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SUMMARY:Religion. Kunst. Wissenschaft. Literaturtage Dr. Alexander Poraj
DESCRIPTION:Literaturtage Dr. Alexander Poraj Zen-Meister unnd spiritueller
  Leiter Benediktushof, Autor, Zürich.100 Jahre Zen im Westen - Visionen f
 ür die Welt von heute.und 13:00-14:00h Gespräch mit Dr. Carola Roloff un
 d Dr. Alexander PorajVideoaufnahme in der St. Matthäus-Kirche am Kulturfo
 rum, Matthäikirchplatz. 10785 BerlinChan und Zen befinden sich seit über
  100 Jahren im Dialog mit unserer westlichen Kultur. Seitdem finden gegens
 eitige Inspiration und kontinuierliche Durchdringung in bedeutsamen Bereic
 hen unseres Zusammenlebens statt: vom Wirklichkeits- und Selbstverständni
 s über Psychologie/Psychotherapie bis hin zu Wirtschaft, Kunst oder Polit
 ik. Chan und Zen waren entscheidend für die Entstehung der Meditationsbew
 egung der vergangenen Jahre. Wie geht es jetzt weiter? Welchen Beitrag kan
 n Zen in einer zunehmend komplexen, digitalisierten und krisengeprägten W
 elt leisten? Wie lassen sich die 2500 Jahre alte asiatische Tradition und 
 die moderne westliche Lebensweise zeitgemäß verbinden, ohne den Kern des
  Zen zu verwässern?  09.07.2026  /  13:00-14:00hDr. Alexander Poraj und D
 r. Carola RoloffSpiritualität heute: Nachhall oder notwendiger denn je? D
 ie Schauspielerin Juliette Binoche ist sich sicher, dass ‹nur eine spiri
 tuelle Revolution die Menschen retten› kann. Ort: St. Matthäus-Kirche, 
 Matthäikirchplatz, 10785 Berlin Videoaufnahme: Branka Pavlovic.stiftung-s
 t.matthäus.de  Im Himmel steht auch ein Haus, sagte die vierjährige Alma
 -Lou vor einiger Zeit zu mir. Performen was an der Zeit ist.Ein Haus im Hi
 mmel / viele Wohnungen / ein Luftschloss gebaut aus Nächstenliebe / der m
 enschliche Körper ein Tempel / Namaste. Die religiösen Über-lieferungen
  der Menschheit haben viele Bilder dafür, wie das Göttliche im Menschen 
 Wohnung nimmt und das Menschliche im Göttlichen. Nicht nur Worte malen so
 lche Bilder; auch eine Ikone, ein Ritual, eine Skulptur, eine Aufführung,
  ein Musikstück, ja manchmal sogar eine wissenschaftliche Idee fügt dem 
 eine weitere Dimension hinzu. Die Veranstaltungsreihe bringt Religion, Kun
 st, Wissenschaft mit ihrer jeweils inneren Vielfalt und mit ihren schon im
 mer gegebenen Verbindungslinien ins Gespräch, ins Erfahren, ins Handeln. 
 Sie lädt zum Zuhören ein, wenn Menschen über Häuser im Himmel und Temp
 el auf Erden sprechen, während sie verschiedenen religiösen und spiritue
 llen Pfaden folgen; sie lädt zum Betrachten und Nachspüren ein, wo der A
 usdruck davon sinnlich erfahrbar wird. Doch das Wohnen des Göttlichen ers
 chöpft sich nicht im Menschen allein. Auch Tiere, Pflanzen und die vielge
 staltigen Lebewesen dieser Erde sind Träger von Sinn, Atem und Beziehung.
  Wälder werden zu Kathedralen, Flüsse zu liturgischen Wegen, Tiere zu Mi
 tgeschöpfen, die uns lehren, was Verbundenheit, Maß und Gegenwärtigkeit
  bedeuten. In vielen religiösen und spirituellen Traditionen gilt die Sch
 öpfung selbst als lebendiger Text, als Körper, als Mitbewohnerin des Hei
 ligen. Wo das Menschliche im Göttlichen Wohnung nimmt, nimmt auch das Meh
 r-als-Menschliche Raum ein – verletzlich, würdevoll, unersetzlich. Tier
 e, Pflanzen, Böden, Gewässer und Atmosphären sind keine Kulissen mensch
 licher Existenz, sondern Mitbewohner eines gemeinsamen Hauses. Wälder, Me
 ere und Städte bilden ein ökologisches Gefüge, in dem jedes Lebewesen S
 puren hinterlässt und Verantwortung trägt. Religiöse Überlieferungen u
 nd zeitgenössische Wissenschaft verweisen gleichermaßen auf diese wechse
 lseitige Abhängigkeit: Leben ist Beziehung. Die Frage nach dem Wohnen des
  Göttlichen wird so zur Frage nach nachhaltigem Handeln, nach Gerechtigke
 it zwischen Generationen und Arten, nach einer Kultur des Genug. Es geht d
 arum, durch neue Formen der Resonanz die Kultur eines respektvollen und fr
 iedlichen Umgangs zwischen Menschen unterschiedlicher religiöser und kult
 ureller Prägungen in Kontakt zu bringen mit Menschen, die bisher die Wegk
 reuzung scheuen mit Andersdenkenden / Anderslebenden / Andersrespektierend
 en. Wo der menschliche Körper als Tempel verstanden wird, ist auch die Er
 de ein heiliger Raum, der Pflege, Achtsamkeit und Schutz verlangt.
LOCATION:Theologische Fakultät, Burgstraße 26, Raum 117
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