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Entdeckungstour auf dem Campus Nord

Am 15. Juni 2018 findet an der HU das diesjährige Familienfest statt

Rhoda-Erdmann-Haus
Die „Grüne Amöbe“ (Rhoda-Erdmann-Haus) am Campus Nord
Foto: Heike Zappe

Am 15. Juni 2018 von 15 bis 19 Uhr feiert die Humboldt-Universität zu Berlin (HU) ihr großes Familienfest am historischen Campus Nord: Zahlreiche Institute und Einrichtungen der Universität sowie externe Partnerinnen und Partner gestalten einen kunterbunten Mitmachparcours für Groß und Klein, Jung und Alt, der sich von der Wiese vor der „Grünen Amöbe“ (Rhoda-Erdmann-Haus) bis in die Forschungssporthalle erstreckt.

Neben Show, Musik und Tanz werden Spiel und Spaß, Wissenschaft zum Anfassen, allerhand Leckereien sowie eine sportliche Challenge geboten, in der Fitness und Teamgeist auf die Probe gestellt werden kann.

 

Entdeckungstour durch den Campus Nord

Auf dem Campus Nord verbergen sich viele geheime Orte und Geschichten. Wir haben beim Compass-Tutor nachgefragt, was die Teilnehmenden bei der Campusführung erwartet.

Auf Entdeckungstour durch den Campus Nord – was gibt es denn da zu entdecken?
Der Campus Nord der HU befindet sich mitten im Berliner Bezirk Mitte und ist der Sitz der Lebenswissenschaften. Auf dem großen parkartigen Gelände mit alten Bäumen und historischen Bauten gibt es eine Menge zu entdecken! Eine vor über 200 Jahren erbaute Tierarzneischule und deren Herzstück, das Tieranatomische Theater,  außerdem ein Gebäude, auf dessen Dach „Mutanten“-Pflanzen wachsen sowie ein Haus, welches einer Amöbe ähnelt und der Reußsche Garten, einer der schönsten Gärten der Stadt und vieles mehr!

Wird im Tieranatomischen Theater wirklich Theater gespielt?
Nein, heute wird es fast nur noch für Ausstellungen genutzt. Man erkennt aber am Namen, dass dort früher das Herzstück der Tierarzneischule war: Dort gab es Lehrräume für Studierende. Auch vor 200 Jahren wurde dort also kein Theater gespielt. Im Tieranatomischen Theater sind überall Rinderschädel zu sehen: Sie erinnern an den Zweck des Baus, nämlich die Rinderpest zu heilen.

Was wächst da auf dem Dach des Gebäudes des Instituts für Biologie?
Vor 4 Jahren wurde das neue Forschungsgewächshaus der HU errichtet. Und zwar nicht irgendwo, sondern auf dem zuvor unbenutzten Dach des 100 Jahre alten Instituts für Biologie. Dort wachsen jetzt die verschiedensten Pflanzen, unter anderem sogenannte „Mutanten“-Pflanzen, deren Genmaterial man verändert hat, und die es in der Natur so noch nicht gegeben hat.

Wieso wird das Rhoda-Erdmann-Haus auch „Grüne Amöbe“ genannt?
Wenn man sich das 2016 erbaute Rhoda-Erdmann-Haus anschaut, weiß man sofort, wieso es so genannt wird: Das merkwürdig geformte Gebäude ist außen ganz grün, wie eine Amöbe. Genau genommen wurden drei verschiedene Grüntöne verwendet. Das moderne Gebäude fällt am Campus Nord völlig aus der Reihe. Das gefällt auch den Leuten, die dort arbeiten einer bunten Mischung aus Biologinnen und Biologen, Agrarwissenschaftlerinnen und Agrarwissenschaftlern sowie Psychologinnen und Psychologen.

Stimmt es, dass am Campus Nord früher wirklich Pferde operiert wurden?
Das Haus 9 war Mitte des 19. Jahrhunderts tatsächlich eine Pferdeklinik, wo kranke Pferde operiert werden konnten. Heute sind darin Praktikums- und Arbeitsplätze für Studierende untergebracht.
Auf dem Gelände der Reußschen Gärten war außerdem früher ein Reitplatz für Pferde, die untersucht werden sollten. Wenn sie Hufkrankheiten hatten, wurden sie von hier aus in die Lehrschmiede gebracht, wo sechs Feuer- und Arbeitsplätze bereitstanden. Im Tieranatomischen Theater wiederum gibt es einen Hubtisch, auf dem bereits verstorbene Pferde in den Hörsaal hochtransportiert wurden. Dort konnten die Studierenden den Kadaver dann untersuchen und etwas über den Aufbau des Pferdekörpers lernen.

Wieso steht der Campus Nord unter Denkmalschutz?
Der Campus Nord ist 80.000 Quadratmeter groß und ähnelt mit seinen viele Grünflächen und alten Bäumen einem Park. Die Gebäude dort sind teilweise mehrere hundert Jahre alt - es sind vor allem rote Klinkerbauten, die vom Ende des 18. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts errichtet wurden. Dazu zählt auch das 200 Jahre alte Tieranatomische Theater, das Carl Gotthard Langhans entworfen hat. Das ist derselbe Mann, der auch das Brandenburger Tor entworfen hat. Wenn ein Gebäude unter Denkmalschutz steht, heißt das, bei der Instandsetzung muss alles so weit wie möglich den Originalzustand behalten. Das passiert vor allem bei sehr alten, wertvollen Gebäuden, wie sie eben auch auf dem Campus Nord zu finden sind. Die „Grüne Amöbe“ fällt da natürlich etwas aus dem Rahmen...

Was ist Ihr Lieblingsort am Campus Nord?
Das Museum für Naturkunde, das mit der Geschichte der Universität eng verbunden ist. Das Museum enthält über 30 Millionen Objekte aus anatomischen, mineralogischen und zoologischen Sammlungen. Ein ganz besonderes Objekt der Sammlung ist das weltweit größte Dinosaurierskelett, den Brachiosaurus brancai, das über 13 Meter hoch ist und sogar vom Guinness Buch der Rekorde zertifiziert ist.

Weitere Informationen

Für Public Viewing der WM-Spiele sorgt die Technische Abteilung.

Das komplette Programm des Familienfestes

Kontakt

Katrin Meinke
Familienbüro

(030)2093-2191
katrin.meinke@uv.hu-berlin.de

 

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