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Wirtschaft

Featured: Gründerszene & EXIST - Interview mit Thomas Wagner

Unser Gründungsberater Thomas Wagner gibt Einblicke in das Gründungsgeschehen an der HU Berlin.
Warum setzt sich die HU dafür ein, dass Studenten bereits neben ihrem Studium gründen?

Aus der Univerisität heraus ein Unternehmen zu gründen, ist ein wichtiger Weg, Wissen aus der Universität heraus in die Gesellschaft zu transerieren, also für die Gesellschaft nutzbar zu machen. Neben Forschung und Lehre gewinnt der Wissenstransfer immer mehr an Bedeutung und ist Teil des gesellschaftlichen Auftrags eine Universität. Der Gründungsservice hilft angehenden Gründerinnen und Gründern dabei, Innovationen aus dem akademischen Umfeld in marktfähige Geschäftsmodelle zu übertragen und damit die Erfolgswahrscheinlichkeit einer Gründung deutlich zu erhöhen. Der Service richtet sich dabei nicht nur an Studierende, sondern auch Wissenschaftler, Alumni und Mitarbeiter der Universität.

Wieso arbeitet die HU mit EXIST zusammen, um gründungswillige Studenten zu fördern?

Das Ziel der akademischen gründungsförderung ist es, Startups hervorzubringen, die sich auf Grundlage einer innovativen Geschäftsidee gründen und sich nachhaltig am Markt positionieren können. EXIST bietet die Möglichkeit, Förderprogramm anzubieten, die genau auf die Bedürfnisse von akademischen Startups ausgerichtet sind. Die wichtigsten Faktoren sind hier eine existenzsichernde Finanzierung und Zeit. Faktoren, die ausschlaggebend sind, um sich auf ein Gründungsvorhaben zu vorzubereiten.

Wie werden die Gründungsinteressierten im Detail unterstützt?

Wir helfen unter anderem bei der Erstellung des Geschäftsmodells und Businessplans, bei der Vermitlung von Mitgründern sowie bei Beantragung und Einwerbung von Fördermitteln. In zwei Gründerhäusern finden die von uns betreuten Startups den idealen Nährboden für gesundes Wachstum und den kreativen Austausch mit anderen Startups in verschiedenen Entwicklungsphasen. Neben Beratung und Coaching veranstaltet der Gründungsservice zudem verschiedene Events, die zur Vernetzung der Gründer innerhalb und außerhalb der Universität verankern. Nach der Unternehmensgründung werden die Teams von der HU-Tochtergesellschaft Humboldt-Innovation unterstützt, unter anderem bei der Anschlussfinanzierung und dem Aufbau eines Mitarbeiterteams.

Eine Vielzahl an Professoren und wissenschaftlichen Mitarbeitern der HU unterstützt die Gründungsprojekte auch als EXIST-Mentor. Wie genau gestaltet sich die Zusammenarbeit mit den Gründern?

Die Zusammenarbeit zwischen Mentoren und Gründern ist sehr eng und damit ein Qualitätsmerkmal der von uns geförderten Gründungen. Die Mentoren übernehmen vor allem die Rolle des fachlichen Ansprechpartners. Sie stehen den Teams mit ihrer Expertise, ihrem Netzwerk und teilweise auch als mögliche Investoren oder Teilhaber zur Seite. Oft bildet die Mentorenschaft auch die Basis für eine langfristige Zusammenarbeit zwischen der Universität und den Startups. Denn die jung gegründeten Unternehmen haben die Möglichkeit, auf das Knowhow der Universität zurückzugreifen, beispielsweise Materialien zu testen, die für neue Produkte verwendet werden, gemeinsam Machbarkeitsstudien durchzuführen oder Absolventen als neue Mitarbeiter zu gewinnen und damit wettbewerbsfähig zu bleiben. Ein Ziel ist daher, die Zusammenarbeit zwischen Startups und der Universität stetig aufrecht zu erhalten und beide Seiten profitieren zu lassen. Wie stark sich ein Mentor einbringt, ist aber sehr individuell.

Welchen Mehrwert bietet das EXIST-Gründungsstipendium? Und wie relevant ist der EXIST-Forschungstransfer für die HU-Studenten?

Das Gründerstipendium hilft dabei, innovative Ideen zu unterstützen und diese in den Markt zu überführen. Ohne Förderprogramme wie EXIST würden viele Ideen gar nicht umgesetzt werden, da das Risiko bei akademischen Gründungsvorhaben sehr hoch ist und das benötigte Startkapital ebenfalls. Innovationen würden damit in der Anwendung verloren gehen. Mit Hilfe des Gründerstipendiums können die Teams die ersten Schritte hin zu einem erfolgreichen Unternehmen meistern und somit eine sehr gute Basis für eine Folgefinanzierung schaffen.

 

Das Interview stammt aus der Präsentation "Erfolgreich gründen!" der Gründerszene in Kooperation mit EXIST.