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Humboldt-Universität zu Berlin | Wirtschaft | WTT-Plattform: Förderungen, Kooperationsanfragen und Veranstaltungen | Bekanntmachung des BMBF: Richtlinie über die Förderung zum Themenfeld "SifoLIFE - Demonstration innovativer, vernetzter Sicherheitslösungen" im Rahmen des Programms "Forschung für die zivile Sicherheit 2018-2023"

Bekanntmachung des BMBF: Richtlinie über die Förderung zum Themenfeld "SifoLIFE - Demonstration innovativer, vernetzter Sicherheitslösungen" im Rahmen des Programms "Forschung für die zivile Sicherheit 2018-2023"

Bewerbungen sind bis zum 11. Mai 2020 einzureichen.

Mit dem Wettbewerb „SifoLIFE – Demonstration innovativer, vernetzter Sicherheitslösungen“ verfolgt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Ziel, durch innovative FuE-Vorhaben den Einsatz neuer Sicherheitslösungen in der Praxis auf der Ebene von Modellgebieten vorzubereiten. In FuE befindliche Sicherheitslösungen gilt es in einem schlüssigen Gesamtkonzept an die Bedarfe eines realen Einsatzes anzupassen, zu kombinieren und durch ihre Erprobung den Innovationstransfer zu unterstützen. Durch die Anwendung sollen ein deutlicher Vorteil für die beteiligten Kommunen erzielt und die Sicherheitslösungen für die Bevölkerung erfahrbar gemacht werden.

Der Wettbewerb besteht aus zwei Phasen. In der Konzeptphase sollen bis zu 15 Modellgebiete Strategiekonzepte für einen großflächigen, modellhaften Testbetrieb (Demonstration) von miteinander kombinierten, technischen und organisatorischen Sicherheitslösungen entwickeln. Im Anschluss können sich bis zu fünf Modellgebiete für die Umsetzungsphase qualifizieren, um das Strategiekonzept in Form einer Demonstration in die Praxis zu überführen.

In beiden Phasen des Wettbewerbs ist eine enge Einbeziehung relevanter Akteure und eine bedarfsgerechte Ausgestaltung und Umsetzung der Demonstration zu gewährleisten. Die Demonstration dient der längerfristigen Beobachtung und Erprobung des Zusammenwirkens von technischen und organisatorischen Sicherheitslösungen in einem sicherheitsrelevanten, modellgebietsspezifischen Anwendungsbereich. Durch Dialog- und Austauschformate zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Behörden und Bevölkerung sowie die frühzeitige Auseinandersetzung mit innova­tiven Beschaffungsverfahren können Hemmnisse zur Einführung moderner Technologien oder Dienstleistungen frühzeitig abgebaut und ein Zugewinn an Sicherheit unter Wahrung von Freiheit und demokratischen Werten sichergestellt werden.

 

Gegenstand der Förderung

Kommunen können sich gemeinsam mit einem wissenschaftlichen Partner oder einem Unternehmen für die Konzeptphase des Wettbewerbs „SifoLIFE – Demonstration innovativer, vernetzter Sicherheitslösungen“ bewerben. Die Konzeptphase endet mit der Vorlage eines Strategiekonzepts. Für die sich anschließende Umsetzungsphase werden die Strategiekonzepte ausgewählt, die in besonderem Maße zur Erhöhung der zivilen Sicherheit im jeweiligen Modellgebiet beitragen, einen hohen praktischen Bedarf adressieren und einen deutlichen Innovationsgehalt aufweisen.

Die Demonstration als zentrales Element von Strategiekonzept und Umsetzungsphase muss auf einem ganzheitlichen Ansatz beruhen, das heißt es ist das Zusammenwirken mehrerer, miteinander kombinierter Sicherheitslösungen in der Praxis zu planen und umzusetzen. Dabei können beispielsweise verschiedene sicherheitsrelevante Technologien, Aus- und Weiterbildungsformate, Großübungen oder Dienstleistungen notwendig sein.

