Standardmodells zu untersuchen und deren Auswirkung zu erforschen. Während seiner regelmäßigen Besuche in Berlin wird Tungodden eng mit zwei Nachwuchswissenschaftlern sowie mit weiteren Berliner Wissenschaftlern zusammenarbeiten. Mit der Einbindung Tungoddens baut die Humboldt-Universität eine wichtige strategische Partnerschaft für weitere Forschungskooperationen in diesem Bereich zwischen Berlin und Bergen auf.

 

Evolutionsbiologe ist Einstein International Postdoctoral Fellow

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Das Forschungslabor für Morphologie und Formengeschichte unter der Leitung von John Nyakatura wird durch die Mitarbeit des Einstein International Postdoctoral Fellows Dr. Léo Botton-Divet gestärkt. Er hat in Paris am Muséum National d’Histoire Naturelle und am Centre national de la recherche scientifique in Funktionsmorphologie promoviert. Botton-Divets Schwerpunkte liegen in Léo Botton-Divets Schwerpunkte liegen in Zoologie, Anatomie und Evolutionsbiologie. In seinem aktuellen Projekt beschäftigt er sich mit der Evolution von Langknochen einer Gruppe von Neuweltaffen in Beziehung zu ihren Bewegungs- und Sprungverhalten. Als Teil des DFG-Exzellenzclusters „Bild Wissen Gestaltung“ schafft die wissenschaftliche Nachwuchsgruppe von John Nyakatura eine Brücke zwischen Biologie, Kunst- und Bildgeschichte.

 

 

Zusammenhänge von Ökonomie und Demokratie untersuchen

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Dr. Mikolaj Malinowski forscht für zwei Jahre mit einem Humboldt-Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung bei Prof. Dr. Nikolaus Wolf an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät. Die Frage, die der quantitative Wirtschaftshistoriker in Berlin untersuchen möchte, lautet: „Freedom and Order: Do strong governments support or hinder markets?” Ökonomische Freiheit und parlamentarische Demokratie zählen zu den Grundfesten westlicher Demokratien. In jüngerer Zeit haben einige Staaten ihre politischen Institutionen an das westliche Model angepasst, auch mit der Erwartung, dass dies zu wirtschaftlichem Wachstum und Wohlstand führen wird. Der Postdoc möchte herausfinden, warum nur einige parlamentarische Demokratien prosperieren und wird zum Vergleich wirtschaftlich erfolgreiche und weniger erfolgreiche parlamentarische Regime in Europa vor 1800 mit quantitativen Methoden untersuchen. Malinowski hat an der Universität Utrecht promoviert und war Postdoc an der Universität Lund. Er ist Mitbegründer von WEast, the Eastern European Economic History Initiative.

 

Führender theoretischer Hochenergieforscher am IRIS Adlershof

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Lance J. Dixon, Professor am SLAC National Accelerator Laboratory, Stanford University, USA, wurde mit dem renommierten Forschungspreis der Alexander von Humboldt-Stiftung ausgezeichnet. Dixon ist ein weltweit führender theoretischer Hochenergieforscher. Seine Arbeiten reichen von bahnbrechenden und mathematisch tiefen Beiträgen zur Stringtheorie über praktische Hochpräzisionsrechnungen zur Beschleunigerphysik der Quantenchromodynamik hin zu einem vertieften Verständnis von Streuamplituden in allgemeinen Quantenfeldtheorien. Er beschäftigte sich überaus erfolgreich mit hochkomplexen störungstheoretischen Fragen der Quantengravitation. Der Forschungspreis ermöglicht dem Wissenschaftler gemeinsam mit seinen Kollegen Matthias Staudacher, Dirk Kreimer und Jan Plefka vom IRIS Adlershof sowie von den Instituten für Physik und für Mathematik an der exakten nicht-perturbativen Lösung von Quantenfeldtheorien zu arbeiten, und tiefergehende Untersuchungen zur schwer zu fassenden Quantengravitation durchzuführen. Dixon wird bis März 2019 Gast am IRIS Adlershof sein.

 

 

Expertin für deutsch irische-Beziehungen 

Dr. Gisela Holfter
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Dr. Gisela Holfter, Mitbegründerin und Leiterin des Centre for Irish-German Studies an der Universität Limerick, ist während ihres Sabbaticals als Visiting Fellow am Centre for British Studies zu Gast. Die Germanistin arbeitet an verschiedenen Projekten, so an einer Monographie zur deutschen Migration nach Irland. Außerdem gibt sie mit anderen Forschenden drei Publikationen heraus: zu Beziehungen der DDR mit Irland, zu den Themen "Ireland in the European Eye" und „Wandern und Plaudern mit Fontane - Wanderungen durch die Mark Brandenburg mit Gegenwartsautoren“.

 

 

Probleme des Strafrechts ausloten

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Am Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, ausländisches Strafrecht und Strafrechtstheorie ist die brasilianische Forscherin Dr. Raquel Lima Scalcon zu Gast. Mit einem Humboldt-Forschungsstipendium wird sie bis Januar 2019 hier zum Personenbegriff im Strafgesetzbuch forschen. Scalcons Augenmerk liegt dabei insbesondere auf dem Begriff des Amtsträgers, der sich im brasilianischen wie im deutschen Strafgesetzbuch als problematisch erweist.

 

Rhetorische Täuschungsmanöver entlarven

Dr. Christos Kremmy
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Mit einem Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung ist zurzeit Dr. Christos Kremmy das zu Gast bei Prof. Dr. Markus Asper am Institut für Klassische Philologie. Hier forscht er schwerpunktmäßig zu Rhetorik im alten Griechenland, zu altgriechischer Geschichte, Rechtsgeschichte und Historiografie. Christos Kremmydas analysiert Erzählungen von antiken Gerichtsreden, um sprachlichen Strategien der Täuschung auf den Grund zu gehen und Möglichkeiten der zuverlässigen Detektion solcher Manöver auszuloten.

 

Schneller gedacht als gesagt

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Mit einem Humboldt-Forschungsstipendium für Postdoktoranden ist die japanische Forscherin Dr. Aine Ito am Institut für deutsche Sprache und Linguistik zu Gast. Die Psycholinguistin befasst sich mit Mechanismen der sprachlichen Vorhersage und wird für 18 Monate an der HU forschen. Hintergrund von Aine Itos Tätigkeit ist, dass Hörer bereits bevor ein Satz beendet ist mit einiger Wahrscheinlichkeit vorhersagen können, was ein Sprecher sagen wird. Die orthographische Verarbeitung von Sätzen beim Hören ist dabei spezielles Augenmerk Aine Itos. Quelle: Alexander von Humboldt-Stiftung

 

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