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HUmanitiesLab

BBAW

Das Schülerlabor Geisteswissenschaften der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

Schülerlabore waren lange ausschließlich aus den MINT-Fächern, den Natur- und den Technikwissenschaften, bekannt. In den Geisteswissenschaften fehlte dagegen ein Angebot, das interessierten Schülerinnen und Schülern bzw. angehenden Studenten einen Einblick in Themen und Methoden der Fächergruppe, aber auch in den mit bestimmten Studienabschlüssen verbundenen beruflichen Alltag erlaubte. Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften hat daher 2007 das bundesweit erste Schülerlabor Geisteswissenschaften ins Leben gerufen.

Das Format gibt jungen Menschen die Gelegenheit, die Welt der modernen Kultur-, Sprach- und Sozialwissenschaften zu erkunden, und zwar – die Bezeichnung „Labor“ verweist bereits darauf – auf dem Weg der Praxis, durch eigenes Forschen und Ausprobieren. Zielgruppe sind besonders Leistungskurse der betreffenden Unterrichtsfächer an Gymnasien, Gesamtschulen und Integrierten Sekundarschulen in Berlin und Brandenburg.

Für einen Vormittag kommen die Jugendlichen ins Hauptgebäude der Akademie am Berliner Gendarmenmarkt, wo ihnen Sammlungen, Archive und Spezialbibliotheken zur Verfügung stehen, und lernen die Arbeit eines Historikers oder eines Theologen, einer Islamwissenschaftlerin oder einer Juristin kennen. Begleitet und unterstützt werden sie dabei von aktiven Forscherinnen und Forschern. Dies stellt nicht nur die Wahrung fachlicher Standards sicher, sondern eröffnet auch die Chance für persönliche Kontakte, die für die Entwicklung wissenschaftlichen Interesses oft von ausschlaggebender Bedeutung sind. Die Teilnehmer bearbeiten stets „echte“, ergebnisoffene Probleme, häufig mit aktuellem Bezug zu den Tätigkeitsschwerpunkten der betreuenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Das Angebot des Schülerlabors Geisteswissenschaften versteht sich als Komplement zum schulischen Unterricht. Es nimmt wo möglich auf die Rahmenlehrpläne Bezug, ohne diese jedoch vollständig abzubilden. Ziel ist es, Schülerinnen und Schülern beim Übergang zur Universität Orientierung und Entscheidungshilfe zu bieten: für oder gegen ein geisteswissenschaftliches Studium. Damit der Besuch des Schülerlabors keine einmalige Attraktion bleibt, sondern nachhaltig in den schulischen Alltag wirken kann, führt die Akademie in Zusammenarbeit mit dem Landesinstitut für Schule und Medien (LISUM) Berlin-Brandenburg Fortbildungen für Lehrkräfte durch. Sie stellen das Schülerlabor Geisteswissenschaften als außerschulischen Lernort vor und informieren über spezifische Inhalte einzelner Veranstaltungsreihen.

Pro Jahr werden in der Regel zwei neue Veranstaltungsreihen realisiert, eine im Frühjahr und eine im Herbst. Die Workshops knüpfen meist an Vorhaben der Akademie an und finden in Zusammenarbeit mit ihnen statt. Darüber hinaus entwickelt das Schülerlabor-Team Begleitprogramme zu größeren Ausstellungsprojekten wie der Ausstellung „WeltWissen“ 2010 im Martin-Gropius-Bau und kooperiert für Schüler-Projekte mit externen Partnern wie der Staatsbibliothek zu Berlin-Preußischer Kulturbesitz und dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung. Im Wintersemester 2015/2016 bietet das Schülerlabor Geisteswissenschaften erstmals eine Veranstaltungsreihe im Rahmen des „HUmanities Lab“ der Humboldt Universität zu Berlin an.

 

Weitere Informationen: www.bbaw.de/AuS/Schuelerlabor

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