Direkt zum InhaltDirekt zur SucheDirekt zur Navigation
▼ Zielgruppen ▼

Humboldt-Universität zu Berlin

Festwoche

Vom 24. bis 30. August 2019

Die großen Herausforderungen unserer Zeit stehen in wechselseitiger Abhängigkeit. Die Lösung komplexer und globaler Probleme sowie die Antworten auf gesellschaftliche Fragen erfordert eine interdisziplinäre Expertise. Alexander von Humboldt stand als Forscher über den wissenschaftlichen Disziplinen und entdeckte die globale Vernetzung. Seine Methoden und Denkansätze sind heute relevanter denn je. In der Festwoche zum Alexander von Humboldt-Jahr diskutieren vom 24. bis 30. August 2019 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt einige der drängendsten aktuellen Herausforderungen aus humboldtscher Perspektive. Sie gehen der Frage nach, wie uns Humboldts Ansätze bei deren Lösung helfen können, und wo wir diese weiter denken müssen. Dabei wird das Feiern nicht zu kurz kommen.

 

24. August 2019: Grandes Trópicos!

 

Konzert

Anlässlich des Humboldt-Jahres 2019 begeben sich die Humboldt-Universität und die Sing-Akademie zu Berlin im Berliner Dom auf eine musikalische Reise entlang des Wendekreises. Alexander von Humboldts Berliner Kosmos trifft mit Musik von Bertola, Mendelssohn, Nova, Silvestre, Villa Lobos u.a. auf die Klangräume des lateinamerikanischen Regenwalds und der arktischen Eisberge.

Alexander von Humboldt galt als Universalgelehrter, der in allen Bereichen begabt war – außer in der Musik. Dennoch war er mit dem Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy befreundet und der Sing-Akademie zeitlebens verbunden. Die 1791 gegründete Sing-Akademie zu Berlin gilt heute als der älteste gemischt singende Chor der Welt. Das 1827 eröffnete, von den musikbegeisterten Bürgerinnen und Bürgern der Stadt selbst errichtete Haus der Sing-Akademie (Gorki-Theater) war bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts nicht nur ein berühmter Konzertsaal, sondern auch der Ort, an dem sich die Universität zum ersten Mal der Öffentlichkeit zuwandte. Alexander von Humboldt hielt in der Sing-Akademie Teile seiner berühmten Kosmos-Vorträge. Eröffnet wird das Konzert mit Felix Mendelssohn Bartholdys Humboldt-Kantate, welche anlässlich der Konferenz der Naturforscher 1828 von Alexander von Humboldt beauftragt wurde.

Der zweite Teil des Konzerts widmet sich Humboldts globaler Perspektive und seiner Modernität: Humboldt hat früh gegen Kolonialismus, Sklaverei und Ausbeutung natürlicher Ressourcen Stellung bezogen. Daher stehen vor allem Werke des 20. Jahrhunderts und der zeitgenössischen Musik aus Südamerika auf dem Programm.

Mit:

  • Haupt- und Mädchenchor der Sing-Akademie zu Berlin
  • Chor der Humboldt-Universität Berlin
  • Kammersymphonie Berlin

Stücke:

  • Cantos de la Creación de la Tierra

Jacqueline Nova

  • Humboldt-Kantate

Felix Mendelssohn Bartholdy

  • Cantus Arcticus (1. Satz)

Einojuhani Rautavaara

  • Parian

Silvestre Revueltas

  • Grandes Trópicos

Eduardo Bertola

  • Auszüge aus: Amerindia - 10. Symphonie

Heitor Villa-Lobos

Termin

24. August 2019, 17 Uhr
Berliner Dom, Am Lustgarten 2, 10117 Berlin

 

Anmeldungen und Fragen zur Veranstaltung unter: Veranstaltungen-250avh@hu-berlin.de

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Sing-Akademie zu Berlin

 

25. August 2019: Was würde Humboldt heute machen? – Wie kann, darf, muss sich Wissenschaft politisch positionieren? (Arbeitstitel)

 

Matinee

Mit: N.N.

Termin

25. August 2019, 11 Uhr
Humboldt-Universität zu Berlin, N.N.

 

Anmeldungen und Fragen zur Veranstaltung unter: Veranstaltungen-250avh@hu-berlin.de

Eine Veranstaltung in Kooperation mit Die Zeit

 

26. August 2019: Wissenschaft und Macht – von Sklaverei, Kolonialismus und Revolution

 

Podiumsdiskussion

Humboldt gilt als zweiter Entdecker Südamerikas, als Gegner der Sklaverei und des Kolonialismus – aber auch als Vertreter einer Wissenschaft, die von kolonialen Strukturen profitiert und selbst Teil eines Herrschaftsprozesses war. Die Diskussionen vor dem Hintergrund des entstehenden Humboldt Forums laufen heiß. Aber wie sieht die Humboldt-Rezeption in Südamerika aus? In der Veranstaltung wird die aktuelle Debatte aufgegriffen und aus südamerikanischer Perspektive kritisch beleuchtet.

Mit:

  • Dr. Sandra Rebok, Expertin Forschungsprogramm „Kultur und Außenpolitik“, Institut für Auslandsbeziehungen (ifa)
  • Prof. Dr. Mauricio Nieto Olarte, Departamento de Historia, Universidad de los Andes, Kolumbien
  • Prof. Dr. Iván Muñoz Duthil, Catédra Humboldt, Universidad de La Habana, Kuba

Moderation: Prof. Dr. Michael Zeuske, Institut für Iberische und Lateinamerikanische Geschichte, Universität zu Köln

Termin

26. August 2019, 19 Uhr

Humboldt-Universität zu Berlin, Senatssaal,
Unter den Linden 6, 10117 Berlin

 

Anmeldungen und Fragen zur Veranstaltung unter: Veranstaltungen-250avh@hu-berlin.de

 

 

27. August 2019: Menschenrechte global – über Universalität heute

 

Podiumsdiskussion

Alexander von Humboldt war tief geprägt von den Ideen der Französischen Revolution, der Erklärung der Menschenrechte und ihrer universellen Gültigkeit. Wissenschaftler aus Deutschland und Frankreich diskutieren, wie Menschenrechte heute gedacht werden müssen, wenn sie diesen universellen Anspruch aufrechterhalten wollen und ob die Kategorien der Aufklärung noch tragen.

