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Bekanntmachung des BMBF: Richtlinie zur Förderung eines Forschungsverbunds im Rahmen der ersten Phase der gemeinsamen Initiative von Bund und Ländern zur Unterstützung von Schulen in sozial schwierigen Lagen (Schule macht stark)

Bewerben Sie sich bis zum 31. März 2020!

Forschungsbefunde für Deutschland weisen darauf hin, dass in benachteiligten Quartieren lokalisierte Schulen entsprechend der Bevölkerungsstruktur durch einen hohen Anteil an sozial benachteiligten Schülerinnen und Schülern charakterisiert sind. Schulen in sozial schwierigen Lagen existieren in allen Schulformen. Ihre Herausforderungen sind komplex und beziehen sich sowohl auf schulinterne als auch auf schulexterne Kontexte. Ihre Schülerinnen und Schüler sind besonders häufig von den drei größten Risiken betroffen, die eine erfolgreiche Bildung gefährden: Aufwachsen in einem armutsgefährdeten Haushalt, formal gering qualifizierte sowie erwerbslose Eltern. Studien zeigen aber auch, dass der Einfluss gerade dieser Schulen auf das Lernen ihrer oftmals bildungsbenachteiligten Schülerschaft besonders groß ist.

Vor diesem Hintergrund haben das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland die gemeinsame Initiative „Schule macht stark“ vereinbart, die am 23. Oktober 2019 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Im Rahmen der Initiative sollen Schulen aller Schulformen in sozial schwierigen Lagen sowohl im urbanen als auch im ländlichen Raum dabei gestärkt werden, die komplexen Herausforderungen, die sich aus ihren Lagen ergeben, besser bewältigen zu können. Übergeordnetes Ziel der bundesweiten Initiative ist, die Bildungschancen von sozial benachteiligten Schülerinnen und Schülern zu verbessern.

 

Gegenstand der Förderung

Das BMBF beabsichtigt, einen interdisziplinären Forschungsverbund zu fördern, der alle 200 Schulen bundesweit (Primar- und Sekundarstufe I) wissenschaftlich in den genannten beiden Arbeitsschwerpunkten unterstützt. Dabei können die Arbeitsschwerpunkte in unterschiedlicher Intensität bearbeitet werden. Es sollen alle teilnehmenden Schulen an allen Angeboten des Forschungsverbunds partizipieren.

Die Arbeiten des Forschungsverbunds sollen folgende Aspekte umfassen:

  • Wissenschaftliche Fundierung
  • Wissenschaftliche Unterstützung
  • Formative (prozessbegleitende) Evaluation
  • Erarbeitung von weitergabefähigen Strategien und Konzepten
  • Das BMBF geht von einem wissenschaftlichen Eigeninteresse der Antragsteller an der Aufgabenstellung aus. Dieses Eigeninteresse ist bei der Antragstellung entsprechend darzulegen.

Die Anwendungsorientierung des Vorhabens in der Praxis ist von zentraler Bedeutung. Besonders erwünscht sind Formate, die einen ko-konstruktiven Ansatz zwischen Wissenschaft und Praxis zugrunde legen. Dies kann in unterschiedlichen methodischen Paradigmen (quantitativ, qualitativ, mixed methods) erfolgen.

 

Zuwendungsempfänger

Gefördert wird ein interdisziplinär angelegter Forschungsverbund, an dem mehrere thematisch einschlägige Forschungsgebiete bzw. -disziplinen beteiligt sind, wie Erziehungswissenschaft, Pädagogische Psychologie, Fachdidaktik Mathematik und Deutsch, Lehrerbildung, Sozialarbeit und Sozialpädagogik, Jugendforschung, Bildungssoziologie und -geografie sowie Integrations- und Migrationsforschung. Auch wird die Einbeziehung von Expertinnen und Experten insbesondere aus der Schulpraxis begrüßt.

Antragsberechtigt sind staatliche und staatlich anerkannte Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Zum Zeitpunkt der Auszahlung einer gewährten Zuwendung wird das Vorhandensein einer Einrichtung, die der Tätigkeit des Zuwendungsempfängers dient (staatliche/staatlich anerkannte Hochschule, außeruniversitäre Forschungseinrichtung) in Deutschland verlangt. Die Forschungsprojekte sind im nichtwirtschaftlichen Bereich der Hochschulen bzw. außeruniversitären Forschungseinrichtungen durchzuführen.

Die Ergebnisse des geförderten Vorhabens dürfen nur in Deutschland oder dem EWR und der Schweiz genutzt werden.

 

Art und Umfang, Höhe der Zuwendung

geplanten Vorhabenbeginn bis spätestens zum 1. Januar 2021 für einen Zeitraum von maximal fünf Jahren als nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt. Die Höhe der Zuwendung für das Verbundvorhaben richtet sich im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel nach den Erfordernissen des beantragten Verbundvorhabens.

Bemessungsgrundlage für Zuwendungen an Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen und vergleichbare Institutionen, die nicht in den Bereich der wirtschaftlichen Tätigkeiten fallen, sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Ausgaben, die unter Berücksichtigung der beihilferechtlichen Vorgaben individuell bis zu 100 % gefördert werden können.

 

Weitere Informationen finden Sie hier.