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Schulportal der HU

MigraMENTOR

Berlinweit sollen Strukturen der Förderung von Lehrer/innen mit Einwanderungsgeschichte geschaffen werden. Eine hohe Wirksamkeit entsteht durch die Verzahnung von Maßnahmen der universitären Lehrerbildung mit der Handlungsebene des schulischem Ausbildungs- und Praxisfeldes. Alle Phasen der Lehrerbildung, bzw. des Lehrerberufs werden somit als Ansatzpunkte für MigraMENTOR genutzt werden. Der Vernetzung im universitären Kontext soll spiegelbildlich die Bildung eines Schul-Netzwerks folgen.

Proaktive Breitenansprache in Berliner Oberschulen

Nach Absprache und in Kooperation mit den Schulleitungen bestimmter Schwerpunktschulen sollen Schüler/innen durch differenzierte und adressatenorientierte Formate angesprochen werden. Diese Angebote sollen über die allgemein üblichen Infos und Werbematerialien hinausgehen, z. B. durch Schülerwettbewerbe, Schüler-Labore in Kooperation mit den Fachdidaktiken, Schnuppertage für fachlich speziell interessierte Schüler/innen, Gruppengespräche, z.B. an den 13 Mercator-Kooperationsschulen der HU.

Erstsemester-Begleitung –
Brückenangebote für den Übergang Schule-Universität

Brückenangebote für die Informations- und Studieneingangsphase sollen interessierte Schüler/innen gezielt Unterstützung und Vorbereitung für eine bessere Abiturnote geben, um ein Lehramts-Studium aufnehmen und erfolgreich durchführen zu können. Darüber hinaus sollen in der Oberstufe Hilfen zur Berufsorientierung und bei der Studienberatung gegeben werden. Als eine Kernmaßnahme ist ein Kolleg für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund (Arbeitstitel „Chimborazo-Kolleg“) geplant: Hier sollen Schülerinnen und Schüler von Beginn der Oberstufenphase bis zum Ende des ersten Studienjahres begleitet werden. Besonders bei der Aufgabe, Migrant/inn/en der dritten Generation für das Lehramt zu interessieren, soll eine Kooperation mit verschiedenen Bereichen der HU entwickelt werden, z. B. dem Club LISE, der im Jahr 2005 zur Förderung von Migrantinnen in den Naturwissenschaften gegründet wurde.

Multiplikatorenprogramme – Mentoring für Lehramtsstudierende mit Einwanderungsgeschichte

Im Vordergrund steht die Multiplikatorengewinnung, -schulung und –bindung. Alle Akteure an Universität und Schule können somit angesprochen, aktiviert, geschult, motiviert und als Multiplikatoren für Projektziele von MigraMENTOR eingebunden werden:

  • Dozent/innen in der Lehrerbildung erhalten z. B. Fortbildungen, um Studierende mit Migrationshintergrund adäquat betreuen und im Hinblick auf die Möglichkeit, Lehrer/in zu werden, sprach- und kultursensibel fördern zu können.
  • Lehrer/innen fungieren als Mentor/innen und betreuen als speziell geschulte Netzwerk-Partner an den Schulen vor Ort die potenziell geeigneten oder interessierten Schüler/innen.
  • Studierende betreuen als speziell ausgebildete studentische Tutoren die Studierenden der ersten Semester, bieten Gruppenberatungen für Studierende mit Einwanderungsgeschichte zum Schreiben und Überarbeiten wissenschaftlicher Hausarbeiten und zum Lesen von Fachtexten an. In einer Tandem-Börse werden Sprachlernpartnerschaften zwischen Studierenden ohne und mit Migrationshintergrund vermittelt. Die modellhafte Durchführung und Erprobung des Multiplikatorenprogramms erfolgt an einer repräsentativen Pilotschule mit hohem Anteil von Schüler/innen mit Migrationshintergrund. Geplant ist zunächst die Zusammenarbeit mit der Ernst-Abbe-Oberschule in Neukölln, mit der bereits die praktische Zusammenarbeit in bestehenden Projekten erprobt ist. Nach erfolgreicher Erprobung sollen die Angebote auch auf andere Schulen übertragen werden,
  • Schüler/innen, die bereits Unterstützungs- und Beratungsangebote in Anspruch genommen haben (z.B. Schülercampus) und/oder noch nicht entschieden sind, sollen weiter beraten und begleitet werden.

Website von MigraMENTOR

Ansprechpartner

Prof. Dr. Stefan Kipf

Humboldt-Universität zu Berlin
Philosophische Fakultät II
Institut für Klassische Philologie

Unter den Linden 6
10099 Berlin

Tel.: 030 2093-70424
Fax: 030 2093-70436
stefan.kipf@staff.hu-berlin.de