Direkt zum InhaltDirekt zur SucheDirekt zur Navigation
▼ Zielgruppen ▼

Wirtschaft

Humboldt-Universität zu Berlin | Wirtschaft | WTT-Plattform: Förderungen, Kooperationsanfragen und Veranstaltungen | Bekanntmachung des BMBF: Richtlinie zur Förderung von Forschungsvorhaben im Bereich Alphabetisierung und Grundbildung

Bekanntmachung des BMBF: Richtlinie zur Förderung von Forschungsvorhaben im Bereich Alphabetisierung und Grundbildung

Bewerbungen sind fortlaufend bis zum 13. März 2020 möglich.

Trotz zunahmender Erkenntnisse zum funktionalen Analphabetismus in Deutschland sind viele Fragen noch nicht hinreichend erforscht und beantwortet. Es ist daher erklärtes Ziel der Nationalen Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung 2016 bis 2026, die Forschungslage in diesem Bereich zu verbessern. Mithilfe wissenschaftlicher Erkenntnisse sollen die Ansprache der Betroffenen und die Lernangebote selbst passgenauer zugeschnitten werden, um die Teilnahme der Betroffenen an entsprechenden Lernangeboten zu erhöhen.

Mit dieser Richtlinie zur Förderung von Forschungsvorhaben im Bereich Alphabetisierung und Grundbildung werden anwendungsorientierte Forschungsvorhaben gefördert, de eine oder mehrere der folgenden übergreifenden Zielsetzungen verfolgen und deren Befunde das Potenzial haben, in der Praxis dauerhaft genutzt zu werden.

Ziel ist es weiterhin, dass die Forschungsergebnisse in konkrete Handlungsempfehlungen münden und idealerweise in Maßnahmen der Fachpraxis dirket eingebunden werden können.

Die Hauptzielgruppe der mit dieser Richtlinie geförderten Forschungsvorhaben sind Erwachsene mit Deutsch als Muttersprache sowie bereits länger in Deutschland lebende Migranten.

 

Gegenstand der Förderung

Gegenstand der Förderung sind praxisrelevante und anwendungsorientierte Forschungsvorhaben, die sich in folgenden Themenbereichen zur Alphabetisierung und Grundbildung verorten:

  •  Lebenswelten der Betroffenen und individuelle, motivationale Ansprachewege [...]
  •  Lehr- und Lernprozesse in der Alphabetisierung und Grundausbildung [...]
  •  Etablierung von Strukturen und Investitionen in der Alphabetisierung und Grundbildung [...]

Für die Erforschung der offenen Fragestellungen in den oben genannten Themenfeldern sind inter- und multidisziplinäre Forschungsansätze auch in Verbünden und Netzwerkstrukturen mit Praxispartnern sowie partizipative Forschungsansätze, bei denen von der Forschungsfrage betroffene Personen und Gruppen partnerschaftlich in den Erkenntnisprozess einbezogen werden, ausdrücklich erwünscht.

 

Zuwendungsempfänger

Antragsberechtigt sind staatliche und staatlich anerkannte Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie private, nicht gewinnorientierte Organisationen mit Bezug zur Hochschulforschung. 

Sonstige Einrichtungen der Bildungspraxis - bspw. pädagogische Einrichtungen bzw. deren Träger, Fachberatungsstellen oder Selbsthilfeorganisationen - sind im Verbund mit Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie privaten, nicht gewinnorientierten Organisationen mit Bezug zur Bildungsforschung antragsberechtigt, wobei die Koordination des Verbunds jeweils bei einer wissenschaftlichen Einrichtung liegen muss.

 

Art und Umfang, Höhe der Zuwendung

Die Zuwendungen werden im Wege der Projektförderung als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt. Der Förderhöchstbetrag wird mit 150 000 Euro pro Jahr festgelegt. In der Regel soll die Laufzeit der Forschungsvorhaben drei Jahre nicht überschreiten.

Bemessungsgrundlage für Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen und vergleichbare Institutionen, die nicht in den Bereich der wirtschaftlichen Tätigkeit fallen, sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Ausgaben, die unter Berücksichtigung der beihilferechtlichen Vorgaben individuell bis zu 100 % geförderrt werden können.

 

Weitere Informationen finden Sie hier.