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Erfolgreich in der Exzellenzstrategie

Matters of Activity, ein eigener Cluster, und drei weitere Cluster mit Beteiligung der Humboldt-Universität wurden im Wettbewerb bewilligt.

Die Berliner Universitäten und die Charité können sich über ein grandioses Ergebnis freuen: Insgesamt sieben von neun Exzellenzclustern von der Freien Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin, der Technischen Universität Berlin und der Charité – Universitätsmedizin Berlin haben im Forschungswettbewerb Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder den Zuschlag erhalten. Damit qualifizierten sich alle vier Verbundpartner für einen gemeinschaftlichen Antrag, um den Status Exzellenzuniversität zu erlangen.

Die Universität kann stolz auf ihr Ergebnis sein: Sie hat ein eigenes Cluster, Matters of Activity, das an das 2012 bewilligte Cluster Bild Wissen Gestaltung anknüpft, eingeworben. Außerdem ist sie an drei erfolgreichen Clustern beteiligt: Science of Intelligence (SCIoI), ein Neuling unter den Clustern, Neurocure, ein Verbund von Humboldt-Universität, Freier Universität und Charité, sowie MATH+, ein Zusammenschluss der drei Berliner Universitäten.

Die Cluster werden von Januar 2019 an für sieben Jahre jeweils mit jährlich bis zu zehn Millionen Euro gefördert. Eine Verlängerung der Förderung um weitere sieben Jahre ist auf Basis eines Fortsetzungsantrages möglich. Bis zu elf Exzellenzuniversitäten sollen im Finale des Wettbewerbs im Juli 2019 gekürt werden. Insgesamt 17 Universitäten und zwei Verbünde gehen dafür an den Start.

 

Matters of Activity: Image Space Material
Eine neue Kultur des Materialen

 

Matters of Activity
Foto: Bild Wissen Gestaltung 2017

Der Cluster Matters of Activity hat das Ziel, Grundlagen für eine neue Kultur des Materialen zu schaffen. Die zentrale Vision des Projekts ist es, Bilder, Räume und Materialien als aktive Bauformen einer neuen symbolischen und physischen Realität zu entwickeln, in der sich Natur und Kultur in neuartiger Weise verschränken. In diesem Zusammenhang ist die interdisziplinäre Erforschung und Entwicklung von nachhaltigen Prozessen und Strukturen ein zentrales Anliegen in allen Bereichen visuell-materialer Prägung wie Wearables, Werkstofftechnik, Medizintechnik, Logistik, Architektur und Robotik. Mehr als 40 Disziplinen untersuchen systematisch Designstrategien für Materialien und Strukturen, die sich spezifischen Anforderungen und Umgebungen anpassen. Der Cluster setzt auf eine neue Rolle von Gestaltung, die sich vor dem Hintergrund eines wachsenden Reichtums und der stetigen Weiterentwicklung von Materialien und Visualisierungsformen in allen Disziplinen abzeichnet.

Wenn Bilder etwa in chirurgischen Szenarien als dynamische Prozesse Handlungen steuern oder Räume und Materialien nicht mehr statisch und passiv sind, sondern sich aktiv an Aufgaben und Umgebungen mitgestaltend anpassen, können sie eine Schlüsselrolle für die Entwicklung relevanter Techniken und Artefakte spielen. Zu den zu untersuchenden Phänomenen gehören traditionelle Prozesse wie Filtern, Weben und Schneiden. Diese machen im digitalen Zeitalter neue Formen von dynamischen und aktiven Materialitäten generierbar und werden unsere Kultur fundamental verändern.

Die untrennbare Verknüpfung von aktiven Bildern, Räumen und Materialien verlangt ein interdisziplinäres Vorgehen, bei dem die Geistes- und Naturwissenschaften und die Gestaltungsdisziplinen experimentelle und gestalterische Ansätze mit historischer Analyse verbinden, um daraus praktische und theoretische Konsequenzen zu ziehen.

