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▼ Zielgruppen ▼

Berliner Chancengleichheitsprogramm

FAQ

 

Welche Institutionen sind antrags- und förderberechtigt?

Gemäß Punkt 3 der BCP-Richtlinien sind nur die staatlichen Hochschulen des Landes Berlin, die beiden Hochschulen in kirchlicher Trägerschaft sowie die Charité – Universitätsmedizin Berlin antrags- und förderberechtigt. Die Förderung anderer Institutionen ist ausgeschlossen.

 

Kann ich mich als Einzelperson für Fördergelder bewerben?

Antragsberechtigt sind die staatlichen Hochschulen des Landes Berlin, die beiden Hochschulen in kirchlicher Trägerschaft sowie die Charité – Universitätsmedizin Berlin. Eine Antragstellung durch Einzelpersonen ist nicht möglich.

Für Informationen zu den zuständigen AnsprechpartnerInnen in Ihrem Institut und den aktuellen Ausschreibungen wenden Sie sich an die zentrale Frauen- oder Gleichstellungsbeauftragte Ihrer Hochschule.

 

Can I apply for funding?

Applications can only be sent in through the state-funded universities and "Kunst-" and "Fachhochschulen" in Berlin, the two church-sponsored polytechnics and the Charité. An application from an individual scientist is not possible.

Throughout the programme period there are several calls for proposals. For the internal application processes of the higher education institution participating in the programme, please contact the women's representatives of the respective institution.

 

Bis wann läuft die Frist zur Einreichung der Anträge?

Die aktuelle Frist zur Beantragung von Mitteln im vollfinanzierten Bereich ist der 10.06.2017. Die Anträge für die Laufzeit 2016-2020 müssen spätestens 23:59 Uhr bei der Geschäftsstelle in elektronischer Form (eine pdf-Datei!) eingegangen sein (bcprogramm[at]hu-berlin.de). Die von der Hochschulleitung und der zentralen Frauenbeauftragten unterzeichneten Original-Anträge (doppelseitig, geheftet und gelocht) können postalisch oder persönlich nachgereicht werden. Eingangsfrist ist der 14.06.2017, 12:00 Uhr mittags.

 

Welche Unterlagen sind einzureichen?

  • Ein von der Hochschulleitung und der zentralen Frauenbeauftragten unterzeichnetes Anschreiben mit Auflistung der eingereichten Anträge;
  • optional: eigene Gewichtung der Anträge durch die antragstellende Hochschule (nicht bindend für die Auswahlkommission);
  • das Gleichstellungskonzept der Hochschule (wenn nicht bereits eingereicht);
  • die Anträge müssen nach Förderlinien sortiert dargestellt werden.

 

Welche Empfehlungen gibt es zum Umfang der Anträge?

Bei den Förderschwerpunkten 2.1 und 2.3 sollte der Antrag eine Seite, bei den Förderschwerpunkten 2.4 und 2.5 maximal zwei Seiten umfassen. Bitte halten Sie sich unbedingt an die vorgegebene Seitenzahl.

Für die Anträge des Förderschwerpunktes 2.2 gibt es ein gesondertes Formblatt. Im Übrigen gelten die Regelungen des Projektträgers.

 

Wie werden fehlende Angaben behandelt?

Wenn Angaben in einem Antrag fehlen, kann die Auswahlkommission ggf. nicht abschließend entscheiden. Es besteht dann die Möglichkeit, dass die Auswahlkommission den Antrag an die Hochschule zur Überarbeitung zurückgibt oder mit Auflagen bewilligt.

 

Kann auch ein vorläufiges Gleichstellungskonzept eingereicht werden?

Sollte bis zur Antragsstellung noch kein oder kein aktuelles, von den zuständigen Gremien der Hochschule beschlossenes Gleichstellungskonzept vorliegen, wird die Einreichung des Entwurfes zur Fristwahrung akzeptiert. Das offizielle Gleichstellungskonzept mit einem Umfang von ca. fünf bis maximal 20 Seiten ist bis zum Förderbeginn nachzureichen.

