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Humboldts Wagniswerkstätten – Ein digitales Wagnis

Im Zuge der besonderen Situation des Sommersemesters wurden auch die Kurse von Humboldts Wagniswerkstätten ins Digitale verlegt. Wie wurde die Herausforderung gemeistert? Ein Schulterblick.

 

Agiles Arbeiten, schnelle Ideenentwicklung und eigenständige, gezielte Problemlösung. Inhalte, die der Kurs Humboldts Wagniswerkstätten vermittelt. Schließlich spielen diese Fähigkeiten in der neuen Arbeitswelt eine zunehmend größere Rolle. Unter der besonderen Situation des Sommersemesters und die kurzfristige Verlagerung des Moduls ins Digitale musste der Kurs diese gepredigten Fähigkeiten selbst unter Beweis stellen. “Practice What You Preach” stand auf dem Programm.

Dabei bestand die Herausforderung darin, kollaborative Teamarbeit, sowie den didaktischen Ansatz des Action Learning auch im Digitalen zu ermöglichen.

 

Eingesetzte Programme

Hierfür kamen eine Reihe digitaler Tools zur virtuellen Kommunikation und Exploration zum Einsatz. Über Zoom gab es über 8 Wochen hinweg jeden Mittwoch ein gemeinsames Treffen, in dem inhaltlicher Input gegeben wurde, sich ausgetauscht werden konnten und kleinere Aufgaben direkt über die sogenannten „Breakout Rooms“ von Zoom in kleinen Teams bearbeitet wurden.

Neben Moodle für das Bereitstellen von Inhalten diente die Webanwendung Miro als digitales Whiteboard zum gemeinsamen Arbeiten. Hier wurden Aufgaben vorbereitet, die von den Gruppen eigenständig über die Woche hinweg bearbeitet wurden.

Für das (digitale) Protoyping wurde unter anderem Marvel eingesetzt. Eine Design Plattform, die die schnelle Erstellung von Wireframes, Mockups und User tests ermöglicht.

Dies forderte ebenso ein hohes Maß an Selbstorganisation der Teilnehmenden. In Kleingruppen arbeiteten sie gemeinsam an einer Innovations Challenge des Berliner Startups Edkimo, für dessen Bearbeitung sie sich im Team selbst organisieren mussten. Zudem lernten sie in Kürze eine Fülle an verschiedenen digitalen Programmen kennen, in denen sie sich in kurzer Zeit zu recht finden mussten.

 

Was nehmen wir mit?

Und nicht nur die Teilnehmenden lernten dieses Semester viel dazu. Auch wir von Humboldts Wagniswerkstätten erweiterten unseren Horizont in den Punkten digitale Lehre und Tools enorm. Durchs learning by doing und regelmäßige Feedbackabfragen lernten wir im Laufe der Zeit was besser oder schlechter funktioniert und passten den Kurs laufend an.

 

Unser Fazit: Die schnelle Überführung des workshoplastigen Lehrkonzeptes ins Digitale erforderte Anpassungen in Struktur und Organisation. So sind aus den ganztägigen Seminarblöcken zum Beispiel wöchentliche, kürzere Termine geworden. Da wir schon Erfahrung mit der Whiteboard Software Miro gesammelt hatten, klappte auch die Digitalisierung der kreativen Teamarbeit sehr gut. Dafür fällt gerade die intensive Begleitung der Teamarbeitsphasen in dem digitalen Konzept weg und die Studierenden sind sehr stark auf ihre Selbstorganisation und –motivation angewiesen.

 

Neben dem Kurs von Humboldts Wagniswerkstätten fanden übrigens noch parallel zwei weitere Kurse “Startup-Werkstatt - Mach Dein Ding” und “Projektwerkstatt - Startup for Future” digital statt, sodass das Lehrteam insgesamt 80 Studierende betreut hat.

Für das Wintersemester sind wir gut gewappnet und hoffen darauf, unsere Digitalangebote mit einem Blended-Learning Ansatz stückweise auch wieder in die Präsenzlehre überführen zu können.

 

Humboldts Wagniswerkstätten wird finanziert durch die Berliner Wirtschaft. Sie fördert Projekte der beruflichen und akademischen Bildung und des Wissenstransfers sowie der Integration von Geflüchteten in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Link zu der IHK Berlin