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Wirtschaft

WTT Newsletter Dezember 2020

Ausgabe 11 / 2020
Who are you?

We are the Whim_ team on the mission to make knowledge communication a creative experience. We believe that everybody deserves to have easy access to knowledge and the means to express their opinion on complex topics.

 

What is your innovation?

We are currently developing the first prototype of the Visualink editor (http://visualink.online/), which helps academics working in the humanities to visualize their research, ideas, and theories. Knowledge communication in the humanities is still a very underestimated field, and teaching often happens entirely text-based. We would like to change that by creating an easily accessible tool to depict your research.

 

How did your idea come about?

We, Wen-Min and Clara, met during our studies at HU. We were colleagues at the philosophy department, where we worked as research/teaching assistants. During that time we both noticed that visualizations helped the students in our classes a lot with grasping difficult ideas and theories. We both got a lot of positive feedback, which ultimately guided us to turn knowledge visualization into a startup idea.

To create the visualization tool , we searched for tech talents to help us bring the Visualink editor to life. Luckily, we met Gemma and Ali, who did not only resonate with the mission, but also with us and each other as a team. We are all very grateful for the productive and enjoyable work atmosphere!

 

Who is your mentor at the BSS scholarship?

Our mentor, Professor Elke Greifeneder, is an information scientist and coordinator of the HU iLab. She is studying the informational behaviour of academics, which is exactly what we need to understand about our target group! Also, she has a lot of experience with software and always provides us with useful feedback.

 

Where do you want to go?

Ultimately, we want to transform the way we communicate knowledge. In our ideal future, researchers do not only publish text but can create visualizations easily and share them with an audience that goes beyond their academic peers. Visualink will then not only provide a way of communicating, but open the door to a whole new world of visual thinking.

http://visualink.online/

whimstartup[at]gmail.com

 

Am 18. November 2020 fand die Abschlussveranstaltung des siebten Ideenwettbewerbs „Forum Junge Spitzenforscher“ statt. Der Wettbewerb wird von der Stiftung Industrieforschung und der Humboldt-Innovation GmbH veranstaltet und richtet sich an herausragende, junge Forschende in Berlin. Insgesamt wurden sechs Teams für ihre Anwendungsideen aus der innovativen Grundlagenforschung im Bereich Künstliche Intelligenz ausgezeichnet. Der Wettbewerb fand in einer avatarbasierten interaktiven 3D-Umgebung statt und wurde in Kooperation mit der Freien Universität, der Humboldt-Universität zu Berlin, der Technischen Universität Berlin und der Charité – Universitätsmedizin Berlin veranstaltet.

In diesem Jahr stand das Thema Künstliche Intelligenz im Fokus. Eine Technologie, die unsere Gesellschaft revolutioniert wie kaum eine andere. In rasanter Geschwindigkeit treibt sie die Digitalisierung unserer Lebens- und Arbeitswelt voran und dringt in immer mehr Bereiche vor. Doch wie verändert Künstliche Intelligenz unsere zukünftige soziale und kulturelle Lebenswelt? Und welche Rolle spielt der Faktor Mensch, wenn Maschinen eine immer stärkere Annäherung an wichtige Funktionen des menschlichen Hirns und der menschlichen Sprache schaffen? Mit anwendungsnahen Strategien, Konzepten und Lösungsansätzen aus der Wissenschaft hat das diesjährige Forum einen Ausblick in die vielfältigen Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz gegeben und sich gleichzeitig mit Fragen einer neuen Verantwortung beschäftigen: Wer schützt uns (und unsere Daten) vor intelligenten Maschinen? Sechs Finalistinnen und Finalisten wurden im Vorfeld ausgewählt, um ihre vielversprechenden Einreichungen von einer hochkarätig besetzten Expertenjury und einer interessierten Öffentlichkeit zu präsentieren. Die namhafte Jury kürte die Gewinner des Wettbewerbs. Das erstplatzierte Projekt erhielt ein Preisgeld von 10.000 EUR, das zweitplatzierte 8.000 EUR und das drittplatzierte 6.000 EUR. Die anderen Platzierten konnten sich jeweils 2.000 EUR sichern. Die Preisgelder sollen der Weiterführung ihrer Forschung zugutekommen.

