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Wirtschaft

WTT Newsletter April 2016

Ausgabe 4/2016

Das Projekt wurde von der Berliner Stadtreinigung im Verbund mit den Reinigungsunternehmen Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, Leipzig, München, Stuttgart und Wien in Auftrag gegeben und am Institut für Psychologie der Humboldt-Universität zu Berlin unter Leitung von Prof. Dr. Elke van der Meer, PD Dr. Reinhard Beyer und Dr. Rebekka Gerlach durchgeführt. Die Projektleitung seitens der Stadtreinigungsbetriebe liegt bei Frau Birgit Nimke-Sliwinski (Berliner Stadtreinigungsbetriebe).

Die aktuelle Projekt-Studie zum Littering-Verhalten basiert auf insgesamt zehn vorausgegangenen Studien, die das Projektteam zur Wahrnehmung und Bewertung von Sauberkeit in Großstädten zwischen 2004 und 2015 durchgeführt hat. Ziel dieser Studien war es, die Reinigungsstrategien der Stadtreinigungsunternehmen zu optimieren. Bemerkenswert dabei war, dass viele der dort als besonders störend für die Sauberkeit beurteilten Merkmale auf sogenanntes Littering-Verhalten zurückzuführen sind. „Littering-Verhalten“ ist die regelwidrige Entsorgung von Abfällen im öffentlichen Raum. Dadurch entstehen erhebliche Abfallmengen und Kosten für die Städte und damit die Gesellschaft insgesamt. Bereits 2007 ging das Projektteam in einer ersten Untersuchungsserie den Ursachen und Präventionsmöglichkeiten von Littering-Verhalten nach. Etwa zehn Jahre nach dieser ersten Erhebung entstand die Frage, ob die damaligen Befunde stabil sind und welche neuen Faktoren auf das Littering-Verhalten Einfluss nehmen könnten (z.B. stärkere Nutzung von Take Away Verpackungen). Zur Beantwortung dieser Fragen werden verschiedene Methoden eingesetzt, wie z.B. Fragebogen- und experimentelle Sortiertechniken sowie psychophysiologische Messmethoden (Pupillen- und Blickbewegungsmessung). Einbezogen in diese Untersuchung werden Bürger in Berlin und Frankfurt am Main. Dabei finden auch unterschiedliche Urteilerperspektiven (Experten, Laien, „Littering-Täter“) und Untersuchungssettings (öffentlicher Raum, Labor) Berücksichtigung. Im Unterschied zur ersten Untersuchung ist das Verhalten von Kindern und Jugendlichen von besonderem Interesse. Nach Auswertung der ersten Teilstudien zeichnet sich ab, dass sehr unterschiedliche Motive zum Littering führen. Folglich sind zielgruppen- und situationsspezifische Maßnahmen gegen das Littering erforderlich. Rein restriktive Maßnahmen (wie finanzielle Bestrafungen) erweisen sich nicht als effektiv, da sie nicht konsequent umsetzbar sind. Die laufenden Untersuchungen werden differenziertere Antworten ermöglichen.

 

Ansprechpartner für das Projekt an der Humboldt-Universität ist PD Dr. Reinhard Beyer.

 

Falls Sie Fragen zum Thema Auftragsforschung haben, wenden Sie sich gern an die Forschungsmanager der HI:

Jens Fenzau | Forschungsservice HI

Christine Kapps | Forschungsservice HI

Weitere Infos...

 

 

PHENOBASE ist eine Online-Plattform und soll als neue Dienstleistung für die Wissenschaft den Markt der präklinischen Forschung optimieren. Präklinische Forschung ist medizinische Grundlagenforschung und geht allen klinischen Studien an Patienten voraus. Präklinische Forschung liefert also die Grundlagen für die Entwicklung neuer Therapien gegen alle großen Volkskrankheiten. Von der Optimierung der präklinischen Forschung durch PHENOBASE profitieren vor allem die Forscher (Zielgruppe I) indem sie durch eine vereinfachte Recherche Zeit sparen und die Qualität der Versuche durch genaue Versuchsanweisungen verbessert wird. Durch das Einsparen von überflüssigen Versuchen werden zudem die Versuchstierzahlen reduziert. Die Produkthersteller (Zielgruppe II) sollen hier ihren Online-Katalog über eine integrative Schnittstelle in der Rubrik Equipment & Products auf PHENOBASE ohne Aufwand verlinken und so gegenüber dem traditionellen Offline-Vertrieb eine höhere Sichtbarkeit ihrer Produkte erreichen. Zudem haben die Kunden ein höheres Cross-Selling-Potential, sowie zeitliche und monetäre Einsparpotentiale beim Vertrieb.