Es ist ausdrücklich ein längerfristiger, großräumiger Testbetrieb unter Einbeziehung von gegebenenfalls bereits vor Ort verfügbaren Sicherheitslösungen vorzusehen. Aspekte des Innovationstransfers und der Übertragbarkeit sind dabei ebenso zu berücksichtigen, wie begleitende öffentlichkeitswirksame und dialogfördernde Maßnahmen. Darüber hinaus wird erwartet, dass Aspekte der Nachhaltigkeit in den Projektideen Berücksichtigung finden.

 

Konzeptphase

In der Konzeptphase werden bis zu 15 Projekte gefördert, die durch die Einbindung von regionalen Akteuren sowie Bürgerinnen und Bürgern eine praxisorientierte, bedarfsgerechte Idee zur Demonstration innovativer Sicherheits­lösungen in einem Modellgebiet entwickeln. Es sollen die konkrete Gestaltung der für die Umsetzungsphase geplanten Demonstration festgelegt und ein detaillierter Umsetzungsplan ausgearbeitet werden.

Ziel der Konzeptphase ist die auf dem aktuellen Stand der Forschung basierende wissenschaftliche Ausarbeitung eines Strategiekonzepts, das innovative Sicherheitslösungen aus FuE identifiziert und in einen integrierten Sicherheitsansatz für die Demonstration überführt. Der zur Integration und Demonstration erforderliche FuE-Bedarf ist darzulegen. Das Strategiekonzept bildet den Ausgangspunkt für die Umsetzungsphase.

Umsetzungsphase

Die Umsetzungsphase dient der Realisierung des Strategiekonzepts in Form einer großflächigen und längerfristigen Demonstration von Sicherheitslösungen in der Praxis. Die Kombination von bereits vorhandenen und weiterzuent­wickelnden Sicherheitslösungen muss einen deutlichen Innovationscharakter aufweisen. Es wird erwartet, dass die Lösungen einen technologischen Reifegrad im Sinne der experimentellen Entwicklung erreicht haben, also FuE-Bedarf hinsichtlich der Anpassung und Integration der Lösungen zu einem Gesamtkonzept aufweisen. Die Installation der Sicherheitslösungen und die Durchführung des Testbetriebs sollen mit einem erheblichen Erkenntnisgewinn für den praktischen Einsatz einhergehen, sowie weiteren FuE-Bedarf aufzeigen. Begleitend sind Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit, zur Vernetzung und zum Innovationstransfer durchzuführen.

 

Zuwendungsempfänger

Antragsberechtigt für beide Phasen sind:

  • Kommunen,
  • öffentliche Unternehmen (insbesondere Betreiber kritischer Infrastrukturen),
  • Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft,
  • Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen.

In der Konzeptphase werden Einzelprojekte von Kommunen oder Verbundprojekte von Kommunen mit höchstens einem weiteren Projektpartner, einer wissenschaftlichen Einrichtung oder einem Unternehmen, gefördert. Weitere relevante Akteure können in der Konzeptphase als assoziierte Partner oder Unterauftragnehmer eingebunden werden.

In der Umsetzungsphase sind neben Kommunen, wissenschaftlichen Einrichtungen und Unternehmen auch Medienpartner, Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS), Vereine und Verbände mit gesellschaftlicher Bedeutung für das Modellgebiet, Behörden und deren Forschungseinrichtungen sowie vergleichbare Institutionen antragsberechtigt. Die Demonstration in der Umsetzungsphase erfolgt als ein von einer Kommune koordiniertes Verbundprojekt.

 

Art und Umfang, Höhe der Zuwendung

In der Konzeptphase werden bis zu 15 Projekte über einen Zeitraum von 18 Monaten mit jeweils bis zu 250 000 Euro gefördert. Die Umsetzungsphase ist auf eine Laufzeit von bis zu vier Jahren auszurichten. [...]

Bemessungsgrundlage für Zuwendungen an Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen und vergleichbare Institutionen, die nicht in den Bereich der wirtschaftlichen Tätigkeiten fallen, sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Ausgaben, die unter Berücksichtigung der beihilferechtlichen Vorgaben bis zu 100 % gefördert werden können.

Bei nichtwirtschaftlichen Forschungsvorhaben an Hochschulen und Universitätskliniken wird zusätzlich zu den zuwendungsfähigen Ausgaben eine Projektpauschale in Höhe von 20 % gewährt.

 

Weitere Informationen finden Sie hier