„Der Cluster Matters of Activity verbindet das Erbe von mehr als 200 Jahren Humboldt-Universität zu Berlin und 100 Jahren Bauhaus in einem dynamisch-interdisziplinären Labor", sagt Wolfgang Schäffner, Professor für Wissens- und Kulturgeschichte und Sprecher des Clusters. „Wir setzen darauf, dass das Analoge, sei es in der interdisziplinären Erforschung der Aktivität von Materialien oder der materialen Informationsverarbeitung, im digitalen Zeitalter eine neue tragende Rolle in der Grundlagenforschung einnehmen wird.“  Der Cluster knüpft an den 2012 gestarteten Cluster „Bild Wissen Gestaltung“ an, der bereits systematisch interdisziplinäre Strukturen aufgebaut hat. Zudem sollen Forschung und Lehre durch das offene Humboldt-Labor der Humboldt-Universität zu Berlin im Humboldt Forum eine gesellschaftliche Bühne erhalten, die durch innovative Ausstellungs- und Publikationsformate eine direkte Interaktion mit der Öffentlichkeit ermöglichen wird. Auch die umfangreiche interdisziplinäre Nachwuchsförderung und die Kooperation mit unterschiedlichsten Institutionen aus Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft sollen der im Exzellenzcluster praktizierten Grundlagenforschung einen langfristig angelegten Dialog mit der Gesellschaft ermöglichen.

Sprecher

Prof. Dr. Wolfgang Schäffner (Humboldt-Universität zu Berlin)

Tel.: +49 (0)30 2093-66257

wolfgang.schaeffner@hu-berlin.de

Antragstellende Hochschule

Humboldt-Universität zu Berlin

Kooperationspartner

Direkt beteiligte Institutionen:

 

  • Charité Berlin
  • Freie Universität Berlin
  • HTW Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin
  • Kunstgewerbemuseum Berlin
  • MPI für Kolloid- und Grenzflächenforschung Potsdam
  • Technische Universität Berlin
  • Weißensee Kunsthochschule Berlin

     

Wichtigste Kooperationspartner (Auswahl)

 

  • Bard Graduate Center, New York
  • Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung, Berlin
  • École nationale supérieure des Arts Décoratifs, Paris
  • Universidad de Buenos Aires
  • Universidade de São Paulo
  • Wyss Institute / Harvard University

     

Weitere Informationen

Matters of Acitivity

Link zur Verbundwebseite

 

MATH+
Wie Berliner Mathematik die Zukunft gestaltet

 

Das Exzellenzcluster Math Plus
Foto: MATH+

Mit dem Forschungszentrum der Berliner Mathematik MATH+ entsteht ein institutionen- und disziplinübergreifender Exzellenzcluster, an dem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler neue Ansätze in der anwendungsorientierten Mathematik erforschen und weiterentwickeln wollen. Im Fokus stehen mathematische Grundlagen zur Nutzung immer größerer Datenmengen in den Lebens- und Materialwissenschaften, der Energie- und Netzwerkforschung oder den Geistes- und Sozialwissenschaften. Ziel ist es, neben wissenschaftlichen Fortschritten auch technologische Innovationen und ein umfassendes Verständnis sozialer Prozesse zu forcieren. MATH+ wurde von den drei großen Berliner Universitäten – Freie Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin und Technische Universität Berlin – gemeinsam beantragt und bindet das Weierstraß-Institut für Angewandte Analysis und Stochastik sowie das Zuse-Institut Berlin konzeptionell wie strukturell ein. Es schreibt die Erfolgsgeschichten des renommierten Forschungszentrums Matheon und der Berlin Mathematical School fort, die seit 2006 durch die Exzellenzinitiative gefördert wird.

„Die Entscheidung der Deutschen Forschungsgemeinschaft, den Exzellenzcluster MATH+ zu fördern, bestätigt die herausragende Stellung Berlins als international exzellenter Standort, an dem die Mathematik in ihrer gesamten Breite, von der reinen Theorie bis hin zu einer großen Vielzahl mathematischer Anwendungsfelder, vorangetrieben wird“, betont Professor Martin Skutella von der Technischen Universität Berlin und einer der drei Sprecher von MATH+. Die konsequent interdisziplinäre Ausrichtung von MATH+ werde dazu beitragen, Fortschritte bei so wichtigen Zukunftsthemen wie der nachhaltigen Energieversorgung, der individualisierten Medizin oder auch der Analyse sozialer Prozesse zu erzielen.