 
Folgende Forschungsprojekte wurden mit ihren Anwendungsideen ausgezeichnet:
  1. Platz: KI-gestützte Schlaganfallfrüherkennung (PD Dr. Ludwig Schlemm, Charité)
  2. Platz: KOMPASS (Kai Hoppmann-Baum & Jaap Pedersen, TU Berlin)
  3. Platz: PrivML (Franziska Boenisch, FU Berlin)
Jeweils einen 4. Platz belegten:
  • Volksbot: Gretchen (Heinrich Mellmann & Matthias Kubisch, HU Berlin)

  • Predictive Privacy: Innovativer Datenschutz für innovative KI (Dr. Rainer Mühlhoff, TU Berlin)

  • ZerOps – A Self-Healing AIOPs Platform (Dr. Florian Schmidt, Alexander Acker & Sören Becker, TU Berlin)

 

Über die Stiftung Industrieforschung

Die Stiftung hat den Zweck, die Forschung auf den die gewerbliche Wirtschaft, namentlich die kleinen und mittleren Unternehmen, besonders interessierenden Gebieten der Betriebswirtschaft, der Organisation und der Technik zu fördern. Die Stiftung Industrieforschung fördert insbesondere junge Forscherinnen und Forscher, die sich auf wissenschaftlicher Basis mit zentralen Forschungsfragen des industriellen Mittelstandes beschäftigen.

www.stiftung-industrieforschung.de

 

Über die HUMBOLDT-INNOVATION GmbH

Die Humboldt-Innovation GmbH ist die hundertprozentige Tochtergesellschaft der Humboldt-Universität zu Berlin. Als Schnittstelle zur Wirtschaft fördert sie seit 2005 den Wissens-und Technologietransfer der Universität und somit die Realisierung des kommerziellen Potentials innovativer Forschungsergebnisse.

www.humboldt-innovation.de


Weitere Information zu den Forschungsprojekten:
Pitch 1: PrivML
(Franziska Boenisch, Freie Universität Berlin)

Im Projekt soll ein Framework entwickelt werden, welches den Verlust von Privatsphäre in Machine Learning (ML)-Modellen quantifiziert und das Privatsphäre-Risiko einzelner Datenpunkte evaluiert. Dies ermöglicht die rechtssichere und privatssphärebewahrende Anwendung dieser Methoden. Denn obwohl ML-Modelle zunehmend für Vorhersagen auf privaten Daten in sensiblen Anwendungen, z.B. im medizinischen Diagnosekontext, eingesetzt werden, ist diese Folgenabschätzung bisher nur rudimentär entwickelt. Aktuelle Forschung zeigt, dass es möglich ist, die Trainingsdaten aus den Modellen wiederherzustellen oder zumindest zu identifizieren, ob einzelne Datenpunkte im Trainingsdatensatz enthalten sind. Daher werden momentan verstärkt ML-Methoden erforscht, die z.B. durch gezieltes Verrauschen die Privatsphäre der Daten in den Modellen gewährleisten sollen. Das Problem, dass die Effektivität dieser Methoden aktuell nicht einheitlich quantifizierbar ist, soll mit dem entwickelten Framework gelöst werden.


