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Förderaufruf des BMU: Innovative Klimaschutzprojekte im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) des BMU

Einreichungen sind fortlaufend bis zum 31. März 2020 möglich.

Förderziel und Zuwendungszweck

Ziel des Förderaufrufes ist es, innovative Ansätze im Klimaschutz zu entwickeln und pilothaft zu erproben (Modul 1) sowie die Wirkungen von bereits pilothaft erprobten, erfolgreichen Ansätzen durch eine bundesweite Verbreitung zu verstärken und nachhaltig zu sichern (Modul 2). Einer bundesweiten Anwendbarkeit und Sichtbarkeit dieser Ansätze kommt dabei in beiden Modulen eine hohe Bedeutung zu. Die geförderten Projekte leisten durch ihre Umsetzungsorientierung sowie die von ihnen ausgehenden direkten bzw. angestoßenen Treibhausgasminderungen einen Beitrag zur schrittweisen Erreichung der Klimaschutzziele der Bundesregierung. Darüber hinaus regen sie zur Nachahmung und Umsetzung weiterer Klimaschutzaktivitäten an. Mit den durch diesen Förderaufruf geförderten Projekten werden über die Wirkdauer der Maßnahmen direkte bzw. angestoßene Minderungen in Höhe von mindestens 1.000.000 Tonnen CO2-Äquivalent (brutto) angestrebt.  
Die Auswahl zur Förderung erfolgt für beide Module in einem wettbewerblichen Verfahren. Als zentrale Bewertungskriterien für die Skizzen werden bei Modul 1 der Innovationsgrad, das Treibhausgasminderungspotenzial des Ansatzes und die Umsetzungsorientierung sowie bei Modul 2 der projektspezifische Klimaschutzbeitrag, die bundesweite Verbreitung und das Verstetigungspotenzial angesetzt. Darüber hinaus stellen das Eigeninteresse der Antragsteller an der Projektumsetzung sowie die Höhe der eingebrachten Eigenmittel ein wesentliches Auswahlkriterium dar. 

 

Gegenstand des Förderung

Gefördert werden innovative Klimaschutzprojekte in den Bereichen Kommunen, Verbraucher, Wirtschaft und Bildung, die in den vielfältigen klimarelevanten Handlungsfeldern substanzielle Beiträge zu den Klimaschutzzielen der Bundesregierung leisten und eine bundesweite Sichtbarkeit aufweisen. Die Förderung erfolgt in zwei Modulen.

 
Modul 1 – Entwicklung und pilothafte Anwendung von innovativen Klimaschutzmaßnahmen 

Im Modul 1 werden Projekte gefördert, in denen umsetzungsorientierte Maßnahmen für den Klimaschutz konzipiert und unter Einbindung relevanter Akteure der Zielgruppe erstmals pilothaft angewendet werden. Die Projekte weisen dabei insbesondere folgende Kennzeichen auf: 

  • hoher Innovationsgrad des Ansatzes;
  • Ausrichtung auf ein relevantes, messbares Treibhausgasminderungspotenzial;
  • Entwicklung und Erprobung von Methoden bzw. Routinen, die die Akteure der Zielgruppe(n) befähigen, unmittelbar oder mittelbar konkrete Maßnahmen zum Klimaschutz umzusetzen;
  • plausible und praktikable Kriterien und Indikatoren für die Ermittlung der Wirksamkeit des Projektansatzes;
  • hohe Transferfähigkeit und großes Verstetigungspotenzial des Ansatzes bzw. der Maßnahmen. 


Die Dauer der Konzeptionierung bzw. Entwicklung soll ein Drittel bis höchstens die Hälfte der geplanten Vorhabenlaufzeit nicht überschreiten. Die Wirkkette der Treibhausgasminderung ist bereits in der Skizze auf Basis der zu diesem Förderaufruf zur Verfügung gestellten „Handreichung“ zu beschreiben. Sie ist im Projektverlauf zu überprüfen und ggf. weiter zu qualifizieren und zu quantifizieren. Die diesbezüglichen Fortschritte sind Bestandteil der halbjährlichen Statusgespräche im Rahmen bewilligter Vorhaben. 