„Unsere Forschung wird durch einen Transferbereich komplementiert, dessen Aufgabe es ist, Forschungsergebnisse möglichst zeitnah in Industrie und Gesellschaft zu bringen“, erläutert Clustersprecher Professor Michael Hintermüller von der Humboldt-Universität zu Berlin.

Das Forschungsprogramm von MATH+ geht aber weit über die technologie-orientierte Forschung hinaus. „Unser Ziel ist es, in ausgewählten Zukunftsfeldern mit Mathematik neue Themen zu erschließen“, erklärt der dritte Sprecher, Professor Christof Schütte von der Freien Universität Berlin. „Dabei denken wir an ungewöhnliche und neue Kooperationen zu gesellschaftlich relevanten Themen, insbesondere mit Kollegen aus den Geistes- und Sozialwissenschaften.“ Neben konkrete Forschungsprojekte soll hier ein neues kreatives Element treten, das „Topic Development Lab“: Es schafft intellektuelle Freiräume und bietet einen Rahmen für ganz unterschiedliche Formate. Hier sollen weltweit renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus allen Disziplinen zusammenkommen und neue Forschungsthemen explorieren. Darüber hinaus wird MATH+ selbst zum Forschungsobjekt: Im Rahmen einer soziologischen Untersuchung soll analysiert werden, welche Rolle der Exzellenzcluster in der Karriere-Entwicklung junger Mathematikerinnen einnimmt, wie er sich auf Karriere-Entscheidungen und die akademische Auswahlprozesse auswirkt.

MATH+ will nachhaltig auf die Entwicklung der Mathematik in Deutschland und der Welt ausstrahlen. Deshalb wird der Ausbildung in Studium und Forschung höchste Bedeutung zugemessen. Hier baut MATH+ auf eine Weiterentwicklung der international renommierten Berlin Mathematical School (BMS), unter anderem mit dem Ziel, die Karrierelücke zwischen der Phase als Postdoktorandin oder -doktorand und einer Professur zu schließen.

Sprecher

Prof. Dr. Michael Hintermüller (Humboldt-Universität zu Berlin)
Tel.: 030 2093-2668
hint@math.hu-berlin.de

Prof. Dr. Christof Schütte (Freie Universität Berlin),
Tel.: 030 838-75353
schuette@mi.fu-berlin.de

Prof. Dr. Martin Skutella (Technische Universität Berlin)
Tel.: 030 314-78654
martin.skutella@tu-berlin.de

Antragstellende Forschungsinstitutionen:

Technische Universität Berlin (Sprecherhochschule)

Freie Universität Berlin

Humboldt-Universität zu Berlin

Kooperationspartner

  • Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW)

  • Deutsches Archäologisches Institut (DAI)

  • Ferdinand-Braun-Institut, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik (FBH)

  • Helmholtz Zentrum Berlin für Materialien und Energie (HZB)

  • Max Delbrück Centrum für molekulare Medizin (MDC)

  • Max-Planck-Institut für molekulare Genetik (MPIMG)

  • Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)

  • Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK)

  • Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB)

Weitere Informationen

Link zur Verbundwebseite

 

NeuroCure
Neue Perspektiven in der Therapie neurologischer und psychiatrischer Erkrankungen

 

Das Exzellenzcluster NeuroCure
Foto: Andreas Horn

Der neurowissenschaftliche Exzellenzcluster NeuroCure wird bereits seit 2007 im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder an der Charité – Universitätsmedizin Berlin gefördert und kann nun seine erfolgreiche Arbeit fortsetzen. Die Erforschung von neurologischen sowie psychiatrischen Krankheitsmechanismen und die Übertragung grundlagenwissenschaftlicher Erkenntnisse in klinisches Handeln, kurz: Translation, stehen im Zentrum des interdisziplinären und internationalen Konsortiums. NeuroCure wird sich in Zukunft mit Projekten aus dem gesamten Lebensbereich – von der embryonalen Entwicklung bis ins hohe Alter – beschäftigen und neue innovative Module etablieren, die den Translationsprozess beschleunigen.
NeuroCure ist an der Charité – Universitätsmedizin Berlin, der gemeinsamen medizinischen Fakultät von Freier Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin – angesiedelt und kooperiert eng mit verschiedenen außeruniversitären Forschungseinrichtungen.