Pitch 2: KOMPASS
(Kai Hoppmann-Baum & Jaap Pedersen, Technische Universität Berlin)

Um die Klimaziele von Paris zu erreichen ist die Dekarbonisierung aller Sektoren unumgänglich. Vor allem die zunehmend dezentrale und volatile Energieerzeugung durch Wind- und Solaranlagen stellt die Netzbetreiber vor Herausforderungen. In diesem Zusammenhang spielen Power-to-Gas Technologien eine wichtige Rolle. Die Umwandlung von Elektrizität in flexible, regenerative und speicherbare Energieträger, z. B. Wasserstoff, dient dazu überschüssige Energie zu speichern, diese als Treibstoff einzusetzen oder als Ausgangsprodukt z. B. in der chemischen Industrie verfügbar zu machen. Die Integration dieser Energieträger in das bestehende System stellt jedoch vor allem Gasnetzbetreiber vor neuartige, komplexe Probleme. Unser Ziel ist es ein Decision-Support-System zu entwickeln, das durch Kombination intelligenter Optimierungsalgorithmen zuverlässig sichere und wirtschaftliche Handlungsempfehlungen für den Betrieb der Gastransportnetze der Zukunft unter Einbeziehung neuer Gaskomponenten gibt.

 
Pitch 3: Volksbot: Gretchen
(Heinrich Mellmann & Matthias Kubisch, Humboldt-Universität zu Berlin)

Angelehnt an biologische Systeme gewinnt die Forschung an verkörperter Künstlicher Intelligenz (Embodied AI) zunehmend an Signifikanz. Biologische Systeme sind inhärent dezentral aufgebaut wobei einzelne Teile des Körpers über eigene Intelligenz verfügen. Intelligentes Verhalten entsteht erst dann aus dem Zusammenspiel einzelner Komponenten und der Interaktion mit der Umgebung. Daher ist der Körper ein unerlässlicher Teil bei der Forschung nach Intelligenz. Besonders interessant sind dabei die humanoiden Roboter, welche immer noch schwer zugänglich, mit hohen Kosten verbunden und oft von den Wissenschaftlern selbst entwickelt werden müssen, wodurch der Nutzerkreis eingeschränkt wird. In diesem Projekt entwickeln wir einen humanoiden Roboter “Gretchen” für Forschung und Lehre. Der Fokus liegt auf der Offenheit von Hard- und Software, sowie der Zugänglichkeit für fachfremde Forscher. Prototypen des Roboters existieren und werden bereits in Lehrveranstaltungen der Humboldt-Universität zu Berlin eingesetzt.


Pitch 4: Predictive Privacy: Innovativer Datenschutz für innovative KI
(Dr. Rainer Mühlhoff, Technische Universität Berlin)

Künstliche Intelligenz birgt nicht nur große Potenziale, sondern auch neue Herausforderungen für den Datenschutz: Sensible Informationen über Menschen – z.B. Krankheiten, sexuelle Orientierung, Bonität – können aus leicht zugänglichen Daten wie Tracking-Daten, Facebook-Likes, Browserverlauf usw. abgeleitet werden. Das Predictive Privacy-Projekt entwickelt ein neues Konzept zum Schutz der Privatsphäre, um Lücken in der bestehenden Datenschutzregulierung zu schließen: Die „prädiktive Privatsphäre“ eines Menschen umfasst auch jene Informationen, die anhand von maschinellem Lernen über ihn vorhergesagt werden können. Prädiktive Privatheit wird verletzt, wenn ohne Wissen und gegen den Willen einer Person sensible Informationen über sie abgeleitet und zum Beispiel für automatisierte Entscheidungen verwendet werden, etwa bei der Bestimmung von Versicherungsprämien oder der Auswahl von Job-Bewerbungen. Neben den philosophischen Grundlagen dieses Ansatzes erarbeitet das Projekt ein „Predictive Privacy“ – Zertifikat für Firmen und Forschungsprojekte, die ihren NutzerInnen den Schutz ihrer prädikativen Privatsphäre garantieren möchten, und verzahnt dies mit neuen Konzepten für den Schulunterricht zur Förderung der öffentlichen Aufklärung über prädikative Analytik.


