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Leitbild familienfreundliche Hochschule verabschiedet

Akademischer Senat setzt Famlienfreundlichkeit auf die Agenda

Der Akademische Senat der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) hat heute das Leitbild der HU als familienfreundliche Hochschule verabschiedet.

Prof. Dr. Martin Heger ist Vorsitzender der Kommission Familiengerechte Hochschule. Im Video spricht er über die Bedeutung des Leitbildes für die HU.

Das Video-Interview führte und filmte Anne Tilkorn, Online-Redaktion der HU.

 

Leitbild familienfreundliche Humboldt-Universität

Die HU versteht Familiengerechtigkeit als selbstverständlichen Teil ihrer Universitätskultur, den es fortlaufend zu verbessern gilt. Das Präsidium der HU hat nachfolgende Grundsätze zur Gestaltung der familiengerechten Hochschule erarbeitet. Sie sind unter anderem bei der Personalführung und bei der Ausbildung ihrer Studierenden zu beachten. Das Bemühen der HU um Familiengerechtigkeit dient der Beförderung von Chancengerechtigkeit sowie der Ermöglichung der Teilhabe aller Hochschulangehörigen am universitären Leben. Die HU verpflichtet sich, diesen Prozess nachhaltig durch die Verstetigung zugehöriger Umsetzungsstrukturen und entsprechender Ressourcen zu gewährleisten.

Die HU verfügt über ein umfassendes Familienverständnis. Sie sieht Familie überall dort, wo langfristige soziale Verantwortung für Angehörige wahrgenommen wird.
So werden alle Eltern-Kind-Gemeinschaften - beispielsweise Alleinerziehende, Patchworkfamilien und Regenbogenfamilien - aber auch Geschwisterbeziehungen sowie Ehe- und eheähnliche Partnerschaften und Personen, die Angehörige pflegen, als Sorgegemeinschaften mit einbezogen.

Die HU beabsichtigt folgende Ziele umzusetzen:

Familiengerechte Organisationsstruktur

Da die Beförderung der Vereinbarkeit von Beruf, Studium und Familie einen fortwährenden Prozess darstellt, müssen Ressourcen vorhanden sein. Hierzu wird ein Familienfonds eingerichtet. Ferner müssen zur Prozessteuerung bestimmte Einrichtungen existieren und betraut sein, insbesondere das Familienbüro als
zentrale Koordinierungsstelle, die Kommission Familiengerechte Hochschule und der Begleitkreis zum audit fgh. In diesem Zusammenhang zielt die HU auf einen dauerhaften Erhalt des Zertifikats „audit familiengerechte hochschule“.

Familiengerechte Optimierung von Regelungen und Konzepten

Damit Familiengerechtigkeit kontinuierlich in der alltäglichen Praxis von Lehre, Forschung und Verwaltung an der HU angewandt wird, verpflichtet sich diese zu folgendem: Sämtliche Regelungen – sowohl externe (Gesetzestexte) als auch interne (Richtlinien, Satzungen, Ordnungen, Dienstvereinbarungen) – und
Konzepte (bspw. Personalentwicklung- und Führungskonzept) werden fortlaufend hinsichtlich der Vereinbarkeit von Beruf, Studium und Familie überprüft und ggfs. optimiert oder Optimierungsprozesse angestoßen.

Familiengerechte Infrastruktur

Damit die Teilhabe aller Hochschulangehörigen am universitären Leben gewährleistet wird, verpflichtet sich die HU, eine familiengerechte Infrastruktur zu etablieren. Hierzu gehören u.a. Eltern-Kind-Zimmer und Wickelmöglichkeiten, Beratungs- und Vernetzungsmöglichkeiten (bspw. Familienfest, Familien-Café)
sowie eine umfassende Information aller Hochschulmitglieder. Die HU hält ferner ein internes Kinderbetreuungsangebot bereit, das auf die Bedürfnisse von Hochschulmitgliedern ausgerichtet ist.

Familiengerechte Flexibilisierung

Räumliche und zeitliche Flexibilisierung ist ein notwendiger Bestandteil einer familiengerechten Hochschule. Vor diesem Hintergrund bietet die HU ihren Beschäftigten und Studierenden vielfältige Möglichkeiten: Dazu gehören
familiengerechte Arbeits- und Studienzeiten sowie mobiles Arbeiten. Die Möglichkeiten, die sich aus der Digitalisierung (bspw. von Lehrinhalten) ergeben, werden konsequent umgesetzt. Vorgesetzte sowie Lehrende sind angehalten, im Einzelfall flexible Lösungen im Sinne der Vereinbarkeit von Beruf, Studium und Familie zu finden, auch in Anwendung der ZSP-HU und entsprechender Dienstvereinbarungen.

Familiengerechte Kommunikation

Zwecks Gestaltung einer familiengerechten Hochschulkultur stößt die HU einen fortlaufenden Diskurs an, an dem sich alle Hochschulmitglieder beteiligen sollen. In diesem Kontext bietet die HU Information und Beratung zu sämtlichen Aspekten der Vereinbarkeit von Beruf, Studium und Familie. Hierbei steht die Sensibilisierung aller HU-Angehörigen in ihrer jeweiligen Rolle im Fokus. Dabei wird u.a. die Expertise der Stabsstelle ÖA sowie der betrieblichen Weiterbildung genutzt. Beispiele guter Praxis sowie Role Models werden identifiziert,
kommuniziert und sichtbar gemacht. Pilotprojekte zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf, Studium und Familie werden erprobt und, wenn sie erfolgversprechend sind, implementiert.

Familiengerechte Kooperation

Um die Strategien zum Erreichen von Familiengerechtigkeit einem kontinuierlichen Optimierungsprozess auf allen Ebenen zu unterziehen, vernetzt sich die HU aktiv mit Akteurinnen und Akteuren aus dem Themenkontext. Insbesondere engagiert sie sich im Bereich Dual Career. Im Sinne von Family Mainstreaming wird ein regelhafter Prozess angestoßen, in den sämtliche HU-Angehörige einbezogen werden. Die von der HU in diesen Grundsätzen formulierten Ziele und Maßnahmen werden einer regelmäßigen Evaluation unterzogen, um sie kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Weitere Informationen

Webseite der Kommission Familienfreundliche Hochschule

 

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