Humboldt-Universität zu Berlin

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Beteiligungen der Humboldt-Universität an laufenden Graduiertenkollegs

GRK 1913: Kulturelle und technische Werte historischer Bauten

Das Forschungsprogramm des Graduiertenkollegs bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Kunst, Technik und Gesellschaft. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Cottbus wollen Bauwerke und ihren Entstehungs- und Veränderungsprozess von der Antike bis zum 20. Jahrhundert in Europa, aber auch im Nahen und Fernen Osten untersuchen. Historische Bauten werden dabei als Bestandteile kultureller Wertesysteme und Erinnerungsorte für eine baukünstlerisch-technische Leistung verstanden. Im Einzelnen befasst sich das Kolleg dabei mit solch unterschiedlichen Aspekten wie der Genealogie unterschiedlicher Konstruktionskulturen, der Großbaustelle als kulturgeschichtlichem Phänomen oder den Instrumentarien des Bauwesens.

Sprecherhochschule:
Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg

Sprecher/in:
Prof. Dr.-Ing. Klaus Rheidt

Beteiligte Fakultät/Beteiligtes Institut der Humboldt-Universität zu Berlin:
Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Institut für Archäologie

Laufzeit: 04/14 - 03/23

Homepage: https://www.b-tu.de/dfg-graduiertenkolleg-1913/
 

GRK 2046: Parasite Infections: From Experimental Models To Natural Systems

Ausgangspunkt des Graduiertenkollegs ist die weltweite Verbreitung von Parasiteninfektionen bei Mensch und Tier und deren Zunahme durch Medikamentenresistenzen und infolge der globalen Erderwärmung und steigender Fernreiseaktivitäten. Es soll daher innovative und topaktuelle parasitologische Themen mit einem integrierten Lehrprogramm verbinden. In einem interdisziplinären Ansatz sollen Graduierte in molekularen Ansätzen, über zelluläre Interaktionen, bis hin zu organismischen Studien anhand von Parasiteninfektionen in Modellorganismen, in Wildtierpopulationen und des Menschen ausgebildet werden. Die Projekte spiegeln die attraktive Diversität des Faches wieder, fokussieren jedoch auf 4 Parasitengruppen (Plasmodium, Toxoplasma, Giardia und Helminthen) um Kohärenz zu erzeugen.

Sprecherhochschule:
Freie Universität Berlin

Sprecher/in:
Prof. Dr. Susanne Hartmann

Beteiligte Fakultät/Beteiligtes Institut der Humboldt-Universität zu Berlin:
Lebenswissenschaftliche Fakultät, Institut für Biologie

Laufzeit: 04/15 - 03/24

Homepage: http://www.vetmed.fu-berlin.de/einrichtungen/institute/we06/grk2046/index.html

 

GRK 2130: Minor Cosmopolitanisms

Die westliche Postkolonialismusforschung befasste sich in den kulturwissenschaftlichen Disziplinen bislang primär mit anglophonen Printmedien, die häufig an Institutionen Nordamerikas, Großbritanniens und Australiens entstanden sind. Das Graduiertenkolleg „Minor Cosmopolitanisms“ will die Forschung auf bislang vernachlässigte Bereiche postkolonialer Praktiken ausdehnen und dabei nicht nur die Printmedien untersuchen. Stattdessen soll erforscht werden, wie in Literatur, in anderen Medien und in Alltagspraxen „minor cosmopolitanisms“, also neue Formen von Kosmopolitismus jenseits seines eurozentrischen Erbes, ausgehandelt wurden. Die Promovierenden werden dazu nicht nur am Standort Potsdam arbeiten, sondern bewegen sich in einem engen Kooperationsnetzwerk von acht Partnereinrichtungen in den USA, Kanada, Südafrika, Indien und Australien.

Sprecherhochschule:
Universität Potsdam

Sprecher/in:
Prof. Dr. Lars Eckstein und Prof. Dr. Dirk Wiemann

Beteiligte Fakultät/Beteiligtes Institut der Humboldt-Universität zu Berlin:
Philosophische Fakultät, Institut für Europäische Ethnologie

Laufzeit: 10/16 - 09/25

Homepage: http://www.uni-potsdam.de/minorcosmopolitanisms/

 

GRK 2248: Global Intellectual History - Transfers, Ideenzirkulation, Akteure (18. - 20. Jahrhundert)

Das Graduiertenkolleg „Global Intellectual History – Transfers, Ideenzirkulation, Akteure (18.– 20. Jahrhundert)“ fragt nach den intellektuellen Reaktionen auf Verflechtungsprozesse, der Entstehung grenzüberschreitender Ansprüche und der Universalisierung von Ideen,  aber auch nach Gegenbewegungen. In diesem Zusammenhang findet insbesondere die Rolle nicht westlicher Akteure Beachtung. Nicht zuletzt will das Kolleg zur Methodendiskussion des in der Globalgeschichte noch jüngeren Ansatzes der Global Intellectual History beitragen.

