Direkt zum InhaltDirekt zur SucheDirekt zur Navigation
▼ Zielgruppen ▼

Wirtschaft

Humboldt-Universität zu Berlin | Wirtschaft | WTT-Plattform: Förderungen, Kooperationsanfragen und Veranstaltungen | Bekanntmachung des BMBF: Richtlinie zur Förderung von transnationalen Projekten zum Thema "Urban Accessibility and Connectivity" (Zugänglichkeit und Konnektivität im städtischen Mobilitätssystem) innerhalb der Joint Programming Initiative "Urban Europe"

Bekanntmachung des BMBF: Richtlinie zur Förderung von transnationalen Projekten zum Thema "Urban Accessibility and Connectivity" (Zugänglichkeit und Konnektivität im städtischen Mobilitätssystem) innerhalb der Joint Programming Initiative "Urban Europe"

Bewerbungsfrist ist der 17. März 2020

Förderziel und Zuwendungszweck

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) engagiert sich in der europäischen Initiative zur Gemeinsamen Programmplanung (Joint Programming Initiative, JPI) mit dem Thema „Europäische Forschung zur nachhal­tigen Stadtentwicklung“ (JPI Urban Europe). Die Initiative hat das Ziel, die Kooperation im Bereich Stadtforschung und -entwicklung auszubauen, um attraktive, nachhaltige und wirtschaftlich starke urbane Gebiete zu schaffen. Grundlage ist die Strategische Forschungs- und Innovationsagenda 2.0 (SRIA) der JPI Urban Europe.

Die Förderrichtlinie „Urban Accessibility and Connectivity“ wird als Bekanntmachung der JPI Urban Europe veröffentlicht. Sie ergänzt die nationale Förderung im Rahmenprogramm „Forschung für nachhaltige Entwicklung – FONA3“ im Förderschwerpunkt „Sozial-ökologische Forschung“ (SÖF). Sie ist eng verknüpft mit der Leitinitiative „Zukunftsstadt“ und mit der „Forschungsagenda Nachhaltige urbane Mobilität“. Durch die Fördermaßnahme sollen in den nachfolgend beschriebenen Forschungsthemen neue länderübergreifende Kooperationen initiiert bzw. bestehende bestärkt werden.

Im Mittelpunkt dieser Bekanntmachung steht eine nachhaltige Entwicklung des städtischen Mobilitätssystems im Hinblick auf Zugänglichkeit und Konnektivität.

Das Ziel vieler europäischer, nationaler, regionaler und lokaler Verkehrspolitiken sowie von Lösungen, die von privaten Unternehmen angeboten werden, besteht darin, eine bezahlbare, leicht zugängliche, sichere und zuverlässige Erreichbarkeit und Konnektivität in der Stadt mit geringen Auswirkungen auf die Umwelt zu gewährleisten. Über Jahrzehnte hinweg haben die Europäische Kommission, die Mitgliedstaaten, private Unternehmen der lokalen und regionalen Gebietskörperschaften und andere Interessengruppen große Anstrengungen unternommen, um die Mobilitäts- und Verkehrssysteme weiterzuentwickeln, neue technologische Lösungen zu schaffen und Probleme der Mobilität und des städtischen Verkehrs zu lösen. Trotzdem bestehen weiterhin große Herausforderungen für eine nachhaltige ­städtische Mobilität (siehe Call-Text auf https://www.jpi-urbaneurope.eu). Die Bekanntmachung verfolgt deshalb das Ziel, sich diesen Herausforderungen zu stellen, neue Lösungen und Ansätze für eine nachhaltige urbane Mobilität zu schaffen und zu testen, wobei auf vorhandenen Lösungen und Ansätze aufgebaut werden sollte.

Die Themen für die transnationale Bekanntmachung wurden von den beteiligten Förderorganisationen im Rahmen des gleichnamigen ERA-NET Cofund Programms der Europäischen Kommission erarbeitet. Ministerien und Förderorganisationen der folgenden Mitgliedstaaten der JPI Urban Europe haben ihre Teilnahme an der gemeinsamen Bekanntmachung erklärt:

Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Lettland, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Rumänien, Schweden, Slowenien, Türkei, Zypern.

Die Ergebnisse des geförderten Vorhabens dürfen nur in der Bundesrepublik Deutschland oder dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) und der Schweiz genutzt werden.

