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Abb.: Julia Borgwardt

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Transfer Lab BioBahnhof - eine Rückschau

Die Teilnehmer*innen entwickelten gemeinsam Ideen mit dem Adlershofer Unternehmen Michael Lenk Fachhandel für Effektive Mikroorganismen GmbH.

The medium is the message

Die Aufgabenstellung, die das Unternehmen mit in das Transfer Lab brachte, zielte auf die Anpassung von Kommunikationsmaßnahmen und -wegen ab. Der Adlershofer Fachhandel vertreibt und produziert Produkte mit effektiven Mikroorganismen, z.B. ökologisch und vegan produzierte Düngemittel. Bislang sind die Produkte allerdings nur für Fachkenner und Fans der Nutzung von Effektiven Mikroorganismen sichtbar. Das Unternehmen sieht Chancen, auch eine breitere Zielgruppe an ökologisch interessierten Gartenfreunden zu erreichen und zu überzeugen.

Der Geschäftsführer Sebastian Rahn formulierte zu Beginn des Workshops seine Erwartungen so: „Wir suchen Impulse, wie wir unsere dimikro Produkte besser in den Kopf von ökologisch bewussten Gartenenthusiasten bringen und die Vorteile gegenüber anderen Produkten kommunizieren.“ Das Konzept der Transfer Labs verspricht genau dies zu erreichen, indem es unterschiedliche und fachfremde Perspektiven aus der Spitzenforschung und von Studierenden mit aktuellen Ansätzen aus der Innovationsentwicklung kombiniert. Auf diese Weise werden Ideen zutage gebracht, die unternehmensintern meist gar nicht auftauchen würden.

 

Intensive Zusammenarbeit

Der interdisziplinäre Teilnehmerkreis des Transfer Labs hatte eineinhalb Tage Zeit sich in Fragestellung und Kontext des Unternehmens hineinzuversetzen und in Einzel- und Teamarbeiten eigene Ansätze zu entwickeln. Die Teilnehmenden wurden dazu an die Design Sprint Methode herangeführt, ein agiler Innovationsprozess, der es möglich macht innerhalb kurzer Zeit komplexe Fragestellungen aus der Produktentwicklung in einen Prototypen zu übersetzen.

Angeleitet wurden sie dabei von Christina Stehr, Wagniscoach des Projekts: „Am Ende unseres Trainings haben die Teilnehmenden mit der Design Sprint Methode einen Schritt-für-Schritt Ansatz erlernt, wie sich Produkt- und Strategievorhaben effizient und kollektiv lösen lassen. In der heutigen Arbeitswelt sind dies gefragte Fähigkeiten, die nicht nur angehende Entrepreneure benötigen.“

 

Vom Hirngespinst zum Prototyp

Zum Abschluss des Transfer Labs präsentierte das Team zwei ausgewählte und als Ideen-Prototypen ausgearbeitete Ansätze. Die Teilnehmenden haben sich auf eine online und eine offline Strategie geeinigt, die der Zielgruppe klar kommunizieren welche Vorteile die Produkte bieten und ihnen passende Hilfestellungen und Infos an die Hand geben.

Für die Online Präsenz fiel die Wahl auf einen Youtube-Kanal, der vordergründig Gartenliebhabern Pflanz- und Pflegetipps an die Hand gibt und die Effekte und Anwendungsmöglichkeiten von Effektiven Mikroorganismen für den Boden anhand von dimikro Produkten demonstriert. Um neben den jetzigen digitalen Vertriebskanälen auch stärker im Einzelhandel präsent zu sein, empfohlen die Teilnehmer*innen Sebastian Rahn dimikro Produkte auf Gartenfachmessen mit einer durch sie entwickelten Verkaufspräsentation an die vielzähligen kleinen Gärtnereinen und Floristen zu vertreiben.

 

Humboldts Wagniswerkstätten wird finanziert durch die Berliner Wirtschaft. Sie fördert Projekte der beruflichen und akademischen Bildung und des Wissenstransfers sowie der Integration von Geflüchteten in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Link zu der IHK Berlin