Modul 2 – Bundesweite Verbreitung bereits pilothaft erprobter Klimaschutzmaßnahmen

Im Modul 2 werden Projekte gefördert, die auf einem innovativen Ansatz für den Klimaschutz basieren, der bereits erfolgreich pilothaft erprobt wurde. Die Projekte sollen zu einer bundesweiten Verbreitung des Ansatzes beitragen und mit hoher Wahrscheinlichkeit quantitativ relevante, messbare Treibhausgasminderungen bewirken bzw. anstoßen und/oder in ihrer Zielgruppe bzw. in ihren Zielgruppen zu einer quantitativ und qualitativ bedeutenden Stärkung der Handlungskompetenz für den Klimaschutz beitragen. Die Projekte zeichnen sich dabei insbesondere durch folgende Kennzeichen aus: 
- plausible Wirkkette für die Treibhausgasminderung;

- klare, nachvollziehbare sowie realistisch quantifizierte Ziele für die durch das Projekt bewirkten bzw. ausgelösten Treibhausgasminderungen und/oder für den Grad der Erreichung der adressierten Akteure der Zielgruppe(n);

- plausibles Konzept für ein projektinternes Monitoring der Zielerreichung;

- bundesweite Maßnahmenumsetzung (mindestens im Umfang einer Abdeckung der regionalen Cluster Nord, Ost, Süd und West);

- Einbeziehung und Mitwirkung relevanter Multiplikatoren, die über einen unmittelbaren Zugang zu der Zielgruppe/den Zielgruppen des Projektes bzw. des damit verfolgten Ansatzes verfügen;

- Vorhandensein und Umsetzung einer Strategie zur Verstetigung der Maßnahmen des Projektes nach dem Ablauf der Förderung. [...] 

Zuwendungsempfänger

Antragsberechtigt sind alle juristischen Personen des öffentlichen und des privaten Rechts. Für kommunale Eigenbetriebe ohne eigene Rechtspersönlichkeit ist die jeweilige Kommune antragsberechtigt. 

Die Antragsteller müssen personell und materiell in der Lage sein, die Projektaufgaben durchzuführen. Sie müssen außerdem die notwendige fachliche Qualifikation und Erfahrung besitzen. 

Die Projekte können auch von mehreren Organisationen im Verbund durchgeführt werden. Eine grundsätzliche Übereinkunft über die Zusammenarbeit ist bereits in der Stufe 1 des Antragsverfahrens zu treffen und durch die Einsendung entsprechender Absichtserklärungen darzustellen.  

Art und Umfang, Höhe der Zuwendung

Zuwendungen werden im Wege der Projektförderung als nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt. Sie können in der Regel für einen Zeitraum von maximal drei Jahren gewährt werden, soweit die haushaltsrechtlichen Ermächtigungen vorliegen. Die Finanzierung erfolgt grundsätzlich als Anteilfinanzierung, in der Regel auf Ausgabenbasis.  

Die Antragsteller verpflichten sich zur Berücksichtigung der Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit. Eigenmittel sind in Abhängigkeit des finanziellen Leistungsvermögens und als Ausdruck des Eigeninteresses in angemessener Höhe einzubringen. Sie sind ein wesentliches Entscheidungskriterium bei der Projektauswahl. 

Als angemessene Eigenbeteiligung wird innerhalb von Modul 1

  • im Regelfall mindestens 10 Prozent;
  • bei Unternehmen im Regelfall mindestens 50 Prozent und

innerhalb von Modul 2

  • mindestens 10 Prozent;
  • bei Unternehmen mindestens 50 Prozent 

des Gesamtvolumens der zuwendungsfähigen Ausgaben bzw. Kosten vorausgesetzt. 

Einreichungszeitraum

Modul 1:
1. Januar 2020  bis 31. März 2020
1. Januar 2021 bis 31. März 2021

Modul 2:
1. Januar 2020 bis 31. März 2020
1. Juli 2020 bis 30. September 2020
1. Januar 2021 bis 31. März 2021
1. Juli 2021 bis 30. September 2021

 

Weiterführende Informationen finden Sie auf der Internetseite des Projektträger Jülich und hier.

 

Projektträger/ Kontakt
Geschäftsbereich Innovativer Kommunaler Klimaschutz
Forschungszentrum Jülich GmbH
Zimmerstraße 26-27
10969 Berlin
Telefon: 030/20199-488
E-Mail: ptj-ksi@fz-juelich.de