Direkt zum InhaltDirekt zur SucheDirekt zur Navigation
▼ Zielgruppen ▼

HUmanitiesLab

Gerechter Krieg

Bellum iustum

 

Das Modul „Bellum iustum“ wird im Rahmen des geisteswissenschaftlichen Schülerlabors HUmanitiesLab für Schulklassen angeboten und wurde zu diesem Zweck von Studierenden der Humboldt-Universität zu Berlin konzipiert. Ziel dieses Schülerlabors ist eine genaue und vor allem kritische Auseinandersetzung mit dem paradoxen Zusammenspiel der Wörter bellum (Krieg) und iustum (gerecht, gerechtfertigt, legal, legitimiert) durch eine kulturhistorische Betrachtung.

Innerhalb dieses Moduls beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler eines Philosophie-, Latein- sowie Politikkurses zu Beginn mit einem spannenden, aber fiktiven Gedankenexperiment, das aktuellen Kriegssituationen nachempfunden ist.

In thematischen Einzelgruppen erarbeiten sie aus ausgewählten Texten (Cicero, Thomas von Aquin, Beitrag zur UN-Charta) und nach ihrer fachspezifischen Erarbeitungsweise eine Begriffsklärung für iustum, indem sie ihren Blick auf die Kriterien eines bellum iustum fokussieren.

Diese ermittelten Kriterien werden anschließend im Beisein aller Kurse anhand eines Zeitstrahls visualisiert und von den jeweiligen Schülerinnen und Schülern präsentiert. An dieser Stelle bietet sich ein erster Austausch über eine mögliche Übersetzung des Begriffs iustum an, dessen Klärung durch eine Podiumsdiskussion zum Gedankenexperiment vertieft werden soll.

Bei dieser Podiumsdiskussion debattieren ausgewählte Schülerinnen und Schüler als Ciceronianer, Thomisten sowie UN-Vertreter über eine Lösung des Gedankenexperiments, während das Publikum und die Journalisten die Diskussion aufmerksam verfolgen und sich mit kritischen Bemerkungen und Fragen an die Diskussionsteilnehmer wenden.

Als Abschluss dieses Moduls wird rückblickend erneut die Frage nach einer möglichen Übersetzung von iustum gestellt, über die es zu diskutieren gilt.

 

Zielgruppe: 11.-12. Klasse

Kurse: Philosophie, Latein, Politik

Dauer: ca. 4 Stunden