„Unser Ziel ist, Erkenntnisse aus der neurowissenschaftlichen Grundlagenforschung noch erfolgreicher als bisher in die klinische Anwendung zu überführen und neue therapeutische sowie diagnostische Ansätze für Patientinnen und Patienten zu entwickeln,“ sagt Prof. Dietmar Schmitz, Direktor des Neurowissenschaftlichen Forschungszentrums an der Charité und Sprecher des Clusters.

Die Untersuchungsansätze reichen von molekularen Methoden über bildgebende Verfahren bis zu verhaltensbiologischen und neuropsychologischen Untersuchungen. Dabei stehen Entwicklungsstörungen, aber auch Erkrankungen wie Parkinson, Multiple Sklerose, Demenz und Epilepsie sowie verschiedene psychiatrische Krankheitsbilder wie Schizophrenie, Sucht und Depression im Vordergrund. „Mit unserer Forschung möchten wir übergreifende Mechanismen über die Entstehung und die Verläufe von neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen identifizieren und uns nicht allein auf eine spezifische Krankheit des zentralen Nervensystems fokussieren. Dabei ist unsere interdisziplinäre Zusammenarbeit sehr wichtig, damit wir aussichtsreiche Therapien entwickeln können“, erklärt Dietmar Schmitz. Um die Forschung der Neurowissenschaftlerinnen und -wissenschaftler zu unterstützen, werden Know-how und hochmoderne Geräte in zentralen Einrichtungen zur Verfügung gestellt.

Zur Förderung der klinischen Forschung wird das bereits etablierte NeuroCure Clinical Research Center durch das Modul 'BrainLab' erweitert. Zukünftig werden in enger Zusammenarbeit mit den klinischen Bereichen der Neurochirurgie und der neurologischen Intensivstation Behandlungswege insbesondere für akute und hyperakute Erkrankungen entwickelt. Dies ermöglicht eine noch umfassendere Erforschung verschiedenster neurologischer Krankheitsbilder.

Das Mentoring-Programm 'SPARK-Berlin' soll die Umsetzung von Ergebnissen aus der Forschung in klinisch-relevante Arzneimittel und Diagnostika beschleunigen.

Mithilfe des 'VOS-Moduls' (Value and Open Science) soll die Vorhersagekraft und Reproduzierbarkeit der Forschung verbessert werden; zudem soll ein freier Zugang zu den Resultaten der wissenschaftlichen Arbeiten ermöglicht werden.
„Gerade durch die Schaffung dieser neuen strukturellen Module, der Vernetzung der laufenden Forschungsaktivitäten sowie durch die Rekrutierung exzellenter Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler wird der neurowissenschaftliche Standort Berlin beständig ausgebaut“, so Schmitz.

Zu den Partnern von NeuroCure zählen das Deutsche Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE), das Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP) und das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC). Auch wird die Zusammenarbeit mit den beiden transnationalen Forschungszentren, dem Berliner Institut für Gesundheitsforschung/Berlin Institute of Health (BIH) und dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), weiter ausgebaut.

