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Engagiert fördern

Humboldt Labor im Humboldt Forum

 

 

In der historischen Mitte Berlins entsteht unter dem Namen Humboldt-Forum ein einzigartiges Zentrum für Kunst, Kultur, Wissenschaft und Bildung mit internationaler Ausstrahlung. Im wiedererrichteten Berliner Schloss werden sich in naher Zukunft Museen, Universität und verschiedene Veranstaltungsbereiche zu einem Treffpunkt von Menschen aus aller Welt verbinden – unabhängig von Herkunft, Alter, Ausbildung, Interessen, Vorwissen oder Vorlieben. Im Humboldt-Forum werden neue Formen des Zusammenwirkens erprobt, eine Vielfalt kultureller und gesellschaftlicher Ausdrucksformen erlebbar, und wissenschaftliche mit künstlerischen Arbeitsweisen verbunden. Geschichte wird in der Gegenwart lebendig.

Die Humboldt-Universität zu Berlin wird im Humboldt-Forum dem Thema Wissenschaft eine Bühne geben und sie als zentralen Bestandteil unserer Kultur für ein breites Publikum begreifbar machen. Im Humboldt Lab werden auf 1000 Quadratmetern wechselnde Ausstellungen und Veranstaltungen auf anschauliche und lebendige Weise vermitteln, welche Rolle Wissenschaft im Alltag eines jeden spielt. Dabei geht es vor allem um wissenschaftliche Vorgehens- und Erkenntnisweisen, also um die methodische Dimension der Entstehung neuen Wissens. Umgekehrt will die Universität zeigen, wie in den unterschiedlichen Fachdisziplinen, sei es im Labor, auf Reisen oder in Archiven, wissenschaftlich gearbeitet wird und mit welchen Fragen sich Forscherinnen und Forscher rund um den Globus im Dialog miteinander befassen. Nicht eine Leistungsschau wissenschaftlicher Erfolge steht im Vordergrund, sondern das Sichtbarmachen von Erkenntnisprozessen in der Geschichte und Gegenwart wissenschaftlicher Praxis, zu der auch Kontroversen, Spekulationen, Irrtümer und Grenzen gehören. Für diese kreativen Gestaltungsprozesse sollen, auch unter Einbezug von Objekten aus den Sammlungen der Universität, experimentelle Formen der Ausstellungspräsentation entwickelt werden.

Im Frühjahr 2015 wurde Horst Bredekamp neben dem britischen Museumsdirektor Neil MacGregor und dem Archäologen Hermann Parzinger in die Gründungsintendanz des künftigen Humboldt Forums in den Mauern des wiederaufgebauten Berliner Stadtschlosses berufen.

 

In dieser Kooperation von Wissenschaft und Museen wird die alte Idee einer „Freistätte für Kunst und Wissenschaft“ wiederholt, mit der die Brüder Humboldt schon im 19. Jahrhundert Museum und Universität zu verbinden suchten. Kultur-, Forschungs- und Bildungseinrichtungen der Stadt werden ihre Kräfte bündeln, um einen Ort der Information, der Begegnung und des Vergnügens zu schaffen.

 

In vier unterschiedlichen Formen bringt sich die Humboldt- Universität in die Gestaltung des Humboldt-Forums ein.

1. Auf 1.000 m² Fläche wechselnde Ausstellungen und Veranstaltungen

2. Wissenschaftsvermittlung und -kommunikation

3. Kooperationen mit den Museen

4. Bespielung der Agora

 

Die Humboldt-Universität

• vermittelt Wissenschaft als kulturelle Praxis des Wagemutes und der Präzision,

• stellt gesellschaftsrelevante Wissenschaftsthemen zur Diskussion,

• macht Disziplinen und Methoden als bewusste Sichtbegrenzungen begreifbar,

• erprobt und entwickelt neue Formen der Wissenschaftskommunikation,

• und exponiert die Bedeutung von Forschung, Wissenschaft

und Universität für die Gesellschaft insgesamt.