Pitch 5: KI-gestützte Schlaganfallfrüherkennung
(PD Dr. Ludwig Schlemm, Charité - Universitätsmedizin Berlin)

Akute Schlaganfälle stellen eine der häufigsten Ursachen für dauerhafte Behinderung dar, die für die Betroffenen zu einem Verlust von Unabhängigkeit im Alltag sowie zu hohen Ausgaben im Gesundheits- und Sozialsystem führt. Seit wenigen Jahren kann auch bei schweren Schlaganfällen in vielen Fällen eine vollständige Heilung erreicht werden. Essentiell hierfür ist jedoch ein Beginn der Behandlung möglichst unmittelbar nach Symptombeginn. Bei ca. 20% aller Schlaganfälle treten die Symptome unbemerkt im Schlaf auf, wodurch für diese Gruppe von Patienten ein frühzeitiger Beginn der wirksamen Akuttherapie unmöglich wird. In unserem Projekt werden wir eine innovative Lösung zur Echtzeitdetektion von schweren Schlaganfällen entwickeln. Die Lösung basiert auf der nicht-invasiven Echtzeitüberwachung der motorischen Funktion, der KI-gestützten Detektion von schlaganfalltypischen Veränderungen in den Aufzeichnungen, sowie der hierdurch ausgelösten frühzeitigen Alarmierung der Rettungsdienste.

 

Pitch 6: ZerOps – A Self-Healing AIOPs Platform
(Dr. Florian Schmidt, Alexander Acker & Sören Becker, Technische Universität Berlin)

Die stetig steigende Systemkomplexität und Bedeutung von zuverlässigen IT-Systemen impliziert hohe Anforderungen an die Administratoren. Artificial Intelligence for IT-Operations (AIOps) beschreibt den Prozess der Wartung und des Betriebs großer und komplexer IT-Infrastrukturen unter Verwendung KI-gestützter Methoden. Dazu gehören die automatische, frühzeitige Erkennung von Anomalien und ihrer Ursache, die Behebung und Optimierung, sowie die vollautomatische Ausführung von selbst-stabilisierenden Aktivitäten. Hierzu haben wir die Plattform ZerOps als einen Forschungsprototypen entwickelt, welche KI Methoden einsetzt um Administratoren in der gesamten Prozesskette zu unterstützen: ZerOps beinhaltet von uns entwickelte ML Modelle zur Anomalieerkennung, -klassifikation und Selektion von stabilisierenden Lösungen, sowie eine dezentrale Ausführungsplattform für Analyseschritte um in komplexen IT-Infrastrukturen Modelle anwenden und Ergebnisse aggregieren zu können.

 

Quelle: www.forumjungespitzenforscher.de

 

Portal für Postdoktorand*innenförderung im Servicezentrum Forschung

Das neue Portal ist online! Hier finden sich für jungen Forschende der Humboldt-Universität zu Berlin Infos zu Förderprogrammen, Beratungen und Veranstaltungen. Auch die Services und Unterstützungsangebote für PostDocs des HU Innovation Managements werden in Kürze dort aufrufbar sein.

Das Portal richtet sich an talentierte junge Wissenschaftler*innen der HU - an Postdocs, die ihren ersten Antrag einreichen, an weiter fortgeschrittene Postdocs, Juniorprofessor*innen und Nachwuchsgruppenleiter*innen, aber natürlich auch an Doktorand*innen in der Endphase der Promotion und an internationale Postdocs aller Karrierestufen, die an der HU forschen möchten.

Durchbruch des Jahres: Zielgerichtet gegen Krebs und Viren

Aus dem Tagesspiegel. | Der Berliner Chemiker Christian Hackenberger wird bei der Falling Walls Conference ausgezeichnet. Am Montag werden zehn wissenschaftliche "Durchbrüche des Jahres" verkündet.

[...] Das Beste aus Chemie und Biologie kombinieren

Die Corona-Pandemie habe gezeigt, dass dringend neue Therapeutika gebraucht werden. Hackenbergers Ansatz: „Das Beste aus Chemie und Biologie kombinieren, um daraus neue Verfahren zu entwickeln“. Der Biochemiker will die Chemie nutzen, um beispielsweise die Chemotherapie gegen Krebs besser verträglich zu machen.