 

Welche Anforderungen werden hinsichtlich der Einordnung der beantragten Maßnahmen in das Gleichstellungskonzept der Hochschule gestellt?

Die beantragten Maßnahmen müssen mit den qualitativen und quantitativen Zielen im Gleichstellungskonzept verschränkt sein. Eine explizite Benennung der beantragten Maßnahmen im Gleichstellungskonzept ist nicht erforderlich.

 

Wie viele Mittel stehen für die einzelnen Förderschwerpunkte im vollfinanzierten Bereich zur Verfügung?

Für den gesamten vollfinanzierten Bereich stehen pro Jahr ca. 1,5 Mio. Euro zur Verfügung. Eine Aufteilung dieser Haushaltsmittel auf einzelne Förderschwerpunkte wurde nicht vorgenommen, um die Flexibilität des Programms zu wahren. Über die einzelnen Anträge der Hochschulen wird in Konkurrenz zueinander entschieden.

 

Wie hoch war bisher die Bewilligungsrate im vollfinanzierten Bereich?

In der vergangenen Laufzeit lag die Bewilligungsquote im vollfinanzierten Bereich bei über 50 %, bei den vorgezogenen Nachfolgeberufungen bei 68 %. Vorrangig gefördert werden die Konzipierung und der Aufbau nachhaltiger, strukturell wirkender Maßnahmen. Das schließt personelle Maßnahmen, wie z.B. vorgezogene Nachfolgeberufungen, ausdrücklich ein.

 

Kann die Hochschule die Anträge gewichten und ist die Auswahlkommission daran gebunden?

Es steht der Hochschule frei, ein Ranking zu erstellen. Die Auswahlkommission wird die Gewichtung in ihre Entscheidung einfließen lassen, ist aber daran nicht gebunden.

 

Was geschieht mit Anträgen im vollfinanzierten Bereich, die die Auswahlkommission als grundsätzlich förderungswürdig eingestuft hat, für deren Bewilligung aber vorerst keine Haushaltsmittel vorhanden sind?

Die Auswahlkommission entscheidet zunächst über die Förderwürdigkeit eines Antrags. Sollten im Rahmen der ersten Antragsfrist (15.12.2015) nicht genügend Mittel vorhanden sein, um alle förderungswürdigen Maßnahmen zu bewilligen, können diese Anträge zu einem späteren Zeitpunkt erneut eingereicht werden. Zum 10.06. eines jeden Jahres existiert die Möglichkeit, dass die Hochschulen um nicht verausgabte Mittel konkurrieren. Eine so genannte Nachrückliste wird nicht erstellt.

 

Werden für die zusätzlichen Ausschreibungen zum 10.6. eines jeden Jahres Mittel zurückgehalten?

Nein. Die Erfahrungen vergangener Programmlaufzeiten haben jedoch gezeigt, dass durch Verzögerungen bei Besetzungsverfahren Haushaltsmittel nicht wie beantragt abgerufen werden konnten. Es empfiehlt sich, entsprechende Informationen rechtzeitig bei der Geschäftsstelle zu erfragen.

 

Ist es möglich Maßnahmen zu beantragen, deren Ausgaben höher sind, als die Pauschalen für Professuren im vollfinanzierten Bereich vorsehen?

Den Hochschulen steht es frei, bei einem besonderen Gewinnungsinteresse in Berufungsverfahren höher zu verhandeln als es die Programmpauschale vorsieht. Die zusätzlichen Mittel müssen von der Hochschule selbst getragen werden. Ein Ausgleich höherer Ausgaben durch Einsparungen bei anderen bewilligten Maßnahmen des vollfinanzierten Bereiches ist in diesen Fällen unzulässig.

 

Bei den Förderschwerpunkten 2.1 und 2.3 kann für die zu berufende Professorin eine personelle Ausstattung beantragt werden. Sind dabei auch Verträge mit Männern zulässig?

