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Humboldt-Universität zu Berlin

Nachrufe

Prof. Dr. Josef Nietzsch

Am 21. November 2019 verstarb unser langjähriger Kollege, Prof. Josef Nietzsch, im Alter von 81 Jahren. Er begann seine Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Rechenzentrum der Humboldt-Universität zu Berlin 1964. 1968 wechselte er zur Sektion Mathematik, an den Bereich „Mathematische Kybernetik und Rechentechnik“. Nach der Promotion 1970 wurde er zum Dozenten berufen und verteidigte 1977 erfolgreich seine Promotion B zum Thema „Numerische Behandlung nichtlinearer Schwingungsprobleme“. 1983 wurde er zum a.o. Professor für Mathematik berufen.  Eines seiner Hauptanliegen war die Förderung des mathematischen Nachwuchses.

Für seine langjährige und erfolgreiche Tätigkeit, besonders als Leiter der Mathematischen Schülergesellschaft „Leonhard Euler“ von 1974 bis 2003, gebühren ihm Dank und Anerkennung.

Wir trauern mit und sind im Gedanken bei seinen Angehörigen. Wir verabschieden uns in Dankbarkeit und werden sein Andenken in Ehren bewahren.

Die Kolleginnen und Kollegen des Instituts für Mathematik

 

 

 

PD Dr. Werner Kleinert

Das Institut für Mathematik trauert um PD. Dr. rer. nat. Werner Kleinert, der am 25. Juli 2019 im Alter von 73 Jahren verstorben ist.

Werner Kleinert war von seinem Studium bis zu seinem Ruhestand „Humboldtianer“ und hat in all den Jahren zur erfolgreichen Entwicklung der Berliner Mathematik beigetragen. Besonders in Erinnerung bleiben seine exzellente Lehre und sein Engagement als langjähriger ERASMUS-Koordinator des Institutes.

Schwerpunktmäßig arbeitete er auf den Gebieten der Algebra und der Algebraischen Geometrie. Er promovierte 1971 und erhielt 1979 die Lehrbefugnis für das Lehrgebiet Algebra und Algebraische Geometrie. 1980 wurde er zum Ordentlichen Dozenten für Algebraische Geometrie an der Humboldt-Universität zu Berlin berufen.

Die Universität verliert mit ihm einen herausragenden und geschätzten Wissenschaftler. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Unser Mitgefühl gilt seinen Angehörigen.

 


 

 

Prof. Dr. Wolfgang Lockau

Am 14. Juli 2019 verstarb Prof. Dr. Wolfgang Lockau im Alter von 70 Jahren. Er hatte von 1994 bis 2014 die Professur für Biochemie der Pflanzen am Institut für Biologie inne.

Wolfgang Lockau hat bisher unbekannte Stoffwechselwege in Cyanobakterien entdeckt und die beteiligten Enzyme charakterisiert. Daneben hat er sich mit der Zelldifferenzierung und proteolytischen Vorgängen befasst und wesentlich zur Aufklärung der Biosynthese und des Abbaus von Reservespeicherstoffen beigetragen.

Neben der Grundlagenforschung gab er auch Anstoß zu verschiedenen angewandten Projekten in Kooperation mit der Industrie. Zudem hat er Brücken in die theoretische Biologie gebaut und förderte systembiologische Nachwuchsgruppen, die den cyanobakteriellen Stoffwechsel im Rechner nachbildeten und in seinem Labor gute Arbeitsbedingungen fanden.

Neben Forschung und Lehre brachte er sich beispielsweise als Studiendekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät I in die akademische Selbstverwaltung ein. Den Studierenden der Biologie-Studiengänge werden seine lebendigen Vorlesungen zu den Grundlagen der Biochemie in guter Erinnerung bleiben.

Das Institut für Biologie trauert um Prof. Dr. Wolfgang Lockau.