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25-jähriges Jubiläum des Instituts für Sozialwissenschaften

Das Institut für Sozialwissenschaften (ISW) der HU feiert am 6. Juli sein 25-jähriges Jubiläum mit einem Symposium zur Geschichte des Instituts und einem Sommerfest.

Zur Zeit seiner Gründung 1993 gehörte das ISW zu den ersten Instituten in Deutschland, das aus der Grundidee einer Verbindung von Politikwissenschaft und Soziologie entstanden ist. Mehrere Hochschulen in Deutschland folgten später dem Trend zu interdisziplinären sozialwissenschaftlichen Instituten.

Die Verbindung zwischen disziplinärer Exzellenz und interdisziplinärer Anschlussfähigkeit ist dem Institut vor allem über eigenständig entwickelte Themenschwerpunkte gelungen. In den ersten Jahren prägten Forschungsarbeiten zur Transformation von Wirtschaft, Gesellschaft und Staat in den Neuen Bundesländern und in Mittel- und Osteuropa die Ausrichtung des Instituts. Mit den Forschungsschwerpunkten „Varieties of Inclusion“ und „Varieties of Democracy“ sowie einem Schwerpunkt in vergleichenden sozialwissenschaftlichen Methoden trug die Berlin Graduate School of Social Sciences (BGSS) zur Interdisziplinarität in der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung bei. Derzeitige Schwerpunkte sind Demokratie, Migration und Ungleichheit.

Wissenschaft für die Öffentlichkeit

Nicht zuletzt trägt das ISW durch die öffentlichen Auftritte seiner Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dazu bei, wissenschaftliche Erkenntnisse und Debatten in die Öffentlichkeit zu bringen, unter anderem mit Beiträgen von Professor Steffen Mau zu der Macht der Daten in unserem Alltag mit seinem viel diskutierten Buch „Das metrische Wir“, von Professor Herfried Münkler zur Bedeutung großer Narrativen für die Alltagspolitik und seinen international viel beachteten Publikation wie zuletzt „Der Dreißigjährige Krieg“ sowie von Professorin Naika Foroutan zur Sarrazin-Debatte oder zu Fragen der Integration.

In vielen weiteren Bereichen ist das Institut Vorreiter und Motor. So war es bei der Umstellung auf die Abschlüsse Bachelor und Master seit 2002/2003 von Anbeginn dabei. Mit der BGSS wurde eine der ersten Graduiertenschulen gegründet, in der sich Professorinnen und Professoren des Institutes sowie Kolleginnen und Kollegen außeruniversitärer Forschungseinrichtungen in der gemeinsamen wissenschaftlichen Nachwuchsförderung engagieren.

Förderung durch die Exzellenzinitiative

In den Jahren 2007 bis 2014 erhielt die BGSS mit einem starken Netzwerk von außeruniversitären Forschungseinrichtungen und internationalen Partneruniversitäten eine Förderung als Graduiertenschule durch die Exzellenzinitiative von Bund und Ländern. Dadurch konnten zwei neue Professuren (Ernst-Fraenkel-Professur und Georg-Simmel Professur) eingerichtet werden. 2014 erfolgte die Einrichtung des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) auf Fakultätsebene, an dem das ISW beteiligt ist. In jüngster Zeit wurden zwei Teilprojekte im Sonderforschungsbereich „Re-Figuration von Räumen“ bewilligt. 2017 wurden drei neue Professuren mit Drittmitteln und innovativen Kooperationen eingeworben: zur „Soziologie der Sozialpolitik“, gefördert vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales in Kooperation mit dem DIW Berlin, zur „Zukunft der Arbeit“, gefördert von SAP und dem Land Berlin, in Kooperation mit dem Einstein Center Digital Future und eine Juniorprofessur zu „Migration und Geschlecht“, gefördert aus dem Frauenförderprogramm der Humboldt-Universität.

Frauenanteil von 60 Prozent

Seit 2002 stieg der Frauenanteil der Lehrbereiche am ISW kontinuierlich auf 60 Prozent, womit das Institut im Vergleich zum bundesweiten Professorinnenanteil an allen Hochschulen (in allen Fächern) von unter 25 Prozent eine Vorreiterrolle einnimmt.

Als Stärke für das Institut hat sich auch die Nähe zu den politischen Institutionen in Berlin erwiesen. So können Studierende leicht den Transfer aus der Theorie in die Praxis vollziehen. Zudem kommt das Institut gesellschaftlichen Herausforderungen nach, indem es etwa seit 2016 mit den neu eingeführten Bachelor- und Master-Programmen für die Lehramtsbildung einen wichtigen Beitrag zur Beseitigung des Lehrkräftemangels leistet.

Weitere Informationen

Jubiläumsfeier des ISW

Kontakt

Dr. Charlotte Fiala
Institut für Sozialwissenschaften

Tel.: 030 2093-66565
charlotte.fiala@hu-berlin.de

Pressekontakt

Hans-Christoph Keller
Sprecher der Humboldt-Universität zu Berlin

Tel.: 030 2093-2332
hans-christoph.keller@hu-berlin.de

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