Ja. Stellen für wissenschaftlich oder künstlerisch Mitarbeitende und studentische Hilfskräfte sowie Honorar- und Werkverträge können an Männer vergeben werden. Für die ordnungsgemäße Durchführung der Besetzungsverfahren und den Abschluss der Verträge ist die Hochschule verantwortlich.

 

Welche Maßnahmen und Fördermittel können im Förderschwerpunkt 2.4 „Hochschulübergreifende innovative Projekte“ beantragt werden?

Eine Voraussetzung der Förderung stellt die Beteiligung von mindestens zwei Hochschulen unterschiedlichen Hochschultyps des Landes Berlin dar. Die beiden antragsberechtigten konfessionellen Hochschulen werden hierbei als Fachhochschulen gewertet. Die Einbeziehung weiterer Hochschulen oder außerhochschulischer Einrichtungen in Wirtschaft und Forschung ist abhängig vom Konzept der Maßnahme möglich. Es können Stellen zur Koordinierung von Projekten sowie Qualifikationsstellen beantragt werden. Die Bewilligung von Sachmitteln ist nicht vorgesehen.

 

Ist es gestattet, die „Hochschulübergreifenden innovativen Projekte“ durch Mittel des kofinanzierten Bereiches aufzustocken?

Die Mischfinanzierung einer beantragten Maßnahme ist nicht möglich. Allerdings können zusätzliche Stellen aus dem kofinanzierten Bereich einer hochschulübergreifenden Maßnahme assoziiert werden, wenn die Konzeption der Maßnahme dies zulässt. Die Antragstellung erfolgt jedoch getrennt in den jeweiligen Förderlinien.

 

Gibt es Vorgaben für die Gegenfinanzierung im kofinanzierten Bereich?

Die Auswahlkommission legt höchsten Wert darauf, dass Maßnahmen im quotierten (kofinanzierten) Bereich des BCP nicht mit Mitteln aus anderen Frauenförderprogrammen gegenfinanziert werden.

 

Was heißt „deutliche Unterrepräsentanz“?

Auf die Definition „deutliche Unterrepräsentanz“ wurde in den Richtlinien bewusst in fast allen Förderlinien verzichtet. Durch die offene Formulierung bei den vorgezogenen Nachfolgeberufungen und künstlerischen Professuren bietet das Programm flexible Fördermöglichkeiten, die der Spezifik von Denominationen gerecht werden. Es liegt in der Verantwortung der Hochschulen, überzeugende Argumente zur Förderwürdigkeit der Professur darzulegen.

 

Sollen die Hochschulen Namen von potentiellen Bewerberinnen nennen?

Nein. Das BCP bewilligt Stellen, stellt aber keine personenbezogenen Bewilligungen aus. Daher ist auf die Nennung von Namen im Antrag zu verzichten. Ein allgemeiner Kommentar zum Bewerberinnenfeld ist möglich. Die Durchführung ordnungsgemäßer, an der Bestenauslese orientierter Stellenbesetzungsverfahren obliegt der beantragenden Hochschule.

 

Ist die Aufzählung bei den Qualifikationsstellen im kofinanzierten Bereich als abschließend oder beispielhaft zu verstehen?

Promotionsförderung ist zukünftig ausschließlich über Qualifikationsstellen und nur für Absolventinnen von Fachhochschulen und Kunsthochschulen (ohne Promotionsrecht) möglich. Stellen können aber an einer Universität angesiedelt sein.

Die Einrichtung von Postdoc-Stellen steht allen Hochschulen offen. Diese Stellen dienen auch der Stabilisierung der wissenschaftlichen Karriere von Frauen.

Damit wird in der neuen Programmlaufzeit zwischen Qualifikations- und Koordinationsstellen unterschieden. Letztere können wie bisher für innovative Projekte beantragt werden.

 

Welche Anforderungen existieren für Vertragslaufzeiten von Qualifikationsstellen?