Dazu werden Medikamentenmoleküle der Chemotherapie quasi im Huckepack an einen Antikörper gebunden, der die gegen den Krebs gerichtete Substanz direkt an die Stelle in der Zelle bringt, an der sie benötigt wird. „Wie ein Spürhund, der sein Ziel findet“, erklärt der Wissenschaftler. Durch ein solches zielgerichtetes Vorgehen schädige das Gift der Chemotherapie schließlich nicht mehr das normale Gewebe. „Eine gute Nachricht für Krebspatienten“, lautet Hackenbergers eigene Einschätzung.

 

Verfahren auch gegen Coronavirus nutzen

Einen ähnlichen Ansatz entwickelt er auch zur Bekämpfung von Viruserkrankungen. Hier werden Antikörper mit einer Art molekularem Superkleber mit Virushüllen verbunden, um das Grippevirus zu blockieren. 

„Das funktioniert bei der Influenza bereits sehr gut, nun arbeiten wir hart daran, ein solches Verfahren auch gegen das Coronavirus einsetzen zu können“, berichtet der Biochemiker.

 

Jury: Idee faszinierend, Potenzial enorm

Christians Hackenbergers wissenschaftliche Arbeit gehört zu zehn von insgesamt 900 Einreichungen, die am heutigen Montag im Rahmen der Falling Walls Conference als Durchbruch des Jahres ausgezeichnet werden. 

Die Jury kam zu dem Schluss, dass die Kernidee der Arbeit von Hackenberger, der in der Kategorie "Life Science" für seine Arbeit "Next Generation Biopharmaceuticals" ausgezeichnet wird, "faszinierend" ist: der theoretische Ansatz sei groß und das Potenzial hinsichtlich Krebstherapie und Prävention von Virusinfektionen enorm.  [...]

 

Quelle: Jan Kixmüller: Durchbruch des Jahres: Zielgerichtet gegen Krebs und Viren. In: Der Tagesspiegel, 9.11.2020. URL: https://www.tagesspiegel.de/wissen/durchbruch-des-jahres-zielgerichtet-gegen-krebs-und-viren/26602846.html [01.12.2020)

Umweltfreundliche und gesundheitlich unbedenkliche antimikrobielle Textilien gewinnen Cleanzone Award 2020

Kooperation aus TITV Greiz, Ortner Reinraumtechnik und der Arbeitsgruppe Photobiophysik (Institut für Physik) der Humboldt-Universität zu Berlin überzeugt Jury und Fachpublikum

Das Fachpublikum der Cleanzone-Konferenz hat entschieden: Das Projekt „Funktionale Ausrüstung von Textilien zur Inaktivierung von Mikroorganismen um 5 Log-Stufen“ wurde für seine Innovativität mit dem Cleanzone Award 2020 ausgezeichnet.

 

„Das Projekt ist für viele Branchen relevant, weil sich umweltfreundliche, antimikrobiell wirkende Textilien nicht nur für den Einsatz in Reinräumen eignen, sondern auch großes Potenzial für den Gesundheitsbereich sowie stark frequentierte öffentliche Räume aufweisen“, freut sich Josef Ortner, Geschäftsführer der Ortner Reinraumtechnik GmbH. „Die Auszeichnung mit dem Cleanzone Award 2020 verdeutlicht, wie wichtig Nachhaltigkeit auch in diesen Bereichen geworden ist.“

 

Farbstoff erzeugt unter Lichteinwirkung Singulettsauerstoff, der Keime unschädlich macht

Textile Bekleidungen bieten aufgrund ihrer Oberflächenstruktur einen idealen Nährboden für die mikrobielle Keimbildung. Daher werden Textilien für den medizinischen oder technischen Bereich mit Fungiziden oder Bakteriziden ausgerüstet. Bisherige Verfahren stellen eine hohe Umweltbelastung dar und sind gesundheitlich bedenklich. Eine Alternative zu diesen bisher üblichen antimikrobiellen Ausrüstungen stellt die Nutzung der photodynamischen Inaktivierung (PDI) von Bakterien dar. Der physikalische Mechanismus beruht auf der Wirkung von Licht im sichtbaren Spektrum auf einen als Photosensibilisator wirkenden Farbstoff unter Anwesenheit von Sauerstoff und der daraus folgenden Generierung von Singulettsauerstoff.