Die Idee zu PHENOBASE entstand aus der Arbeit von Prof. Dr. York Winter (Institut für Biologie der HU, Fachgebiet Kognitive Neurobiologie), dem Mentor dieses Projektes, welcher im Laufe seiner langjährigen Karriere im Bereich Verhaltensforschung und Neurologie ein umfangreiches und detailliertes Datenmaterial über präklinische Tiermodelle zusammentragen hat. Diese Daten wurden durch das Expertenteam, bestehend aus Frau Dr. Maika Korn (Veterinärmedizinerin), Herrn Dr. Philipp Hillmeister (Biologe) und Herrn Hendrik Nitsche (Informatiker) aufgearbeitet, verwendet und in der PHENOBASE Online-Plattform implementiert.

PHENOBASE zielt inhaltlich auf die Strukturierung der präklinischen Versuchsmodelle. Die Problematik ist, dass Wissenschaftler in präklinischen Forschungsprojekten durch fehlerhafte Informationskanäle, erschwerte Kommunikation und nicht einheitliche Recherchemethoden an der effektiven Arbeit gehindert werden. Der daraus resultierende enorme Zeitverlust durch intensive Etablierungsphasen und oft fehlerhafte Interpretationen, z.B. bei der Phänotypisierung, soll durch die Entwicklung von PHENOBASE verhindert werden. PHENOBASE soll nun eine innovative Dienstleistung liefern, um die segmentierten und unvollständigen Informationen für die Durchführung von experimentellen Tierversuchen zu zentralisieren und so eine effektive, standardisierte und exzellente Forschung ermöglichen. PHENOBASE besetzt eine einzigartige Nische, um die präklinische Verhaltensforschung maßgeschneidert mit Informationen zu versorgen, die Pauschalanbieter und allgemeine Datenbanken (z.B. Pubmed) so nicht leisten können. PHENOBASE wird insbesondere Forschungsinstituten und forschenden Unternehmen der Pharmabranche als Bezugsquelle dienen. Für das Anfangssegment der Verhaltens-/Neurobiologie betrifft dies ein Marktvolumen von ca. 70.000 Wissenschaftlern. Zu präklinischer Verhaltensforschung ist das Buch mit dem Titel: What's Wrong With My Mouse?  das einzige Nachschlagewerk für Wissenschaftler, um an wichtige, aber meist veraltete Informationen zu gelangen. PHENOBASE soll die Rolle als neues Standardwerk für präklinische Forschung im Bereich der Verhaltensbiologie übernehmen.

PHENOBASE wird durch ein EXIST-Gründerstipendium gefördert, aktuell in einer Beta-Version getestet und soll nach Möglichkeit im Jahr 2016 zur Marktreife geführt werden. Eine erste Nutzerumfrage (Primäranalyse) bei 50 Forschern zeigte eine sehr positive Akzeptanz (>80% Zustimmung). In Abstimmung mit der AG Prof. Winter wird in einem Kreis von Experten die Datenbank kontinuierlich erweitert. Dazu wird ein Gremium aus Forschern gegründet, damit die Datenbank Schritt für Schritt um weitere Forschungsdisziplinen aus den Bereichen der Kardiologie, Tumorbiologie und Immunologie erweitert wird.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass alleine in Deutschland in den Jahren 2000 bis 2010 die Zahl der für Tierversuche verwendeten Wirbeltiere von 1.825.215 auf 2.856.316 Tiere angestiegen ist (Tendenz steigend). Forschung und Entwicklung wird in Zukunft am Standort Deutschland und weltweit weiter wachsen. Die präklinische Forschung soll durch PHENOBASE optimiert werden und die Zahl der Tierversuche nach Möglichkeiten gesenkt. Mit geringen Anfangsinvestitionen und großen Ausbaumöglichkeiten soll PHENOBASE die Lösung für die Anforderungen des Marktes im Bereich präklinischer Forschung der nächsten Jahre liefern.