Neben gesetzlichen Regelungen des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes oder des Teilzeit- und Befristungsgesetzes gelten die in den Hochschulverträgen und dem Vertrag mit der Charité 2014 bis 2017 vereinbarten Vorgaben zu den Beschäftigungszeiten des Wissenschaftlichen Nachwuchses. Diese vertraglichen Vereinbarungen sollen sinngemäß auch für die konfessionellen Hochschulen Anwendung finden.

Die Hochschulen sind aufgefordert, Arbeitsverträge für die Dauer der jeweiligen Projektlaufzeit abzuschließen. Hiervon abweichende Vertragslaufzeiten sind besonders zu begründen.

 

Ist es möglich, für den Förderschwerpunkt 2.5 im ersten Jahr mehr Geld einzukalkulieren (und auszugeben) und dafür in den darauf folgenden Jahren weniger?

Nein. Im Bereich der hochschulspezifischen Maßnahmen wurde für jede Hochschule eine maximale jährliche Antragssumme errechnet (s. Anlage zu den Richtlinien). Im ersten Jahr der Förderung darf dieser Quotenrahmen nicht überschritten werden.

Sofern der Quotenrahmen in einem Förderjahr nicht ausgeschöpft wird, können die Mittel jedoch als Ausgabe der Folgejahre kalkuliert werden.

Das gilt auch, sofern sich die tatsächlichen Ausgaben einer Maßnahme während der Förderung reduzieren. Die dadurch eingesparten Mittel stehen den Hochschulen in den Folgejahren für die Aufstockung bereits bewilligter oder für neue Maßnahmen zusätzlich zur Verfügung. Hierzu ist ein Antrag unter Angabe des geplanten Verwendungszwecks erforderlich, der der Geschäftsstelle spätestens zum 1. März des Folgejahres vorliegen muss.

 

Gibt es eine Höchst- oder Mindestlaufzeit bei Gastprofessuren?

Gastprofessuren mit einer Dauer von unter einem Semester werden nicht bewilligt. Die Förderung ist durch die Programmlaufzeit begrenzt (31.12.2020), wobei es den Hochschulen freisteht, die Maßnahmen beispielsweise bis zum Ende des Wintersemesters auszufinanzieren.

Nachhaltig wirkende Maßnahmen werden bevorzugt behandelt, der Einsatz von Kurzzeitverträgen muss gesondert begründet und dem Ziel der Maßnahme angemessen sein.

 

Wann erhalten die Hochschulen davon Kenntnis, ob ihre Anträge erfolgreich waren?

Die Hochschulen werden innerhalb von 14 Tagen nach der Sitzung der Auswahlkommission über die Ergebnisse bzw. Auflagen informiert. Die Bewilligungsbescheide gehen den Hochschulen rechtzeitig vor Start der Maßnahme zu.

 

Wann beginnt die Förderung der Maßnahmen?

Die Förderung erfolgt frühestens ab 01.02.2016, eine rückwirkende Bewilligung von Mitteln ist nicht möglich.

 

Bescheide

Zu Anfang der Programmlaufzeit wird ein Bescheid erstellt, der die Bewilligungen für alle fünf Jahre (2016-2020) abbildet. Nach Veränderungen werden Änderungsbescheide erstellt. Wenn sich die Bewilligungssumme nicht ändert, ergeht kein neuer Bescheid.

 

Können sich die Hochschulen bei der Antragstellung beraten lassen?

Die Geschäftsstelle des BCP, Anja Hein, ist unter der Telefonnummer 2093-2127 erreichbar. Für persönliche Beratungen ist eine vorherige Terminabsprache erforderlich. Es ist auch möglich, die Anträge mit genügend zeitlichem Vorlauf der Geschäftsstelle zu einer unverbindlichen Vorabprüfung zuzusenden. Dieses Angebot beschränkt sich auf die Überprüfung formeller Anforderungen an die Antragstellung inkl. der Vollständigkeit der Unterlagen.