Für die vorliegende Förderrichtlinie wurde von den beteiligten Förderorganisationen ein gemeinsamer Bekannt­machungstext (Call) verfasst, der die inhaltliche Grundlage dieser Förderrichtlinie ist. Er kann von der Internetseite der JPI Urban Europe (https://jpi-urbaneurope.eu) heruntergeladen werden. Für die Förderung der Partner/Teilprojekte in den beteiligten Ländern gelten die jeweiligen nationalen Richtlinien.

Die nachfolgenden Regelungen gelten spezifisch für potenzielle Antragsteller aus Deutschland.

 

Gegenstand der Förderung

Gegenstand der Förderung ist die Erforschung von Verbesserungsmöglichkeiten der Teilnahme am städtischen Verkehrssystem und der städtischen Netzwerkkonnektivität bei geringeren Umweltauswirkungen und dem Erhalt einer wettbewerbsfähigen Wirtschaft in der Stadt. Die Netzwerkkonnektivität spiegelt die Direktheit von Routen wider, bei denen verschiedene Modi zum Reisen zwischen Punkten verwendet werden. Dies gilt sowohl für den Personen- als auch für den Güterverkehr.

Im Rahmen der Förderung ist die Forschung zu folgenden Themenfeldern vorgesehen:

  • Entwicklung von Lösungen für einen integrierten Ansatz zu nachhaltiger innerstädtischer Mobilität und zu Verkehr, Landnutzung und digitaler Konnektivität.
  • Entwicklung und Unterstützung der Implementierung innovativer Mobilitätssysteme und -dienste mit dem Potenzial, zu einer nachhaltigen Mobilität in der Stadt beizutragen.
  • Umgestaltung und Neuorganisation städtischer Räume, um den Grundstein für eine nachhaltige Mobilität und Zugänglichkeit in der Stadt zu legen.
  • Entwicklung wirksamer politischer Optionen für eine Transformation hin zu einer nachhaltigen urbanen Zugänglichkeit und Konnektivität.
  • Veränderung von Verhaltensweisen und Perspektiven in Richtung einer nachhaltigen urbanen Zugänglichkeit und Vernetzung.

Es wird erwartet, dass die Forschungsarbeiten auf vorhandenen Erkenntnissen und Erfahrungen aufbauen, die in früheren europäischen, nationalen und regionalen Forschungs- und Innovationsprogrammen und -projekten erzielt wurden. Es ist darzustellen, wie diese Erfahrungen und Erkenntnisse nutzen, ergänzen und darüber hinausgehen. Der eindeutige Mehrwert des transnationalen Konsortiums soll nachgewiesen werden.

Eine ausführliche Beschreibung der Themen sowie der Bewertungskriterien ist dem gemeinsamen Bekanntmachungstext (Call) auf der Internetseite der JPI Urban Europe zu entnehmen.

 

Zuwendungsempfänger

Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Kommunen und Länder sowie deren Einrichtungen sowie relevante Verbände und weitere gesellschaftliche Organisationen mit Forschungs- und Entwicklungskapazität. Zum Zeitpunkt der Auszahlung einer gewährten Zuwendung wird das Vorhandensein einer Betriebsstätte oder Niederlassung (Unternehmen) bzw. einer sonstigen Einrichtung, die der nichtwirtschaftlichen Tätigkeit des Zuwendungsempfängers dient, in Deutschland verlangt.

 

Art und Umfang, Höhe der Zuwendung

Die Zuwendungen werden im Wege der Projektförderung gewährt.

Bemessungsgrundlage für Zuwendungen an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und für Vorhaben von Forschungseinrichtungen, die in den Bereich der wirtschaftlichen Tätigkeiten fallen, sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten. In der Regel können diese unter Berücksichtigung der beihilferechtlichen Vorgaben bis zu 50 % anteilfinanziert werden. Nach BMBF-Grundsätzen wird eine angemessene Eigenbeteiligung – grundsätzlich mindestens 50 % der entstehenden zuwendungsfähigen Kosten – vorausgesetzt.

Bemessungsgrundlage für Zuwendungen an Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen und vergleichbare Institutionen, die nicht in den Bereich der wirtschaftlichen Tätigkeiten fallen, sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Ausgaben, die unter Berücksichtigung der beihilferechtlichen Vorgaben individuell bis zu 100 % gefördert werden können.

 

Weitere Informationen finden Sie hier.