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Präsidentin zur aktuellen Coronavirus-Situation an der HU

by Abteilung Kommunikation, Marketing und Veranstaltungsmanagement posted on 20.03.2020 12:26 last modified 20.03.2020 12:26

Liebe Mitarbeitende, liebe Studierende,

die Humboldt-Universität geht mit Wirkung vom 20. März wie alle anderen Wissenschaftsbetriebe der Stadt in den sogenannten Präsenznotbetrieb. Das war zu erwarten und wir alle haben uns in den vergangenen Tagen mit großem Engagement so gut wie möglich darauf vorbereitet. Dieser Schritt war und ist mit Blick auf die unbedingt zu unterbrechenden Corona-Infektionsketten unabweisbar und notwendig. Er erfolgt in erster Linie zum Schutz der Gesundheit unserer Mitarbeitenden und Studierenden und deren Familien. Ich bitte Sie, uns in diesem Bemühen zu unterstützen und alle Anordnungen und Hinweise – auch im Interesse der Allgemeinheit – zu befolgen.

Von heute an bleiben alle Gebäude der Universität verschlossen. Zutritt haben nur diejenigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zur Sicherung systemrelevanter Bereiche vor Ort sein müssen. Alle anderen Mitglieder der Universität gehen ihren dienstlichen Verpflichtungen im Homeoffice nach, soweit dies möglich ist. Wir gehen davon aus, dass sich die Mitarbeitenden im Homeoffice um ihre Projekte und Aufgaben und um Kolleginnen und Kollegen sowie die Studierenden kümmern.

Bitte beachten Sie die Hinweise zum Datenschutz im Homeoffice auf unserer Corona-Website: hu.berlin/corona. Dort finden Sie auch weitere Informationen zu den Notwendigkeiten und Konsequenzen des Präsenznotbetriebes.

Die meisten „normalen" Prozesse und Abläufe in Forschung, Lehre und Verwaltung kommen damit zum Erliegen.

Wir bleiben im Präsenznotbetrieb bis die Landes- und Bundesbehörden die Lage neu bewerten und die Hochschulen in den Normalbetrieb zurückgehen können.

Die Universitätsleitung trifft in Ausübung ihres Direktions-und Hausrechts und nach den Maßgaben des Pandemieplans alle notwendigen Maßnahmen, um die kritische Infrastruktur zu sichern und unabweisbare Aufgaben zu erledigen.

Dazu gehören:

  • die strategische Leitung der Universität
  • die Aufrechterhaltung der Kommunikation, der IT-Systeme und des Datenmanagements
  • die Auszahlung der Gehälter und die Sicherung der Weiterbeschäftigung
  • die Bezahlung von Lehraufträgen und die Abwicklung der laufenden Berufungsvorgänge – so lange es irgend geht
  • Außerdem müssen die Dauerversuche, die Gefahrenstofflagerung und die Versorgung von Tieren und Pflanzen gesichert werden – wie auch die Betreuung der Liegenschaften.

Bearbeitet werden ferner:

  • die Rechnungen externer Dienstleister, also z. B. für Reinigung, Wachschutz, Wasser und Strom
  • unabweisbare Post wie z. B. Gerichtssachen oder Lebendfutter, das entgegengenommen und bearbeitet wird.

Während des Präsenznotbetriebes werden wir alle Vorkehrungen treffen, um den Lehr-, Forschungs- und Verwaltungsbetrieb zu gegebener Zeit wieder hochfahren zu können. Wann das soweit sein wird, kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt niemand mit Gewissheit sagen, aber bis auf weiteres arbeiten wir alle auf den geplanten Start des Sommersemesters am 20. April hin.

Wichtig für alle Studierenden und Prüfenden ist die Entscheidung, dass mit Wirkung vom 19. März bis auf weiteres keine Präsenzprüfungen mehr stattfinden. Darauf haben sich die Berliner Hochschulen und die Senatskanzlei geeinigt. Die Prüfungen werden zu einem späteren Termin nachgeholt. Wir werden die neuen Prüfungstermine rechtzeitig bekannt geben. Über das Wie und Wann zur Durchführung von Staatsexamina entscheiden die jeweiligen Prüfungsämter.

Rückwirkend ab dem 12. März sind die Abgabefristen für Abschlussarbeiten im Rahmen von Bachelor-, Master- und Diplomstudiengängen angehalten. Diese Festlegung gilt bis zur Wiederaufnahme des regulären Studienbetriebes.

Das heißt: die Abgabefristen laufen derzeit nicht weiter, sodass die Studierenden mit Wiederaufnahme des regulären Studienbetriebes den vollen Rest der Abgabefrist wahrnehmen können und ihnen somit keine Nachteile entstehen.

Liebe Mitarbeitende, liebe Studierende,

ich möchte mich schon jetzt bei all denjenigen bedanken, die unsere Universität in den kommenden Tagen und Wochen durch diese schwierige Zeit begleiten und sich mit Herz und Sachverstand für die Humboldt-Universität engagieren.

Wir werden ganz sicher viele Aufgaben und Prozesse anders oder neu bearbeiten und lösen müssen. Vielleicht stoßen wir auch an Grenzen. Aber ich bin davon überzeugt, dass die Gemeinschaft der Humboldtianerinnen und Humboldtianer die Herausforderungen mit Mut, Beharrlichkeit und Kreativität bewältigen wird und „die Humboldt" ein lebendiger, liebenswerter Ort für die klügsten Köpfe aus aller Welt bleibt.

Achten Sie auf sich und Ihre Familien und bleiben Sie gesund!

Mit freundlichen Grüßen

Sabine Kunst
Präsidentin der Humboldt-Universität zu Berlin