 

PHENOBASE im Web

 

Kontakt: Marco Rösler | Gründungsservice der HU

 

Agrarsoftware trecker.com kostenlos für Hochschulen

Mit dem Farm-Management-System können Hochschulen die Arbeitszeiten und Maßnahmen auf ihren Versuchsfeldern digitalisieren.

Hochschulen mit landwirtschaftlichen Fachbereichen können ab sofort kostenlos die Agrarsoftware von trecker.com nutzen und damit Forschungsarbeiten auf ihren Versuchsfeldern digitalisieren. Das neu entwickelte Farm-Management-System für Agrarbetriebe erfasst wichtige Daten via Smartphone-App (Android & iOS) direkt bei ihrer Entstehung auf dem Feld. Arbeitszeiten, ausgebrachte Betriebsmittel oder entstandene Kosten können so ohne Zettelwirtschaft dokumentiert werden. In der dazugehörenden Online-Plattform laufen alle Daten zusammen und werden in Auswertungen aufbereitet.

Hochschulen sollen mithilfe der Software zum einen von Zeitersparnissen bei der Dokumentation sowie der Aufdeckung von Kostenspar-Potentialen profitieren. Zum anderen können die exakten Daten für Forschungszwecke verwendet werden. trecker.com wiederum erhofft sich von der Zusammenarbeit mit den Hochschulen forschungsbasierte Anregungen für die Weiterentwicklung seines Farm-Management-Systems: „Neben der Praxiserfahrung unserer Kunden ist auch der Austausch mit Hochschulen ein wichtiger Baustein in unserer Softwareentwicklung. An den Hochschulen treffen Tradition und Innovation aufeinander. Die perfekte Grundlage für neue Ideen. Die Optimierung von Verwaltungsprozessen in der Landwirtschaft ist auch hier ein großes Thema, das erforscht wird. Der enge Austausch ist für uns sehr hilfreich, um weitere Lösungen für die Herausforderungen zu entwickeln, mit denen Landwirte tagtäglich in ihren Betrieben konfrontiert sind.“, so Benedikt Voigt, technischer Geschäftsführer von trecker.com.

 

Über trecker.com

Das Software-Unternehmen ist eine Ausgründung der Humboldt-Universität aus dem Jahre 2012. Die Gründer Benedikt Voigt und Miro Wilms teilten die Vision etwas Revolutionäres zu machen. In der Digitalisierung der Landwirtschaft sahen beide die Chance etwas Sinnvolles und Großes aufzubauen. Um die beste Software für die Landwirtschaft zu entwickeln, paarte das Unternehmen seine Internet-Expertise mit der Erfahrung führender Agrarbetriebe, wie der Firma Osters & Voß. Heute arbeitet trecker.com deutschlandweit mit über 150 Betrieben zusammen und beschäftigt mehr als 40 Mitarbeiter.

 

trecker.com im Web

 

Kontakt: Daniela Rings | Innovation Management

 

Kommende Veranstaltungen

Veranstaltungen aus dem Bereich Wissens- und Technologietransfer
05. April 2016 - Berliner Gründl

Berliner Gründl ist das monatliche Networking-Event des Gründungsservices der HU. Die Veranstaltung findet am ersten Dientag jeden Monats ab 18.30 Uhr im Gründerhaus in der Luisenstr. 53 statt. Alle Gründungsinteressierten der HU sind dazu herzlich eingeladen.

Infos zur Veranstaltung und Anmeldung

 

Kontakt: Marco Rösler | Gründungsservice der HU

 

08./09. April 2016 - Startup Camp Berlin 2016

Bringing together founders, entrepreneurs, investors, and students from all around the world, the Startup Camp serves as the largest early stage startup event in Berlin. Over Friday and Saturday there will be a Conference, Pitch Marathon, Expo, and Office Hours all crafted to give you the best contacts and learning experience possible.

Infos zur Veranstaltung und Anmeldung

 

Kontakt: Marco Rösler | Gründungsservice der HU

 

12. April 2016 - Informationsveranstaltung zur BMBF Fördermaßnahme VIP+

Die BMBF Fördermaßnahme VIP+ unterstützt Wissenschaftler/innen dabei, das Innovationspotenzial ihrer Forschung zu prüfen und nachzuweisen sowie mögliche Anwendungsbereiche zu erschließen. VIP+ schafft so die Voraussetzungen für die Weiterentwicklung von Forschungsergebnissen zu innovativen Produkten, Prozessen oder Dienstleistungen. Das Programm ist dabei themenoffen und schließt explizit auch Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften ein.

