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Humboldt-Universität zu Berlin

Humboldt-Universität zu Berlin | Studium | Studium mit Beeinträchtigung | Bewerbung | Härtefallantrag und Nachteilsausgleich

Härtefallantrag und Nachteilsausgleich

Härtefallantrag und Nachteilsausgleich bei der Bewerbung. Stand: Dezember 2019

Generelle Information

Ein Härtefallantrag kann nur von deutschen, europäischen sowie Bewerber*innen aus den EWR-Staaten Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz und von Bildungsinländer*innen gestellt werden, da ausländische Bewerber*innen bereits innerhalb einer Quote zugelassen werden.

Es gibt kein gesondertes Formular, Sie stellen im Rahmen Ihrer Online-Bewerbung einen Sonderantrag/Härtefallantrag und/oder einen Antrag auf Nachteilsausgleich und fügen die entsprechenden Unterlagen Ihrer Bewerbung bei. Bitte reichen Sie nur Unterlagen in der Form ein, die Ihnen am Ende der Online-Bewerbung angezeigt werden. Ein persönliches Anschreiben mit Ihren Gründen ist nicht erforderlich und wird nicht gewertet.

Die nachfolgenden Informationen gelten nur für den Nachteilsausgleich bei der Bewerbung. Für den Nachteilsausgleich in Studium und Prüfung siehe unser entsprechendes Merkblatt.

Härtefallantrag

Mit einem Härtefallantrag (pdf mit ausführlicher Information) können Sie die sofortige Zulassung zum Studium beantragen. Der Nachweis der Schwerbehinderung (GdB) allein reicht für die Anerkennung als Härtefall nicht aus. Im erforderlichen fachärztlichen Gutachten muss zum Antrag hinreichend Stellung genommen werden. Ein Härtefallantrag ist keine Garantie auf einen Studienplatz.

Antrag auf Nachteilsausgleich bei der Bewerbung

Mit dem Antrag auf Nachteilsausgleich können Sie eine Verbesserung der Durchschnittsnote oder eine Verkürzung der Wartezeit erwirken. Wenn Sie z. B. aufgrund einer längeren Krankheit schulische Ausfallzeiten hatten und eine dadurch bedingte Verschlechterung der Schulnoten durch ein Schulgutachten nachweisen können, dann kommt eine Verbesserung der Durchschnittsnote in Betracht. Konnte die Hochschulzugangsberechtigung wegen krankheits- oder behinderungsbedingter Fehlzeiten erst später erworben werden, so kann dies auf die Wartezeit angerechnet werden. Auch dafür ist ein Schulgutachten notwendig. Grundlegende Information zum Nachteilsausgleich bei der Bewerbung, die an der HU analog angewendet werden, finden Sie auf den Seiten der Stiftung für Hochschulzulassung (pdf).

Verfahren

1. Fachsemester BA und MA

Sie können sowohl einen Nachteilsausgleich beantragen (Schulgutachten) als auch einen Härtefallantrag stellen (fachärztliches Gutachten). Die beiden Anträge auf Nachteilsausgleich (Durchschnittsnote/Wartezeit) und/oder der Härtefallantrag sind bei zulassungsbeschränkten Studiengängen im Rahmen der Online-Bewerbung zu stellen, und mit den ggf. erforderlichen weiteren Bewerbungsunterlagen fristgerecht einzusenden.

Ein Härtefallantrag für Bewerber*innen zum Zweitstudium und ohne Abitur (§ 11 BerlHG) ist nicht möglich.

Die Zulassung für Härtefälle zum 1. Fachsemester erfolgt innerhalb einer Vorabquote von derzeit 5 % der Studienplätze pro Studiengang (§ 10 Abs. 1 BerlHZG i.V.m. § 22 ZSP-HU). Gehen mehr Bewerbungen mit Härtefallantrag ein, als Plätze in der Quote zur Verfügung stehen, wird ein Ranking nach Grad der Härte durchgeführt. Ein Härtefallantrag ist somit keine Garantie auf einen Studienplatz. Zu den Chancen siehe auch Hartmut Maier: Härtefall und Nachteilsausgleich bei der Vergabe von Studienanfängerplätzen. Rechtsrahmen und Grundstrukturen der Anwendung, in: Ordnung der Wissenschaft 1/2016, S. 19-32, pdf).

Sollten Sie innerhalb der Vorabquote für Härtefälle keinen Studienplatz erhalten, nehmen Sie automatisch am Hauptverfahren und allen weiteren Verfahren - hier dann mit dem Nachteilsausgleich - teil, in denen Sie mit allen anderen Bewerber*innen konkurrieren. Ihre Angaben zum Härtefall fließen in diese Verfahren nicht ein.

Höheres Fachsemester (kein Härtefallantrag)

Beim Zulassungsverfahren zu einem höheren Fachsemester gibt es keine Vorabquote, hier konkurrieren alle Bewerber*innen nach Leistung, sofern Plätze vorhanden sind. Sie können insofern einen Antrag (Nachweis erforderlich!) stellen, als dieser bei Ranggleichheit mit einem/einer anderen Bewerber*in zum tragen kommt (soziale, insbesondere familiäre, wirtschaftliche oder wissenschaftliche Gründe, § 14 Abs. 2 BerlHZG).

Nachweise

Sie fügen die entsprechenden Nachweise, siehe nachfolgend, Ihrer Bewerbung bei. Bitte reichen Sie nur Unterlagen in der Form ein, die Ihnen am Ende der Online-Bewerbung angezeigt werden. Nachzuweisende Gründe sind im Berliner Hochschulzulassungsgesetz angeführt (§ 10 Abs. 2 BerlHZG)

Für den Härtefallantrag aus gesundheitlichen Gründen ist ein fachärztliches Gutachten aktuellen Datums erforderlich; der Nachweis des GdB alleine ist nicht ausreichend, er kann zusätzlich beigebracht werden.

Für den Nachteilsausgleich bei der Bewerbung ist in der Regel ein Schulgutachten erforderlich, aus dem entweder eine konkrete Note (Durchschnittsnote) oder ein konkreter früherer Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung (Wartezeit) hervorgeht.

Bei Härtefallanträgen aus sozialen, familiären oder wirtschaftlichen Gründen bringen Sie bitte die Nachweise bei, die aus Ihrer Sicht geeignet sind, die Härte zu belegen. Gleiches gilt für entsprechenden Gründen bei der Bewerbung zu einem höheren Fachsemester.

Ein persönliches Anschreiben mit Ihren Gründen ist nicht erforderlich und wird nicht gewertet.

hochschulstart.de

Wird der gewünschte Studiengang direkt von der Stiftung für Hochschulzulassung vergeben, können Sie dort einen Antrag auf bevorzugte Berücksichtigung des ersten Studienortwunsches stellen. Bitte informieren Sie sich auf den Seiten der Stiftung: http://www.hochschulstart.de/.

Kontakt

 

 

 

 

Informationen nach der EU-DSGVO

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