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Europa ein Gesicht geben

Das weltoffene Europa und seine junge, aufstrebende Generation. Ein Bild, das oft gezeichnet wird. Doch welche Personen stecken hinter dieser Generation? Aus welchen einzelnen Gesichtern setzt sich dieses junge Europa zusammen? Genau an dieser Stelle hat der Fotograf Edgar Zippel sein Kameraobjektiv angesetzt. Er zoomte von der Makro- auf die Mikroebene und konnte so ganz individuelle Erfahrungen junger Erwachsener in Europa einfangen. Die Ausstellung seiner Werke  – „I’m not afraid of anything“: Portraits junger Europäer – zeigt insgesamt 100 Portraits von Menschen zwischen 18 und 24 Jahren.

An der Ausstellung beteiligen sich auch Studierende der Europäischen Ethnologie: Ein von ihnen produzierter Film wird gezeigt.

Die Studierenden interpretierten das Thema auf ihre Weise. Der Film gibt dem Besucher die Möglichkeit, die Geschichten hinter den Gesichtern zu erfahren. Auch die Studierenden baten junge, in Berlin lebende Menschen aus allen Erdteilen vor die Kamera, um über ihre Wünsche und Ängste zu sprechen. Nahuel möchte nach dem Abi nach Südamerika. Angst hat er davor, „dass ich so suchend bleibe, so ohne irgendwie Boden in mir zu finden, also ohne zu wissen, wer oder was ich bin oder was ich will.“

Janis wünscht sich, „dass Menschen mit Behinderung aus diesen sozialen Situationen rauskommen können und dass Menschen mit Behinderung akzeptiert werden.“ Katerina hofft, „dass ich das richtige Studium gewählt habe, das mir am Ende wirklich einen Job gibt.“

Die Kamerainterviews wurden in den Studios des Computer- und Medienservice der HU am Campus Adlershof aufgezeichnet. „Die Umsetzung der Befragungen im Studio geht auf die Selbstdarstellung zurück, die junge Menschen heutzutage fast permanent leisten müssen. Genau dieser Effekt kommt durch Studiolampen und dem im Lichtkegel Vor-der-Kamera-Stehen zu Stande“, sagt die Studentin Mara.

Eine der häufigsten Antworten auf den Fragebögen gab der Ausstellung ihren Titel: „I'm not afraid of anything“. Eine Aussage, die positiv in die Zukunft blicken lässt. Sie drückt Mut und Zuversicht aus und zeigt den Willen einer Generation, die Möglichkeiten, die das 21. Jahrhundert für sie bereithält, mit Vergnügen auszuschöpfen.

Irina Quander

Museum Europäischer Kulturen, Lansstraße 8/Arnimallee 25 in Dahlem, Dienstag bis Freitag 10 bis18 Uhr, Samstag und Sonntag 11 bis 18 Uhr