 

Durch die Funktionalisierung von textilen Flächengebilden mit speziellen Farbstoffen wird es möglich, unter Belichtung hochreaktiven Singulettsauerstoff zu erzeugen. Singulettsauerstoff (1O2) wirkt hoch effizient gegen Bakterien, Schimmelpilze, Algen und ist dabei völlig schadstofffrei und ohne Umweltbelastung sowie ohne Ausbildung von Resistenzen z. B. gegen Antibiotika.

 

Die Erzeugung von Singulettsauerstoff ist die effizienteste und schonendste antimikrobielle Ausrüstung, die auch gegen Viren und multiresistente Keime aktiv ist. Die Funktionalisierung des textilen Trägermaterials erfolgt mit verschiedenen konventionellen Textilveredlungsverfahren. Zur Färbung kann beispielsweise eine Imprägnierung im Foulardverfahren durchgeführt werden. Dafür wird der spezielle Farbstoff (Photosensibilisator) in einem Bindersystem mit weiteren Textilhilfsmitteln gelöst und mittels Färbefoulard auf das Trägermaterial aufgebracht. Zur Verbesserung der Gebrauchsechtheiten wird überschüssiger, unfixierter Farbstoff in einem kontinuierlichen Waschprozess entfernt. Mit diesem Färbeverfahren ist es erstmals möglich, funktionelle Farbstoffe, die bei Tageslicht ausreichend Singulettsauerstoff für eine antimikrobielle Wirkung erzeugen, an das textile Trägermaterial permanent anzubinden.

 

Über den Cleanzone Award

Der Cleanzone Award würdigt Menschen und ihren unternehmerischen Mut, Dinge anders als bisher anzugehen. Prämiert werden wegweisende Fortschritte hinsichtlich Innovation, Nachhaltigkeit und Effizienz im Bereich der Reinraumtechnologie. Er wird im Rahmen der „Cleanzone“, einer internationalen Fachmesse für Kontaminationskontrolle und Reinraumtechnologie, vergeben. Die Messe fand in diesem Jahr erstmals digital statt. [...]

 

Quelle: www.pressebox.de/inaktiv/textilforschungsinstitut-thueringen-vogtland-ev/Umweltfreundliche-und-gesundheitlich-unbedenkliche-antimikrobielle-Textilien-gewinnen-Cleanzone-Award-2020/boxid/1033211

 

> Mehr Informationen zur Arbeitsgruppe Photobiophysik erhalten Sie hier. <

In eigener Sache: Neues Teammitglied

Wir haben Zuwachs im Team des HU Innovation Managements bekommen! Eleonora Frühwirt stellt sich an dieser Stelle vor.

Liebe Humboldtianerinnen, liebe Humboldtianer,

seit November diesen Jahres unterstütze ich als Transfer Managerin das Innovation Management der Humboldt-Universität. Mein Fokus liegt auf der aktiven Vernetzung zwischen Vertreter*innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft mit dem Ziel, anwendungsrelevante Forschungsergebnisse in die Praxis zu bringen und daraus Kooperationsprojekte zu generieren. Ich freue mich, sowohl strategisch als auch operativ zum Ausbau des Transfer-Bereiches der Humboldt-Universität beizutragen.