Sprecher

Prof. Dr. Dietmar Schmitz (Charité – Universitätsmedizin Berlin)

Antragstellende Hochschulen

Freie Universität Berlin und Humboldt-Universität zu Berlin als Trägerinnen der Charité – Universitätsmedizin Berlin

Beteiligte Institutionen

Helmholtz Gemeinschaft (Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen/DZNE

Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin/MDC), Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP)

Max-Planck Gesellschaft (MPIIB)

Kooperationspartner

Berliner Institut für Gesundheitsforschung/Berlin Institute of Health (BIH)

Deutsche Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE)

Max-Planck-Institut für Bildungsforschung (MPIB)

Weitere Informationen

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Science of Intelligence (SCIoI)
Intelligenz verstehen lernen

 

Science of Intelligence
Foto: Oliver Brock

Im Mittelpunkt von Science of Intelligence, einem gemeinsamen Exzellenzcluster der Technischen Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin, steht ein besseres Verständnis von Intelligenz in all ihren Facetten: Welche fundamentalen Gesetze und Prinzipien liegen unterschiedlichen Formen von Intelligenz zugrunde – sei es künstliche, individuelle oder kollektive Intelligenz? Ihre Forschungsergebnisse wollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den verschiedensten Disziplinen – von der Psychologie, über Robotik, Informatik bis hin zur Philosophie und Verhaltensforschung – nutzen, um neue intelligente Technologien zu schaffen. Die methodische Strategie des Clusters ist dabei ein neuartiger Ansatz in der Intelligenzforschung, bei dem sämtliche Erkenntnisse, Methoden, Konzepte und Theorien in technologische Artefakte einfließen müssen, beispielsweise Roboter oder Computerprogramme. Diese Artefakte dienen als gemeinsame „Sprache”, die einen wissenschaftlichen Austausch über disziplinäre Grenzen hinweg ermöglichen soll.

„Trotz intensiver Forschung zu allen Bereichen der Intelligenz ist das Wissen dazu nach wie vor lückenhaft und unzusammenhängend. Science of Intelligence will diese Lücken füllen und neue Zusammenhänge herstellen, um das Verständnis von Intelligenz ganz grundlegend voranzutreiben“, sagt Oliver Brock, Professor für Robotik an der Technischen Universität Berlin und Sprecher des Clusters.

Der synthetische Forschungsansatz des Clusters ermöglicht eine Verknüpfung, aber auch eine Überprüfung der verschiedenen Forschungsergebnisse. Die so gewonnenen Erkenntnisse integrieren alle beteiligten Disziplinen der Intelligenzforschung und rücken damit die Identifizierung grundlegender Prinzipien unterschiedlicher Formen von Intelligenz in greifbare Nähe. „Erkenntnisse, die über mehrere der beteiligten Disziplinen hinweg konsistent sind, liefern wertvolle Hinweise auf die gesuchten Prinzipien der Intelligenz. Widersprüche werden dagegen zu neuen Fragestellungen führen“, erklärt Oliver Brock.

Strukturell setzt SCIoI vor allem auf intensive Nachwuchsförderung. Parallel zu dem bereits existierenden Master-Track „Science of Intelligence“, der angehenden Intelligenzforscherinnen und -forschern die notwendigen Kenntnisse aus Informatik, Psychologie und weiteren Disziplinen vermittelt, wird vielversprechenden jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern frühe Selbständigkeit geboten durch die Möglichkeit eigene Projekte zu beantragen. Damit schaffen die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Großraum Berlin ein einzigartiges Forschungs- und Ausbildungsumfeld mit hoher Anziehungskraft für junge, hochqualifizierte Intelligenzforscherinnen und -forscher.

Sprecher

Prof. Dr. Oliver Brock, Technische Universität Berlin

Antragstellende Hochschulen

Humboldt-Universität zu Berlin, Technische Universität Berlin

Partnerinstitutionen

Charité – Universitätsmedizin Berlin

Freie Universität Berlin

Max-Planck-Institut für Bildungsforschung Berlin

Universität Potsdam

Kooperationspartner

Internationale Kooperationen

MIT (Center for Brains, Minds, and Machines)

University of Oxford

Aarhus University (Interacting Minds Center)

Nationale Kooperationen

Bernstein Center for Computational Neuroscience Berlin, Einsteincenter Neuroscience

Kooperationen mit der Industrie: Amazon Development Center Berlin, Datalab Volkswagen AG, PSIORI, mindX, Hypoport

Weitere Informationen

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