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Millionenförderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Das Berliner Institut für Islamische Theologie (BIT) ist auf gutem Wege, seine Lehr- und Forschungstätigkeit wie geplant im Oktober nächsten Jahres aufzunehmen. Im Oktober 2018 bewilligte das BMBF 5,5 Millionen Euro für den Zeitraum von 2019 bis 2023, in dem zwei sogenannte Forschungsprofessuren für jeweils fünf Jahre finanziert werden: eine für islamische Ideengeschichte und eine für Vergleichende Theologie. Zudem bewilligte das BMBF auch die Nachwuchsgruppenleitung „Islamische Theologie im Kontext ‚Wissenschaft und Gesellschaft‘“, die bereits zum 1.1. 2019 ihre Arbeit aufnehmen soll. Diese Nachwuchsgruppe wird gesellschaftsrelevante Themen aus islamtheologischer Perspektive erforschen, dazu zählen beispielsweise muslimische Gemeinden im säkularen Rechtsstaat, sexuelle Diversität als religiöses Problem, religiöse Kleidungsvorschriften sowie Antisemitismus und Islamfeindlichkeit.

Außerdem sind vier etatisierte Professuren für das Institut vorgesehen, für die das gemeinsame Berufungsverfahren angelaufen ist. „Wir haben aus einem sehr großen, internationalen Bewerberfeld 19 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu Probevorträgen und Bewerbungsgesprächen mit der Berufungskommission im Januar 2019 eingeladen“, unterstreicht Michael Borgolte, Gründungsdirektor des BIT. Der Institutsrat hat sich im November erstmalig konstituiert und besteht aus sieben Mitgliedern aus der Theologischen, der Juristischen, der Philosophischen Fakultät sowie der Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftlichen Fakultät. Er hat Borgolte in seiner ersten Sitzung zum Institutsdirektor gewählt; sein Stellvertreter ist Prof. Dr. Andreas Feldtkeller (Theologische Fakultät). Borgolte rechnet damit, dass die künftigen Mitglieder des Instituts 2020 selbst den Rat und das Direktorium bestimmen können. Das Präsidium hat dem Institut das Haus der Gerichtsmedizin in der Hannoverschen Straße (bisher genutzt durch das Exzellenzcluster TOPOI) zugewiesen. Zudem ist auch die Studien- und Prüfungsordnung für den Monobachelorstudiengang Islamische Theologie geschrieben und nimmt jetzt ihren Weg durch die universitären Gremien. Sie bedarf am Ende auch der Zustimmung des Beirats. Die anderen Studien- und Prüfungsordnungen sollen Ende 2019 verfasst werden, sobald das Institut ‚arbeitet‘.

Der Beirat besteht aus Vertreterinnen und Vertretern dreier Islamverbände sowie vier Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer muslimischen Bekenntnisses aus anderen Universitäten; alle Mitglieder des Beirats müssen noch durch den Berliner Senat bestellt werden.