Dabei kann ich meine Erfahrungen und Kompetenzen im Projektmanagement für das Verbundprojekt BIT6 – Berlin Innovation Transfer – der Berliner Hochschulen bestens einsetzen und von meinem akademischen Hintergrund in Medienwissenschaften und Wissenschaftsmarketing profitieren.

Mit besten Grüßen
Ella Frühwirt

 

Kontakt:

eleonora.fruehwirt@hu-berlin.de
Tel: +49 30 2093 66402 / 70769
Mobil: +49 176 476 030 51

Sitz:

Ziegelstraße 30
10117 Berlin

 

 

Deadlines

Eine Übersicht der Deadlines von Förderbekanntmachungen, Kooperationsanfragen und Wettbewerben mit Bezug zum Wissens- und Technologietransfer. (Zugriff auf Kooperationsanfragen nur mit HU-Login.)

Eine umfassendere aktuelle Übersicht über Förderbekanntmachungen, Kooperationsanfragen und Wettbewerbe finden Sie auch auf unserer WTT-Plattform (Zugriff auf Kooperationsanfragen nur mit HU-Login).

BITTE BEACHTEN: Auf Grund der aktuellen durch die Corona-Pandemie verursachte Situation haben sich viele Deadlines verändert und es gibt kurzfristige Corona-relevante Ausschreibungen.

 

Bekanntmachung des BMBF: Förderung von Zuwendungen für „Interdisziplinäre Summer Schools in der Systemmedizin“ im Rahmen des Forschungs- und Förderkonzepts „e:Med – Maßnahmen zur Etablierung der Systemmedizin“

Deadline: 1. Dezember 2020

Bekanntmachung des BMBF: Förderung von Zuwendungen für „Interdisziplinäre Summer Schools in der Systemmedizin“ im Rahmen des Forschungs- und Förderkonzepts „e:Med – Maßnahmen zur Etablierung der Systemmedizin“ - Mehr…

 

Bekanntmachung des BMBF: „Unterstützung von Bürgerinnen und Bürgern bei der privaten IT-Sicherheit“ zur thematischen Ausgestaltung der Förderrichtlinie „Forschung Agil“

Deadline: 4. Dezember 2020

Bekanntmachung des BMBF: „Unterstützung von Bürgerinnen und Bürgern bei der privaten IT-Sicherheit“ zur thematischen Ausgestaltung der Förderrichtlinie „Forschung Agil“ - Mehr…

 

Bekanntmachung des BMBF: Förderung von Zuwendungen für die „Bilaterale Zusammenarbeit in Computational Neuroscience: Deutschland – USA“

Deadline: 10. Dezember 2020

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Bekanntmachung des BMBF: Richtlinien über die Förderung zum Themenfeld „Wissenschaftliche Vorprojekte“ (WiVoPro) - Photonik und Quantentechnologien

Nächster Stichtag: 15. Dezember 2020

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Bekanntmachung des BMBF: Richtlinie zur Förderung von internationalen Verbundvorhaben in Wissenschaft und Forschung zwischen Südostasien und Europa mit dem Themenschwerpunkt Infektionsforschung im Rahmen des Southeast Asia-Europe Joint Funding Scheme

Deadline: 15. Dezember 2020

Bekanntmachung des BMBF: Richtlinie zur Förderung von internationalen Verbundvorhaben in Wissenschaft und Forschung zwischen Südostasien und Europa mit dem Themenschwerpunkt Infektionsforschung im Rahmen des Southeast Asia-Europe Joint Funding Scheme - Mehr…

 

Bekanntmachung des BMBF: Förderung von deutsch-französischen Projekten zum Thema Künstliche Intelligenz

Deadline: 21. Dezember 2020

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Bekanntmachung des BMEL: Richtlinie zur Förderung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben sowie von Maßnahmen zum Technologie- und Wissenstransfer für eine nachhaltige Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung von landwirtschaftlichen Produkten

Deadline: 30. Dezember 2020

Bekanntmachung des BMEL: Richtlinie zur Förderung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben sowie von Maßnahmen zum Technologie- und Wissenstransfer für eine nachhaltige Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung von landwirtschaftlichen Produkten - Mehr…