Sprecherhochschule:
Freie Universität Berlin gemeinsam mit Humboldt-Universität zu Berlin

Sprecher/in:
Prof. Sebastian Conrad

Beteiligte Fakultät/Beteiligtes Institut der Humboldt-Universität zu Berlin:
Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Institut für Asien- und Afrikawissenschaften

Laufzeit: 04/17 - 03/26

Homepage: http://www.global-history.de/gih/index.html

 

GRK 2340: Computational Cognition

Das Graduiertenkolleg in Computational Cognition strebt die Reintegration von Kognitionswissenschaft und künstlicher Intelligenz an. Die Integration von Ideen aus der Kognitionswissenschaft und der KI wird es ermöglichen, die Trennung in Low- und High-Level-Kognition zu überwinden. Zweitens kann menschliche Intelligenz stark strukturierte, aber unvollständige Informationen nutzen. Die zugrunde liegenden Repräsentationen und Prozesse müssen also in der Lage sein, neue Konzepte zu generieren und Unsicherheiten in den Daten zu berücksichtigen. Entsprechend dieser Sichtweise wurden Analogien, Sprache, pragmatische Schlussfolgerungen und Konzeptbildung als Schlüssel für die menschliche Intelligenz vorgeschlagen.

Sprecherhochschule:
Universität Osnabrück

Sprecher/in:
Prof. Dr. Gordon Pipa

Beteiligte Fakultät/Beteiligtes Institut der Humboldt-Universität zu Berlin:
Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät; Institut für Anglistik und Amerikanistik

Laufzeit: 10/18-03/23

Homepage: https://www.comco-cms.uni-osnabrueck.de/startseite.html

 

GRK 2424: Computermethoden für personalisierte Therapien in der Onkologie

In der Krebsforschung werden rechnergestützte Methoden immer wichtiger, da immer größere Datensätze in biomedizinisches und klinisches Wissen überführt werden müssen. Das GRK „Computermethoden für personalisierte Therapien in der Onkologie“ will mit rechnergestützten Verfahren aus molekularen Mustern einzelner Patienten individuelle Therapien ableiten. Es arbeitet an der Schnittstelle zwischen Bioinformatik, Molekularbiologie und klinischer Onkologie.

Sprecherhochschule:
Charité Berlin - Freie Universität Berlin und Humboldt-Universität zu Berlin

Sprecher/in:
Prof. Dr. Nils Blüthgen

Beteiligte Fakultät/Beteiligtes Institut der Humboldt-Universität zu Berlin:
Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät, Institut für Informatik
Lebenswissenschaftliche Fakultät, Institut für Biologie

Laufzeit: 06/19 - 11/23

Homepage: https://www.comp-cancer.de/

 

GRK 2433: Differentialgleichungs- und Daten-basierte Modelle in den Lebenswissenschaften und der Fluiddynamik (DAEDALUS)

Die Beschreibung von Vorgängen in Natur und Technik mittels Partieller Differentialgleichungen ist nicht mehr ausreichend, um adäquate mathematische Modelle für komplexe Systeme zu entwickeln. So werden zunehmend Messdaten realer Systeme in die Modellierungsalgorithmen eingebracht. Offen ist dabei die Frage nach der optimalen Balance zwischen datengetriebenen Ansätzen und der traditionellen Modellierung mittels Differentialgleichungen. Das GRK „Differentialgleichungs- und Daten-basierte Modelle in den Lebenswissenschaften und der Fluiddynamik (DAEDALUS)“ will die Wechselwirkung zwischen diesen beiden Vorgehensweisen systematisch untersuchen.

Sprecherhochschule:
Technische Universität Berlin

Sprecher/in:
Prof. Dr. Wolf-Christian Müller

Beteiligte Fakultät/Beteiligtes Institut der Humboldt-Universität zu Berlin:
Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät, Institut für Mathematik

Laufzeit: 10/18 - 03/23

Homepage: https://daedalus.berlin/

 

GRK 2434: Facetten der Komplexität

Komplexität ist ein zentrales Thema sowohl in der Mathematik als auch in der Informatik. Komplexität taucht dabei in vielerlei Gestalt auf, zum Beispiel als kombinatorische Komplexität (Anzahl) mathematischer Strukturen, als Beschreibungskomplexität (Möglichkeit, eine Struktur knapp zu kodieren oder übersichtlich visuell darzustellen), und als algorithmische Komplexität (Laufzeit, Speicherbedarf).

Sprecherhochschule:
Freie Universität Berlin

Sprecher/in:
Prof. Dr. Günter Rote

Beteiligte Fakultät/Beteiligtes Institut der Humboldt-Universität zu Berlin:
Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät, Institut für Informatik

Laufzeit: 04/18 - 09/22

Homepage: http://www.facetsofcomplexity.de/

 

IGRK 2445: Temporalities of Future in Latin America: Dynamics of Aspiration and Anticipation

Das IGRK „Temporalities of Future in Latin America: Dynamics of Aspiration and Anticipation“ will soziale Praktiken erforschen, die darauf abzielen, gesellschaftliche Zustände zu verändern. Dabei soll der Fokus auf einzelnen Akteuren liegen, deren Handeln neue „Temporalitäten von Zukunft“ produzieren. Untersucht werden sollen die Zukunftsvorstellungen im kolonialen, postkolonialen und gegenwärtigen Lateinamerika.