Infos zur Veranstaltung und Anmeldung

 

Kontakt: Daniela Rings | Innovation Management HU

 

Deadlines im April

Transferrelevante Ausschreibungen und Anfragen
Bekanntmachung des BMBF: Richtlinien zur Förderung von Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet "Interaktive körpernahe Medizintechnik"

Bewerbungsfrist 6. April 2016

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Bekanntmachung des BMBF: Richtlinie für einen gemeinsamen deutsch-russischen Förderwettbewerb mit dem Russischen Fonds für die Unterstützung kleiner innovativer Unternehmen (FASIE) im Bereich industrienaher Forschung sowie der Kooperation innovativer KMU

Projektskizzen bis zum 8. April 2016

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Der Innovationspreis der Funk Stiftung in Zusammenarbeit mit dem DVS Deutscher Versicherungs-Schutzverband e. V.

Einreichung Anmeldeformular bis zum 10. April 2016

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Net Innovation Initiative

Bewerbungsfrist 12. April 2016, 17:00 Uhr

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Gaming and Gamification

Bewerbungsfrist 12. April 2016, 17:00 Uhr

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Technologies for Learning and Skills

Bewerbungsfrist 12. April 2016, 17:00 Uhr

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Big Data PPP: cross-sectorial and cross-lingual data integration and experimentation

Bewerbungsfrist 12. April 2016, 17:00 Uhr

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Software Technologies

Bewerbungsfrist 12. April 2016, 17:00 Uhr

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SSI - Smart System Integration

Bewerbungsfrist 12. April 2016, 17:00 Uhr

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Thin, Organic and Large Area Electronics

Bewerbungsfrist 12. April 2016, 17:00 Uhr

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Call: Internet of Things

Bewerbungsfrist 12. April 2016, 17:00 Uhr

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Bekanntmachung des BMBF: Richtlinie des Fachprogramms "Geoforschung für Nachhaltigkeit (GEO:N)" - "Aus- und Wechselwirkungen von reaktiven mehrphasigen Transportprozessen auf Speicherkapazität, Injektivität und geomechanische Integrität, Prozessverständnis, Umweltauswirkungen und Monitoringansätze"

Projektskizzen bis zum 15. April 2016

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Bekanntmachung: Richtlinie zur Fördermaßnahme "KMU-innovativ: Materialforschung (ProMat_KMU)"

Bewerbungsstichtage jeweils am 15. April und am 15. Oktober

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Bekanntmachung des BMBF: Richtlinie zur Förderung von Maßnahmen für "Technikbasierte Dienstleistungssysteme" im Rahmen des Förderprogramms "Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen"

Projektskizzen bis zum 17. April 2016

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Bekanntmachung des BMBF: Richtlinie zur Förderung von europäischen Forschungprojekten zu Biomarkern für Ernährung und Gesundheit im Rahmen der gemeinsamen Programminitiative "Eine gesunde Ernährung für ein gesundes Leben" (JPI HDHL)

Projektskizzen bis zum 19. April 2016, 16:00 Uhr

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Bekanntmachung des BMBF: Richtlinie zur Förderung von ausgewählten Schwerpunkten der naturwissenschaftlichen Grundlagenforschung auf dem Gebiet "Mathematik für Innovationen in Industrie und Dienstleistungen"

Projektskizzen bis zum 20. April 2016

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Ausschreibung der BLE: Evaluierung des Programms zur Innovationsförderung des BMEL

Angebotsfrist 22. April 2016, 12:00 Uhr

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Bekanntmachung des BMBF: Richtlinien zur Förderung von inter- und transdisziplinär arbeitenden Nachwuchsgruppen im Rahmen der Sozial-ökologischen Forschung

Skizzen können jährlich bis zum 27. April vorgelegt werden.

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Studentische Hilfskräfte gesucht

Das Servicezentrum Forschung der Humboldt-Universität zu Berlin sucht ab sofort 2 Studentische Hilfskräfte für den Bereich Innovation Management und 1 Studentische Hilfskraft für den Bereich Gründungsförderung.

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Bereich Innovation Management

Bereich Gründungsförderung

 

Kontakt: Daniela Rings | Innovation Management