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Humboldt-Universität zu Berlin

Post von Teneriffa

Gruppenfoto
Gruppenfoto der Geographinnen und Geographen der HU
Foto: Studierendengruppe Exkursion Teneriffa

Als Alexander von Humboldt mit 30 Jahren zu seiner größten Forschungsreise nach Südamerika aufbrach, war Teneriffa die erste Station. Er bestieg den Pico de Teide, erforschte und dokumentierte den Vulkan sowie seine Umgebung.

Dort entdeckte Humboldt die Gesetze der Geobotanik, welche bis dahin nicht bekannt waren. Er führte Untersuchungen durch von Astronomie über Botanik bis Geologie und beobachtete Besonderheiten wie den Drachenbaum Dracaena Draco in La Orotava.

220 Jahre später im März 2019 reisen nun Geographinnen und Geographen der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) nach Teneriffa um Humboldts Fußspuren zu folgen. Die Exkursion, initiiert von Prof. Dr. Patrick Hostert vom Geographischen Institut der HU, umfasst 25 Studierende. Vor Ort untersucht die Gruppe unter anderem Höhenvegetation, Vulkangestein sowie die Kanarische Kiefer, ein endemisches Gewächs auf den Kanaren. Im Reisetagebuch berichten die Studentinnen und Studenten von ihren Erlebnissen und Forschungsergebnissen.

Autorinnen und Autoren: Lasse Harkort, Johanna Braune, Antonia Neumaier und Philip Jochinke
 


12. Tag

Von Puerto de la Cruz nach Los Gigantes
 

Foto: Studierendengruppe Exkursion Teneriffa

Am letzten vollständigen Exkursionstag fuhren wir von Puerto de la Cruz durch das Teno-Gebirge nach Los Gigantes. Inspiriert von der dortigen Betonlandschaft aus Hotelkomplexen, die zum Teil in die Felsen hinein gebaut wurden, diskutierten wir über die ökologischen Folgen des Tourismus auf Teneriffa.

Eine zweistündige Bootstour bildete den Abschluss unserer Exkursion.

 

 

Die Strecke führte entlang der imposanten Steilklippen von Los Gigantes zur Masca-Schlucht, wo wir uns im kristallklaren Atlantik erfrischten.

 

Erfrischung im Atlantik
Foto: Studierendengruppe Exkursion Teneriffa

 

Betonlandschaft aus Hotelkomplexen
Foto: Studierendengruppe Exkursion Teneriffa

 

 


11. Tag

Nationalpark Teide
 


Nationalpark Teide
Foto: Studierendengruppe Exkursion Teneriffa

Zu Beginn des 11. Tages informierten wir uns im Besucherzentrum El Portillo über die Genese der Insel und im angrenzenden Garten über die Flora des Nationalparks Teide.>

Nach mehreren Stops und Aussichtspunkten bekamen wir von Herrn Kamella, der vor etwa 50 Jahren von Berlin nach Teneriffa emigrierte, umfassende Informationen über Kultur und Natur der Insel.

Auf der folgenden Wandertour, vorbei an den beiden zuletzt ausgebrochenen Vulkanen Ginero und Montaña de Trebejo, konnten wir die erstarrten Lavafelder aus der Nähe untersuchen.

Wir stellten fest, dass sich im darum befindlichen Kiefernwald deutliche Anzeichen von Waldbränden finden ließen.

Kiefernwald
Foto: Studierendengruppe Exkursion Teneriffa

Auf dem Rückweg vertieften wir das Thema Katastrophenschutz noch einmal am Beispiel der geschichtsträchtigen Stadt Garachico, deren bedeutender Hafen Anfang des 18. Jahrhunderts durch ein Vulkanausbruch verschüttet wurde.

Wanderung
Foto: Studierendengruppe Exkursion Teneriffa

 

 


Zehnter Tag

Highlight: Teide

 


Wanderung auf steinigen Wegen
Foto: Studierendengruppe Exkursion Teneriffa

Der 10. Tag dürfte für viele ein Highlight der Exkursion gewesen sein. Endlich ging es für uns auf den Teide – nicht zu Fuß wie damals Alexander von Humboldt sondern mit der Seilbahn. Auf etwa 3.500 Meter bestaunten wir bei einem Spaziergang die fast mondartig erscheinende Vulkanlandschaft, die sich unter uns erstreckte. In der Ferne erblickten wir sogar dank ausgezeichneter Wetterlage die Inseln Gran Canaria, La Gomera, La Palma und El Hierro.

