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Professional School of Education (PSE)

Promotionsskizzen

Didaktik der alten Sprachen

Monitoring und Sprachbildung im Lateinunterricht (MuSiL)

Im Zentrum des Promotionsvorhabens steht die theoretische Modellierung eines didaktischen Konzepts, das Sprachbildung für alle Schülerinnen und Schüler zum Herzstück eines modernen, auf eine sprachlich heterogene Schülerklientel eingestellten Lateinunterrichts macht.

Vor dem Hintergrund der sog. Monitor-Hypothese sollen bei der Entwicklung des Konzepts folgende Begriffe von zentraler Bedeutung sein, die essentielle Arbeitsfelder des Lateinunterrichts berühren und für die Implementierung sprachbildender Aspekte ideale Anknüpfungspunkte bieten: Sprachproduktion und Sprachvergleich.

Die gründliche wissenschaftliche Aufbereitung dafür relevanter Aspekte aus Spracherwerbsforschung, moderner Fremdsprachendidaktik und Deutsch als Zweitsprache sowie die Weiterentwicklung der Erkenntnisse aus dem Pons Latinus-Projekt sollen dafür als Grundlage dienen.

Auf dieser Basis werden Materialien für die Anwendung in Schule und universitärer Lehre entwickelt, deren Wirksamkeit ggf. an geeigneter Stelle empirisch erprobt werden soll; dafür können sowohl bestehende Schulkooperationen genutzt als auch die Zusammenarbeit mit dem Arbeitsbereich Deutsch als Zweitsprache vertieft werden.

Hochschullehrer: Prof. Dr. Stefan Kipf
Promovendin: Ann Catherine Liebsch


Fachdidaktik Englisch

Potenzial von dramapädagogischen Methoden für einen inklusiven Englischunterricht

In Anlehnung an wissenschaftliche Erkenntnisse zum Einsatz von dramapädagogischen Methoden für einen individualisierten, handlungsorientierten sowie ganzheitlichen Unterricht (z.B. Spolin 1986, Hallet/ Surkamp 2015) beruht das Projekt auf der Grundannahme, dass ein dramapädagogisch inspirierter Fremdsprachenunterricht (FSU) durch innovative Zugänge und erweiterte Formen der Partizipation seine Schüler_innen, insbesondere auch diejenigen, die in ihrer Artikulationsfähigkeit und ihren Sinneswahrnehmungen (schwer) beeinträchtigt sind oder die migrationsbedingte Sprachschwierigkeiten haben, zu einer stärkeren Teilhabe am Diskurs im FSU befähigt.

Das Forschungsprojekt zielt darauf, das Potenzial von dramapädagogischen Methoden für den FSU beispielhaft am inklusiven Englischunterricht in der Primar- und Sekundarstufe zu untersuchen. Im Vordergrund steht die Analyse von Partizipationsgelegenheiten und -strukturen für Lernende. Zu diesem Zweck werden die folgenden Arbeitsschritte durchlaufen:

Zentrale Arbeitsschritte 1 2 3 4 5 6 7
Entwicklung des hochschuldidaktischen Seminars              
Durchführung des Seminars (M.Ed., Modul 6)              
Implementierung und Datenerhebung              
Analyse und Evaluation der Daten              

In Zusammenarbeit mit der Rehabilitations- und Grundschulpädagogik sowie den Kooperationsschulen wird im ersten Semester der Projektlaufzeit (01/2016 – 06/2019) ein hochschuldidaktisches Seminarkonzept für einen dramapädagogisch ausgerichteten inklusiven Englischunterricht entwickelt. Das hochschuldidaktische Seminar ist in Modul 6 (Aufbaumodul Fachdidaktik) des M.Ed. Englisch verankert und wird im WS 2016/17 erstmals angeboten.

Im ersten Durchgang soll es auch von Lehrenden der Kooperationsschulen besucht werden und ihnen als Fortbildungsmaßnahme in dramapädagogischer Didaktik und Methodik des Fremdsprachenunterrichts dienen. In den darauffolgenden Durchgängen soll es den Studierenden – im Sinne des forschenden Lernens – Einblicke in den jeweiligen Stand des parallel ablaufenden Lehrforschungsprojekts sowie Mitarbeit an Teilaspekten des Projekts ermöglichen.