Mit:

  • David Blankenstein, Deutsches Historisches Museum
  • Dr. Philipp Corcuff, Institut d'études politiques de Lyon, Frankreich
  • Prof. Dr. Markus Messling, Centre Marc Bloch – Humboldt-Universität zu Berlin
  • Prof. Ph.D. Sophie Wahnich, Institute for Advanced Studies, Princeton, USA

Termin

27. August 2019, 19 Uhr

Humboldt-Universität zu Berlin, Senatssaal,
Unter den Linden 6, 10117 Berlin

 

Anmeldungen und Fragen zur Veranstaltung unter: Veranstaltungen-250avh@hu-berlin.de

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Deutschen Historischen Museum Berlin.

 

 

 

28. August 2019: Wissenschaft und Poesie – Naturerforschung, Naturempfinden

 

Lesung und Gespräch

Die Natur nicht nur vermessen, sondern anschauen und erleben – für Humboldt war es zentral, die Welt auch emotional zu erfassen. Er zögerte nicht, seine wissenschaftlichen Betrachtungen in einer oft poetischen Sprache zu verfassen. Dies hinterließ einen tiefen Eindruck in den Naturdarstellungen der US-amerikanischen Literatur und veränderte die Wahrnehmung der Natur maßgeblich. Wissenschaftler*innen und Künstler*innen diskutieren über die Verbindung und Wechselwirkung von Kunst und Wissenschaft und inwiefern Humboldts Ansatz für beide Bereiche noch aktuell ist. Die Dichterin Susan Stewart liest aus Schlüsselwerken der US-amerikanischen Literatur, welche von Humboldt inspiriert waren.

Mit:

  • Prof. Susan Stewart, Princeton University, USA
  • Prof. Dr. Marcel Robischon, Albrecht Daniel Thaer-Institut für Agrar- und Gartenbauwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin
  • Sadie Weis, Künstlerin, Kansas und Berlin

Moderation: Prof. Dr. Catrin Gersdorf, Professor of American Studies, Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Termin

28. August 2019, 19 Uhr

Humboldt-Universität zu Berlin, Senatssaal,
Unter den Linden 6, 10117 Berlin

 

Anmeldungen und Fragen zur Veranstaltung unter: Veranstaltungen-250avh@hu-berlin.de

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Botschaft der USA.

 

 

 

29. August 2019: Wissenschaft und Grenzen – wie Ideen migrieren

 

Podiumsdiskussion

Alexander von Humboldt war Weltreisender und Kosmopolit, er war global vernetzt und stand in stetigem Austausch mit Forscherinnen und Forscher sowie Politikerinnen und Politiker aus aller Welt. Vor allem nach Großbritannien hatte er enge Verbindungen und besuchte das Land mehrfach. Seine geplante Expedition nach Indien konnte er jedoch nicht umsetzen, die Einreise in die britische Kolonie wurde ihm verweigert. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Großbritannien und Deutschland diskutieren, welche Herausforderungen sich der Forschung aktuell vor dem Hintergrund neu aufsteigender Grenzen einerseits und wachsender Mobilität von Menschen und Ideen andererseits stellen.

 

Mit:

  •    Prof. D.Phil. Philipp Bullock, The Oxford Research Centre in the Humanities, Oxford of University, UK
  • Jaqui Broadhead, Centre on Migration, Policy and Society, University of Oxford, UK
  • Prof. Dr. Manuela Bojadzijev, Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung, Humboldt-Universität zu Berlin

Termin

29. August 2019, 17 Uhr

Humboldt-Universität zu Berlin, Raum N.N.,
Unter den Linden 6, 10117 Berlin

 

Anmeldungen und Fragen zur Veranstaltung unter: Veranstaltungen-250avh@hu-berlin.de

 

30. August 2019: Humboldts Russland-Reise – zweihundert Jahre später

 

Podiumsgespräch

Im Frühjahr 1829 folgte Alexander von Humboldt mit zwei jungen Berliner Kollegen einer Einladung von Zar Nikolaj I. zu einer Reise in die Tiefen des Russischen Reiches, die sie in den Ural, den Altai bis zur Grenze nach China und in die Kaspi-Senke führen sollte. Nach dem Zerfall der Sowjetunion machte sich ein deutsch-russisches Forscherteam zwischen 1994 und 2009 in sieben Etappen auf den Weg zu den Humboldt-Orten in Russland. Sie sammelten authentisches Material zu Orten, Personen sowie den wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Umständen und Nachwirkungen der Reise. Drei der Teilnehmerinnen, Teilehmer sowie Organisatorinnen und Organisatoren der Expedition berichten.

Mit:

  • Dr. Christian Suckow, Historiker, Berlin
  • Dr. Andreas Förster, Physiker, Berlin
  • Kerstin Aranda, Geographin, Sauvigney-lès-Gray, Frankreich

Moderation: Dr. Stefan Karsch, Historiker, Regionalreferat für Mittel- und Osteuropa im Internationalen Büro, Humboldt Universität zu Berlin

 

Termin

30. August 2019, 19 Uhr

 

Anmeldungen und Fragen zur Veranstaltung unter: Veranstaltungen-250avh@hu-berlin.de