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Millionenförderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) 

Das Berliner Institut für Islamische Theologie (BIT) ist auf gutem Wege, seine Lehr- und Forschungstätigkeit wie geplant im Oktober nächsten Jahres aufzunehmen. Im Oktober 2018 bewilligte das BMBF 5,7 Millionen Euro für den Zeitraum von 2019 bis 2023, in dem zwei sogenannte Forschungsprofessuren für jeweils fünf Jahre finanziert werden: eine für islamische Ideengeschichte und eine für Vergleichende Theologie. Zudem bewilligte das BMBF auch die Nachwuchsgruppenleitung „Islamische Theologie im Kontext ‚Wissenschaft und Gesellschaft‘“, die bereits zum 1.1. 2019 ihre Arbeit aufnehmen soll. Diese Nachwuchsgruppe wird gesellschaftsrelevante Themen aus islamtheologischer Perspektive erforschen, dazu zählen beispielsweise muslimische Gemeinden im säkularen Rechtsstaat, sexuelle Diversität als religiöses Problem, religiöse Kleidungsvorschriften sowie Antisemitismus und Islamfeindlichkeit.

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Michael Borgolte
Prof. Dr. Michael Borgolte,
Foto: Matthias Heyde

„Wir legen Wert auf eine Theologie der Vielfalt“

Interview über das Berliner Institut für Islamische Theologie mit dem Gründungsdirektor Michael Borgolte

Was genau soll am Institut erforscht werden?

Prof. Dr. Michael Borgolte: Forschungsfreiheit bedeutet, dass die am Institut tätigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Inhalte ihrer Forschungen selbst bestimmen. Das kann ihnen niemand vorschreiben; beschränkt sind sie nur durch die Denominationen ihrer Professuren oder sonstigen Stellen. Die HU strebt aber an, besonders solche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu berufen und anzustellen, die vergleichend innerhalb islamischer Traditionen und Lehren arbeiten und sich nach außen im interreligiösen Vergleich dem Dialog mit verwandten Fächern stellen. Außerdem sollte Islamische Theologie stets offen für Fragen und Probleme der Gesellschaft in der globalisierten Welt sein.

Wird es einen besonderen Fokus oder Schwerpunkte des Instituts geben?

Das Berliner Institut für Islamische Theologie legt Wert auf eine Theologie der Vielfalt und wird insbesondere sunnitische und schiitische Lehren vergleichend würdigen. Seine wissenschaftlichen Ziele verfolgt es in enger Kooperation mit christlichen Theologien sowie mit weiteren religionsbezogenen Studien an der HU und in der Berliner Wissenschaftslandschaft im Ganzen. Angesichts von rund 300.000 muslimischen Einwohnern in Berlin stellt sich das Institut als gleichrangige Aufgabe der Ausbildung junger Theologinnen und Theologen, die sich auf der Grundlage rationaler Durchdringung islamischer Glaubensinhalte für den Schuldienst sowie für Tätigkeiten in Moscheegemeinden, Zivilgesellschaft und Wohlfahrtspflege qualifizieren.

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