Die besagte für uns geomorphologisch hochinteressante Landschaft erkundeten wir im Anschluss bei einer anspruchsvollen Wanderung auf den gegenüber vom Teide liegenden Guajara. Trotz starker Sonneneinstrahlung und steiniger Wege überwanden wir die 700 Höhenmeter bis zum Gipfel. Erleichtert und stolz genossen wir den Blick auf den Teide und seine versteinerten Lavaströme.

Seilbahn

Seilbahn
Foto: Studierendengruppe Exkursion Teneriffa

 

Atemberaubende Landschaften
Foto: Studierendengruppe Exkursion Teneriffa

 


Achter Tag

La Orotava
 


Altstadt von La Orotava
Foto: Studierendengruppe Exkursion Teneriffa

Am achten Tag machten wir uns auf den Weg in die Stadt La Orotava, welche oberhalb von Puerto de La Cruz liegt und uns als eine Altstadt mit viel Charme in Gedächtnis bleibt. Früher wurde hier viel Landwirtschaft und Handel betrieben, wodurch die Stadt Wohlstand erreichte.

 

 

 

 

 

Nach einer Besichtigung des anschaulichen Besucherzentrums des Nationalparks Teide wurden wir im Rathaus empfangen und bekamen unter anderem die dortige Ausstellung über Alexander von Humboldt präsentiert.

 

Alexander von Humboldt-Ausstellung
Foto: Studierendengruppe Exkursion Teneriffa

 

Mittags fuhren wir in den Wald bei Aguamansa ein Mischwald, der aufgrund seiner Höhe von knapp über 1.000 m direkt innerhalb der Wolken liegt und deshalb meist vernebelt ist.

Nebeliger Wald bei Aguamansa
Foto: Studierendengruppe Exkursion Teneriffa

 


Siebter Tag

Auf Alexander von Humboldts Spuren
 


Gruppenbild um Alexander von Humboldts Büste.
Foto: Studierendengruppe Exkursion Teneriffa

Zum Start der zweiten Woche, nach einem Ruhetag, fokussierte sich unser Tagesprogramm ganz auf den Aufenthalt Alexander von Humboldts auf Teneriffa vor 220 Jahren. Im Zuge dessen trafen wir den Honorarkonsul sowie Vertreterinnen und Vertreter des Humboldtvereins der Insel, die uns einen selbstproduzierten Dokumentarfilm über Humboldt präsentierten.

Beim anschließendem gemeinsamen Besuch des “Jardin de Aclimatation de La Orotava” bekamen wir durch den Direktor des botanischen Gartens eine anschauliche Führung. Hier bestaunte schon Humboldt zahlreiche endemische und exotische Pflanzen. Auch am nächsten Ort, den schön angelegten Orchideengarten Sitio Libre, folgten wir Humboldts Spuren.

“Jardin de Aclimatation de La Orotava”.
Foto: Studierendengruppe Exkursion Teneriffa

Zweiter Schwerpunkt des Tages war die Betrachtung des Stadtbildes Puerto de la Cruz. Wir analysierten vor allem die Gegensätze der unterschiedlichen Viertel im Hinblick auf Architektur und touristische Infrastruktur.

Puerto de la Cruz
Foto: Studierendengruppe Exkursion Teneriffa

 


Sechster Tag

Von La Laguna nach Puerto de la Cruz
 


Puerto de la Cruz
Foto: Studierendengruppe Exkursion Teneriffa

Am Samstag ließen wir es ein wenig ruhiger angehen und wechselten die Unterkunft von La Laguna nach Puerto de la Cruz. Hier konnten wir sehr schnell feststellen, wie die Stadt unter dem Einfluss eines wachsenden Tourismus wie auch demographischen Prozessen steht – und nach unserem ersten Eindruck einen starken Kontrast zur Studierendenstadt La Laguna bildet! 

