Direkt zum InhaltDirekt zur SucheDirekt zur Navigation
▼ Zielgruppen ▼
Startseite der Einrichtung
Abb.: Julia Borgwardt

Wirtschaft

Humboldt-Universität zu Berlin | Wirtschaft | Humboldts Wagniswerkstätten | News | Transfer Lab Juli 2018: Sozial innovativ mit dem DRK

Transfer Lab Juli 2018: Sozial innovativ mit dem DRK

Die Teilnehmenden und der Kooperationspartner Deutsches Rotes Kreuz begaben sich auf Lösungssuche für die Altenhilfe im ländlichen Raum.

Im letzten Transfer Lab des Sommersemesters hatten wir mit Andreas Elvers und Cornelia Bäumer zwei interessante und kompetente Vertreter/innen des Berliner Generalkonsulats des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) bei uns zu Gast. Stellvertretend für die diversen Aktivitäten und Herausforderungen der Wohlfahrtsorganisation mit deutschlandweit über 40.000 Pflegekräften haben wir uns auf die Verbesserung der Altenhilfe im Kreisverband Güstrow in Mecklenburg Vorpommern konzentriert.

Mit dem Thema sind unweigerlich vielfältige Problemlagen verknüpft, die insbesondere in der sehr ländlich geprägten Region das Thema Altenhilfe und ambulante Altenpflege erschweren: der demografische und soziale Wandel in Dörfern, der Rückgang von Infrastruktur, das Thema (fehlende) Mobilität, und die fehlende Internetanbindung ganzer Landstriche.

Über zwei Tage setzen sich die 15 Teilnehmenden diverser Fachbereiche der HU mit der Fragestellung vom DRK auseinander. Empathieübungen wie dem Subjekt-Radar sorgten dabei für ein Verständnis für die Lebenslagen der beteiligten Akteure. Durch Lightning Demos sammelten wir hilfreiche Analogien und Best Practice Beispiele aus ähnlichen und weit entfernten Bereichen, die als Inspiration zur Lösungsfindung dienten. Anschließend wurde mit Hilfe unterschiedlicher Kreativtechniken und Herangehensweisen eine breite Ideenbasis entwickelt.

Dabei war kein (gedanklicher) Weg zu weit, um spannende und abwechslungsreiche Ideen zu entwickeln. So erkundeten die Teilnehmer/innen zwischenzeitlich Szenarios, in denen autonome Autos auf den Straßen schon eine Selbstverständlichekeit sind, und überlegten sich wie eine Gesellschaft aussehen würde, wenn es effektive staatliche Anreizsysteme für ehrenamtliche Tätigkeiten gebe. Heraus kamen nach einem ersten Ideen-Prototyping drei vielversprechende Ideenkonzepte, die in Feedbackrunden gemeinsam diskutiert und verfeinert wurden.

Die vielfältigen Ideenkonzepte haben eine Gemeinsamkeit: sie alle hatten einen Weg gefunden, entstehenden sozialen Lücken zu begegnen. Der Senioren Marktplatz bringt ältere Dorfbewohner/innen per Busshuttle des DRK zum 2-wöchigen Markttag für relevante Dienstleistungen, Einkäufe und kulturelle Aktivitäten nach Güstrow. Der Erfahrungsaustausch: Geschichten für Alle bringt Jung und Alt über Lebensgeschichten zusammen und ist ein Kulturangebot für sowohl Kinder- und Jugendtreffs als auch Pflegeeinrichtungen des DRK. Und das Kartenspiel „Mach doch mal“ ist ein für Senior/innen konzipiertes Aktivierungs- und Begegnungsspiel, dass niedrigschwellig alltägliche, biografische und DRK relevante Themen aufgreift.

Die Teilnehmer/innen lernten dabei im engen Kontakt mit der Praxis an einer realen Fragestellung, wie sich Kreativtechniken und Problemlösungskompetenzen gezielt einsetzen lassen, um zu innovativen Lösungswegen zu gelangen. Die Ergebnisse und Erkenntnisse aus dem Transfer Lab werden in Kürze dem DRK in Form eines Transfer Reports zur Verfügung gestellt. Wir drücken die Daumen, dass es die Lösungsansätze bis zur Umsetzung schaffen und das Leben im Alter im ländlichen Raum tatsächlich verbessern können!

 

Humboldts Wagniswerkstätten wird finanziert durch die Berliner Wirtschaft. Sie fördert Projekte der beruflichen und akademischen Bildung und des Wissenstransfers sowie der Integration von Geflüchteten in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Link zu der IHK Berlin