Direkt zum InhaltDirekt zur SucheDirekt zur Navigation
▼ Zielgruppen ▼

Wirtschaft

Humboldt-Universität zu Berlin | Wirtschaft | WTT-Plattform: Förderungen, Kooperationsanfragen und Veranstaltungen | Bekanntmachung des BMBF: Förderung zum "Abbau von Bildungsbarrieren: Lernumwelten, Bildungserfolg und soziale Teilhabe"

Bekanntmachung des BMBF: Förderung zum "Abbau von Bildungsbarrieren: Lernumwelten, Bildungserfolg und soziale Teilhabe"

In der ersten Verfahrensstufe sind dem DLR Projektträger bis spätestens zum 30. September 2019 zunächst Projektskizzen in schriftlicher und/oder elektronischer Form einzureichen.
Bekanntmachung des BMBF: Förderung zum "Abbau von Bildungsbarrieren: Lernumwelten, Bildungserfolg und soziale Teilhabe"

bmbf logo

 

Nach wie vor hat in Deutschland die soziale Herkunft maßgeblichen Einfluss auf den Bildungserfolg. Dies zeigen z. B. die Ergebnisse des Nationalen Bildungsberichts 2018. Um eine verlässliche Handlungsgrundlage für Maßnahmen zum Abbau von Bildungsbarrieren zu schaffen, gilt es die Frage zu beantworten, wie sozialstrukturell bedingte Bildungsbenachteiligungen kompensiert bzw. möglichst früh in ihrem Entstehen verhindert werden können. Im Rahmenprogramm empirische Bildungsforschung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung wird die Bedeutung von sozialer Teilhabe und Bildungsgerechtigkeit insbesondere im Handlungsfeld „Bildungsgerechtigkeit verbessern – individuelle Potenziale erkennen und entwickeln“ herausgestellt. Diese Förderrichtlinie greift die dort formulierten Forschungsdesiderata im Hinblick auf qualitativ hochwertige Unterstützungs- und Präventionsangebote mit Bezug zum sozialräumlichen Kontext auf.

 

Gegenstand dieser Förderbekanntmachung sind Untersuchungen von Gelingensbedingungen bzw. die forschungs­basierte Entwicklung von Gestaltungskonzepten zur Förderung und Unterstützung der Bildungsbiografien von Kindern und Jugendlichen in problematischen sozialen und räumlichen Lebenslagen. Im Zentrum dieser Förderrichtlinie stehen die Wechselbeziehungen zwischen Bildungsprozessen sowie regionalen und lokalen Lernumwelten, einschließlich der jeweiligen lernförderlichen bzw. -hindernden Einflussfaktoren. Gefördert werden daher empirische Forschungsvorhaben, in denen Handlungs- und Gestaltungspotenziale zum Abbau von Bildungsbarrieren unter Berücksichtigung der Perspektive von Kindern und Jugendlichen – insbesondere in Regionen und Stadt- bzw. Ortsteilen mit besonderem Entwicklungsbedarf – untersucht und auf ihre Übertragbarkeit in unterschiedliche Kontexte hin überprüft werden.

Besonders erwünscht sind Forschungsvorhaben, an denen mehr als eine der thematisch einschlägigen Forschungsgebiete bzw. Disziplinen beteiligt sind, wie beispielsweise Bildungssoziologie, Erziehungswissenschaft, Pädagogische Psychologie, Stadtsoziologie, Sozialarbeit und Sozialpädagogik, Jugendforschung, Bildungsökonomie, Bildungsgeografie, Politik- und Rechtswissenschaft sowie Ethnologie.

Gewünscht ist ein regelmäßiger wissenschaftlicher Austausch des Metavorhabens mit ähnlichen Projekten im Rahmenprogramm in Form von mindestens einem jährlichen Treffen sowie eine regelmäßige Kommunikation zu übergreifenden Themen (gesellschaftliche Herausforderungen, Nachwuchsförderung, Forschungsdatenmanagement, Transfer). Das BMBF geht von einem Eigeninteresse des Zuwendungsempfängers an der Aufgabenstellung aus. Dieses Eigeninteresse ist bei der Antragstellung entsprechend darzulegen.

 

Antragsberechtigt sind staatliche und nicht staatliche Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie sonstige Einrichtungen und Organisationen mit Bezug zur Bildungsforschung (z. B. auch Gemeinden, kreisfreie Städte, Landkreise und Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen – KMU).

 

Die Zuwendungen werden im Wege der Projektförderung gewährt.

Der Zeitraum kann in der Regel bis zu drei Jahre betragen. In besonders begründeten Einzelfällen, beispielsweise um ein längerfristig erfolgreiches Kooperationsprojekt mit Praxispartnern aufzubauen, ist eine längere Laufzeit von bis zu fünf Jahren möglich. Die Notwendigkeit der Laufzeit von mehr als drei Jahren ist im Antrag darzustellen und zu begründen. Für das Metavorhaben ist eine Laufzeit von in der Regel bis zu vier, bei entsprechender Laufzeit der Gesamtförderrichtlinie gegebenenfalls bis zu fünf, Jahren vorgesehen.

Bemessungsgrundlage für Zuwendungen an Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen und vergleichbare Institutionen, die nicht in den Bereich der wirtschaftlichen Tätigkeiten fallen, sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Ausgaben (bei Helmholtz-Zentren − HZ − und der Fraunhofer-Gesellschaft − FhG − die zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten), die unter Berücksichtigung der beihilferechtlichen Vorgaben individuell bis zu 100 % gefördert werden können.