Direkt zum InhaltDirekt zur SucheDirekt zur Navigation
▼ Zielgruppen ▼

Wirtschaft

Humboldt-Universität zu Berlin | Wirtschaft | WTT-Plattform: Förderungen, Kooperationsanfragen und Veranstaltungen | NEU! Gesetz zur steuerlichen Förderung von Forschung und Entwicklung

NEU! Gesetz zur steuerlichen Förderung von Forschung und Entwicklung

Auftragsforschung wird ab 2020 mit 15 Prozent subventioniert!

Mit dem 1. Januar 2020 trat das vom Bundesministerium für Finanzen auf den Weg gebrachte Gesetz zur steuerlichen Förderung von Forschung und Entwicklung in Kraft. Mit diesem werden für FuE-Projekte mit Projektstart ab dem Jahr 2020 25% der Ausgaben (hauptsächlich für forschendes Personal) auf die Ertragssteuerschuld des Unternehmens angerechnet.

Dieses Gesetzt ist vor allem auch für kleinere Unternehmen und Startups interessant: Ist die Forschungszulage höher als die im Rahmen der nächsten Veranlagung festgesetzte Steuer, wird dies als Steuererstattung ausgezahlt. Dies betrifft insbesondere Startups in der Wachstumsphase, die aufgrund fehlender Erträge nur wenig oder keine Steuern zahlen.

 

Begünstigte Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Forschungs- und Entwicklungsvorhaben sind begünstigt, wenn sie einer oder mehreren der folgenden Kategorien zugeordnet werden können:

  • Grundlagenforschung,
  • industrielle Forschung oder
  • experimentelle Entwicklung 

Diese Forschungs- und Entwicklungsvorhaben müssen darauf abzielen, eine genau definierte unteilbare Aufgabe ökonomischer, wissenschaftlicher oder technischer Art mit klar festgelegten Zielen durchzuführen. Dabei darf das Forschungs- und Entwicklungsvorhaben aus mehreren Arbeitspaketen, Tätigkeiten oder Dienstleistungen bestehen.

Begünstigte Forschungs- und Entwicklungsvorhaben können durchgeführt werden

  1. als eigenbetriebliche Forschung und/oder als Auftragsforschung, 
  2. als Kooperation von einem Anspruchsberechtigten mit mindestens einem anderen Unternehmen,
  3. als Kooperation von einem Anspruchsberechtigten in Zusammenarbeit mit einer oder mehreren Einrichtungen für Forschung und Wissensverbreitung.

 

Ausnahme

Wenn ein Produkt oder Verfahren bereits im Wesentlichen festgelegt und das primäre Ziel der weiteren Tätigkeit die Marktentwicklung  ist oder durch weitere Tätigkeit das Produktionssystem zum reibungslosen Funktionieren gebracht werden soll, dann kann diese Tätigkeit nicht mehr einer der genannten Kategorien zugerechnet werden.

 

Höhe der Forschungszulage

Die Forschungszulage beträgt 25 Prozent der Bemessungsgrundlage nach im Wirtschaftsjahr entstandenen förderfähigen Aufwendungen des Anspruchsberechtigten, maximal 2 000 000 Euro. Der Anspruch auf die Forschungszulage entsteht mit Ablauf des Wirtschaftsjahres, in dem die förderfähigen Aufwendungen vom Arbeitnehmer bezogen worden sind oder die nach förderfähigen Aufwendungen beim Anspruchsberechtigten entstanden sind.

Allerdings darf die Summe der für ein Forschungs- und Entwicklungsvorhaben gewährten staatlichen Beihilfen einschließlich der Forschungszulagen nach diesem Gesetz pro Unternehmen und Forschungs- und Entwicklungsvorhaben den Betrag von 15 000 000 Euro nicht überschreiten.

 

Das vollständige Gesetz finden Sie hier.

 

Bei weiteren Fragen zum neuen Gesetz melden Sie sich unter innovation[at]humboldt-innovation.de.