Sprecherhochschule:
Freie Universität Berlin

Sprecher/in:
Prof. Dr. Stefan Rinke

Beteiligte Fakultät/Beteiligtes Institut der Humboldt-Universität zu Berlin:
Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Institut für Erziehungswissenschaften

Laufzeit: 04/19 - 09/23

Homepage: https://www.lai.fu-berlin.de/en/temporalities-of-future/index.html

 

GRK 2473: Bioaktive Peptide - Innovative Aspekte zur Synthese und Biosynthese

Peptide sind organische chemische Verbindungen, die aus einer Verknüpfung mehrerer Aminosäuren bestehen. Sie werden in vielen Bereichen hergestellt und eingesetzt, von der Biochemie über die molekulare Biologie, Zellbiologie, Biomedizin bis hin zu den Materialwissenschaften. Das GRK „Bioaktive Peptide – Innovative Aspekte zur Synthese und Biosynthese“ zielt darauf ab, neue Strategien für die Peptid- und Proteinsynthese sowie Biosynthese und -engineering zu entwickeln. Zudem sollen Struktur, Stabilität und Bioaktivität von Peptiden erforscht werden.

Sprecherhochschule:
Technische Universität Berlin

Sprecher/in:
Prof. Dr. Roderich D. Süßmuth

Beteiligte Fakultät/Beteiligtes Institut der Humboldt-Universität zu Berlin:
Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät, Institut für Chemie

Laufzeit: 04/19 - 09/23

Homepage: https://www.synpepbio.tu-berlin.de/menue/home/

 

IGRK 2544: Stochastische Analysis in Interaktion

Stochastische Prozesse dienen der mathematischen Beschreibung komplexer Systeme, deren Verhalten zufällig und volatil erscheint. In den Natur-, Ingenieur- und Finanzwissenschaften haben diese Prozesse zunehmend an Bedeutung gewonnen. Das deutsch-britische IGK „Stochastische Analysis in Interaktion“ legt seinen Schwerpunkt auf die Weiterentwicklung der mathematischen Methoden auf diesem Feld, die für die Grundlagenforschung wie für weitere Anwendungsfelder wichtig ist.

Sprecherhochschule: Technische Universität Berlin

Sprecher/in: Prof. Dr. Peter Bank

Beteiligte Fakultät/Beteiligtes Institut der Humboldt-Universität zu Berlin:
Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät, Institut für Mathematik

Laufzeit: 04/2020-09/2024

Homepage: https://www3.math.tu-berlin.de/stoch/IRTG/

 

 

IGRK 2560: Ostsee-Peripetien. Reformationen, Revolutionen, Katastrophen

Der Begriff „Peripetie“ bezeichnet Wendepunkte aller Art, etwa Revolutionen, Reformationen, Katastrophen oder tipping points. Das IGRK „Ostsee-Peripetien. Reformationen, Revolutionen, Katastrophen“ will mithilfe des Peripetie-Begriffs die Wahrnehmung des Ostseeraums in Erzählungen und Ereignisberichten untersuchen. Ereignisse, die unerwartete Konsequenzen nach sich ziehen und Interpretationen verändern können, wie etwa der Fall des Eisernen Vorhangs, sollen im Rahmen des Internationalen Graduiertenkollegs mit Partnern in Norwegen und Estland eingehender untersucht werden.

Sprecherhochschule: Universität Greifswald

Sprecher/in: Prof. Dr. Eckhardt Schumacher

Beteiligte Fakultät/Beteiligtes Institut der Humboldt-Universität zu Berlin:
Kultur-, Sozial- und bildungswissenschaftliche Fakultät; Institut für Sozialwissenschaften

Laufzeit:04/21-09/25

Homepage: https://peripeties.uni-greifswald.de/

 

GRK 2638: Normativität, Kritik, Wandel

Die bildenden Künste, das Recht, die Religion, die Sprache und die Moral sind davon geprägt, dass in ihnen einzelne Handlungen immer an Normen gebunden sind, dass aber diese Normen gleichzeitig kritisch reflektiert werden. Das Graduiertenkolleg „Normativität, Kritik, Wandel“ untersucht, inwieweit die kritische Reflexion von Normen die Veränderung der ausgeübten Handlungen bedingt. Der Verbund will damit einen Beitrag zur theoretischen Weiterentwicklung der beteiligten geistes-, kultur- und rechtswissenschaftlichen Disziplinen leisten.

Sprecherhochschule: Freie Universität Berlin

Sprecher/in: Prof. Dr. Georg W. Bertram

Beteiligte Fakultät/Beteiligtes Institut der Humboldt-Universität zu Berlin:
Philosophische Fakultät, Institut für Philosophie

Laufzeit: 10/2021-03/2026

Homepage: https://www.geisteswissenschaften.fu-berlin.de/en/normativitaet-kritik-wandel

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