 

Bekanntmachung des BMBF: Regelung zur vorübergehenden Gewährung von Beihilfen im Geltungsbereich der Bundesrepublik Deutschland im Zusammenhang mit dem Ausbruch von COVID-19 („Bundesregelung Forschungs-, Entwicklungs- und Investitionsbeihilfen“)

Gewährung der Beihilfen an Unternehmen - indirekte Förderung: Zu den beihilfegeförderten Kosten zählen u.a. auch FuE-Dienstleistungen, die von Hochschulen erbracht werden können. Die Regelung tritt am 31. Dezember 2020 außer Kraft.

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Bekanntmachung des BMBF: Förderung von Projekten zum Themenschwerpunkt „Frauen in Wissenschaft, Forschung und Innovation: Leistungen und Potenziale sichtbar machen, Sichtbarkeit strukturell verankern“ („Innovative Frauen im Fokus“)

Nächste Deadline: 31. Dezember 2020

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Merck: Future Insight Prize

Deadline: 31. Dezember 2020

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DFG: Communicator-Preis 2021

Deadline: 7. Januar 2021

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Bekanntmachung des BMWi: Forschungs- und Entwicklungsvorhaben im Rahmen des sechsten nationalen zivilen Luftfahrtforschungsprogramms

Deadline: 8. Januar 2021

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Bekanntmachung des Innovationsausschusses beim Gemeinsamen Bundesausschuss: Versorgungsforschung – Medizinische Leitlinien (MedLL)

Deadline: 12. Januar 2021

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Bekanntmachung des BMBF: Fördermaßnahme „Gründungen: Innovative Start-ups für Mensch-Technik-Interaktion“

Nächste Deadline: 15. Januar 2021

Bekanntmach

 

Bekanntmachung des BMEL: Neue Wege der Strom-basierten Konversion von biogenen Rohstoffen und der elektrochemischen Herstellung von biobasierten Produkten (Elektrosynthese)

Deadline: 18. Januar 2021

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Bekanntmachung des BMBF: „Deutsch-Chinesische Kooperation zur intelligenten Fertigung (Industrie 4.0) und Smart Services (DEU-CHN_InFe3)“

Deadline: 29. Januar 2021

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Bekanntmachung des BMBF: Förderung interdisziplinärer Verbünde zur Erforschung von Pathomechanismen

Deadline: 29. Januar 2021

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Bekanntmachungen des BMWi: BMWi EXIST Gründerstipendium & Forschungstransfer - Neufassung

EXIST-GS: Eine Antragstellung ist jederzeit möglich. | EXIST-FT: Nächste Deadline: 31. Januar 2021

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European Green Deal call

Deadline: end January 2021

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Bekanntmachung des BMBF: Förderung von Forschungsvorhaben für die Weiterentwicklung des Softwaresystems BaSys 4.0 in der Anwendung

Deadline: 31. Januar 2021

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Bekanntmachung des BMBF: Fördermaßnahme "Anwender - Innovativ: Forschung für die zivile Sicherheit II"

Nächste Deadline: 31. Januar 2021

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Veranstaltungen

Eine Übersicht der Deadlines von Förderbekanntmachungen, Kooperationsanfragen und Wettbewerben mit Bezug zum Wissens- und Technologietransfer. (Zugriff auf Kooperationsanfragen nur mit HU-Login.)

Eine umfassendere aktuelle Übersicht über Förderbekanntmachungen, Kooperationsanfragen und Wettbewerbe finden Sie auch auf unserer WTT-Plattform (Zugriff auf Kooperationsanfragen nur mit HU-Login).

BITTE BEACHTEN: Auf Grund der aktuellen durch die Corona-Pandemie verursachte Situation haben sich viele Deadlines verändert und es gibt kurzfristige Corona-relevante Ausschreibungen.