Im dritten Projektsemester beginnt die Implementierung der im Seminar erarbeiteten Methoden durch die Lehrkräfte an den Kooperationsschulen. Sie wird von der/dem Projektbearbeiter_in ggf. unter Beteiligung von Studierenden wissenschaftlich begleitet. Geplant ist dabei ein Forschungsdesign, das rekonstruktive und hypothesenprüfende Verfahren (z.B. Unterrichtsbeobachtungen, Befragungen und Lernstanderhebungen/ Kompetenzmessungen in Form von Prä- und Posttests) kombiniert.

Ab dem fünften Semester erfolgen die Analyse und Evaluation der Daten, die Verschriftlichung der Projektergebnisse sowie ggf. die Auswertung der Ergebnisse für eine Folgestudie z.B. im Rahmen eines Folgeantrags.

Hochschullehrer: Prof. Dr. Stephan Breidbach
Promovendin: Janna Buck


Fachdaktik Geschichte

Inklusiver Fachunterricht und gemeinsames historisches Lernen durch adaptive Lernmedien

Der Promovend entwickelt in Kooperation mit dem Arbeitsbereich Didaktik der Informatik ein adaptives Lernmedium zur Berliner Stadtgeschichte. Bestandteile des Projektes sind die didaktisch begründete inhaltliche Entwicklung, die Begleitung der technischen Umsetzung und die Erarbeitung eines Curriculums für das inklusive historische Lernen mit dem neu erarbeiteten Medium.

Im Vorfeld müssen der wissenschaftliche Diskussionsstand einschließlich der Rezeptionsforschung umfassend aufgearbeitet sowie eine Evaluation bisheriger Lernmedien für inklusives historisches Lernen vorgenommen werden, um Desiderate gezielt bearbeiten zu können. Das Lernmedium, eine App, muss im Entstehungs- und Implementierungsprozess evaluiert und als Lehr- und Lernformat im Rahmen des erwähnten fachdidaktischen Curriculums auf inklusives historisches Lernen systematisch bezogen werden. Hierbei soll von bestehenden Kooperationen mit Rehabilitationspädagogen der Humboldt-Universität und Partnerschulen Gebrauch gemacht werden.

Hochschullehrer: Prof. Dr. Thomas Sandkühler
Promovend: Fabian Eckert


Fachdaktik Informatik

Adaptive Lernmedien für selbstgesteuertes und gemeinsames Lernen in heterogenen Lerngruppen

Sowohl Phasen der individuellen Schüleraktivität als auch Gruppenarbeitsphasen sind zentrale Gestaltungselemente von Unterricht – beide sind auch grundsätzlich gut zur Differenzierung und damit für den Umgang mit Heterogenität geeignet. In diesen schülerzentrierten Ansätzen sind die verwendeten Lernmaterialien insbesondere hinsichtlich der Unterstützung von heterogenen Lernergruppen wichtig – sie sollten für jed_e Lerner_in „passen“.

Digitale Lernmaterialien bieten prinzipiell diese Möglichkeit der Anpassung auf spezielle Lerner_innen, etwa hinsichtlich der Darbietungsform von Inhalten (z.B. Audio vs. Bild vs. Text), der Komplexität der Darstellung (z.B. leichte Sprache) und den Eingabemöglichkeiten (z.B. bei körperlichen Behinderungen).

Der Ansatz dieses Projektes zielt genau darauf ab: es soll ein interdisziplinäres didaktisches Modell und eine korrespondierende technische Lösung zur Unterstützung selbstgesteuerter und kollaborativer Lernprozesse unter Nutzung adaptiver Lernmedien in heterogenen Lerngruppen entwickelt und exemplarisch für das Fach Informatik erprobt werden.

Als erster Schritt wird dabei individuelle Schüler_innenaktivität betrachtet. Hier existieren zwar einige technische Standards zur Barrierefreiheit von Informationsangeboten, jedoch berücksichtigen diese die speziellen Anforderungen von Szenarien selbstgesteuerten Lernens nicht. Gerade selbstgesteuertes Lernen benötigt z.B. individualisiertes Feedback – dies ist in den existierenden allgemeinen Standards nicht berücksichtigt.

Ein zweiter Schwerpunkt im Projekt wird die nachgelagerte Betrachtung von kollaborativen Lernarrangements in inklusiven Lernräumen sein. Dieser Bereich ist bislang kaum erforscht. Zwar gibt es im Forschungsfeld des Computer Supported Collaborative Learning zahlreiche Erkenntnisse zu Klassenraumeinsätzen digitaler Lern- und Kommunikationsmedien, heterogene Lerngruppen und insbesondere Inklusionsaspekte wurden dabei allerdings kaum berücksichtigt.

Hochschullehrer: Prof. Dr. Niels Pinkwart
Promovendin: Yasmin Patzer