Humboldt-Universität zu Berlin

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BAFöG

Ausbildungsförderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) steht auch bei behinderten und chronisch kranken Studierenden unter den möglichen Studienfinanzierungen an erster Stelle. Das Gesetz sieht allerdings keine erhöhten Leistungen für einen finanziellen Mehrbedarf infolge einer Behinderung oder Krankheit vor.

Eine Behinderung wird beim BAföG insofern berücksichtigt, als bei der Ermittlung des Einkommens der Eltern auf Antrag ein höherer Freibetrag, eine Verlängerung der Förderungshöchstdauer oder ein Antrag auf Fachrichtungswechsel anerkannt werden kann. Zuständig für Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz ist das Amt für Ausbildungsförderung des Studierendenwerks Berlin.

Die Förderungshöchstdauer kann wegen einer Behinderung für eine angemessene Zeit verlängert werden. Sie müssen allerdings nachweisen, um welchen Zeitraum sich Ihr Studium aufgrund Ihrer Behinderung verlängert hat und dass ein Vermeiden der eingetretenen Verzögerung nicht möglich und nicht zumutbar gewesen ist. Als Gründe zählen nicht nur gesundheitliche oder behinderungsbedingte Faktoren, sondern z. B. auch bauliche Hindernisse an der Universität und defekte oder fehlende Hilfsmittel. Auch bei einer länger als 6 Monate dauernden erheblichen Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit durch eine chronische Krankheit sollte geltend gemacht werden, dass es sich hierbei um eine "Behinderung" im Sinne von BAföG handelt. Die wegen einer Behinderung über die Förderungshöchstdauer hinaus gezahlte Ausbildungsförderung wird in voller Höhe als Zuschuss gewährt.

Für behinderte Studierende kann die in der Regel nach dem 4. Semester erfolgende Leistungsüberprüfung zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.

Zur Berücksichtigung behinderungsbedingter Aufwendungen kann auf Antrag ein zusätzlicher Härtefreibetrag angesetzt werden. Dadurch erhöht sich die Einkommensgrenze, bis zu der volles BAföG gewährt wird. Berücksichtigt wird nicht nur eine Behinderung des Studierenden, sondern auch die eines unterhaltsverpflichteten oder eines anderen unterhaltsberechtigten Familienmitgliedes.

Ist ein Fachrichtungswechsel aus unabweisbarem Grund erforderlich, so wird BAföG für die gesamte Förderungshöchstdauer der neuen Fachrichtung gewährt. Wird der Antrag auf Fachrichtungswechsel nur aus wichtigem Grund anerkannt, dann wird die Förderungshöchstdauer um die Semesterzahl gekürzt, die das vorangegangene nichtabgeschlossene Studium gedauert hat.

Auch bei der Rückzahlung des Darlehensanteils können die behinderungsbedingten Aufwendungen geltend gemacht werden. Dadurch erhöht sich die Einkommensgrenze, bis zu der von einer Rückzahlung freigestellt wird.

Stipendien und Stiftungen

Einen umfassenden Überblick über große und kleine Stiftungen bietet z. B. die Broschüre "Förderungsmöglichkeiten für Studierende", herausgegeben vom Deutschen Studentenwerk. Ein Verzeichnis aller Stiftungen mit Sitz in Berlin ist im Amtsblatt von Berlin vom 19. März 1998 veröffentlicht. Online finden Sie Informationen im Stipendienlotsen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Leistungen der Universität

Siehe Integrationshilfen

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