Nach dem Check-In in der Unterkunft machten wir einen Spaziergang entlang der Küste, um am Bollullo Strand den Tag bei einem gemeinsamen Picknick ausklingen zu lassen.

 

 


 

Fünfter Tag

Observatorium Izaña und Esperanzawald
 


Observatorium Izaña
Foto: Studierendengruppe Exkursion
Teneriffa

Am fünften Tag besuchten wir das Observatorium Izaña. Dieser Standort leistet einen wichtigen Beitrag zur globalen Atmosphärenforschung. Der Forscher Emilio Cuevas nahm sich Zeit und gab uns eine äußerst interessante Führung durch das Institut. Oben auf dem Dach erhob sich im Hintergrund der Messgeräte der Teide in seiner vollen Pracht.

Gegen Nachmittag erreichten wir den Esperanzawald und wanderten unter anderem durch eindrucksvolle kanarischen Kiefern. Zum Ende des Tages fuhren wir nach Arafo. Wir setzten uns mit der Hydrologie und Landwirtschaft Teneriffas auseinander und warfen einen Blick auf die dort befindlichen Terrassenlandschaften.

 

Esperanzawald
Foto: Studierendengruppe Exkursion
Teneriffa

 

Teneriffas Terrassenlandschaften
Foto: Studierendengruppe Exkursion
Teneriffa

 


 

Vierter Tag

Zweite Wanderung im Anaga-Gebirge
 

Nebel im Gebirge
Nebel, Foto: Studierendengruppe Exkursion
Teneriffa

Trotz Muskelkater und kleinerer Blessuren waren wir nach den tollen Eindrücken vom Vortag motiviert für eine zweite Wanderung im Anaga-Gebirge. Noch am Morgen umhüllte uns eindrucksvoll der Nebel der Passatwolken.

Danach durchstiegen wir dichte Lorbeerwälder, die immer wieder spektakuläre Blicke auf die Küstenlandschaft freigaben.

Inhaltlich setzten wir uns mit den Höhenstufen des Klimas und der Vegetation auseinander und diskutierten den Naturschutz auf Teneriffa.

 

 

Küstenlandschaft Foto: Studierendengruppe
Exkursion Teneriffa

 


 

Dritter Tag

Wanderung im Anaga-Gebirge
 

Wanderung
Wanderung
Foto: Studierendengruppe Exkursion Teneriffa

Am dritten Tag stand für uns eine erste intensive Wanderung im Anaga-Gebirge auf dem Plan.

Von der Atlantikküste stiegen wir 600 Höhenmeter durch grüne, malerische Vulkanlandschaft bis zum Höhlendorf Chinamada. Unser Hauptaugenmerk lag dabei auf der lokalen Flora und Fauna.

 

 

 

 

 

 

Küstenlandschaft Foto: Studierendengruppe
Exkursion Teneriffa

 

 


Zweiter Tag

El corazon de Tenerife

 


Blick auf das Auditorium von Teneriffa
Foto: Studierendengruppe Exkursion Teneriffa

 

 

 

 

 

 

Heute haben wir die Hauptstadt Teneriffas, Santa Cruz, besichtigt. Bei strahlendem Sonnenschein erkundeten wir Parks, Plätze und anschließend auch das Wahrzeichen der Stadt, das Auditorium.

In kleinen Gruppen und durch Vorträge haben wir uns heute insbesondere mit der Siedlungsentwicklung und der Infrastruktur der Region auseinander gesetzt.

 

Das Kulturzentrum „Círculo de Amistad XII de Enero“
Foto: Studierendengruppe Exkursion Teneriffa

 


 

Erster Tag

Anflug auf Teneriffa
 

Anflug auf Teneriffa

Anflug auf Teneriffa
Foto: Studierendengruppe Exkursion Teneriffa

Herzlich willkommen auf unserem Blog!  

Wir sind Geographinnen und Geographen der Humboldt-Universität Berlin und möchten unsere Erlebnisse und Eindrücke der Hauptexkursion mit euch teilen.

Die Exkursion ist Bestandteil unseres Studiums und dieses Jahr geht es nach Teneriffa.

Viel Spaß!