Direkt zum Inhalt Direkt zur Suche Direkt zur Navigation Studieninteressierte Studierende Promovierende Alumni Schule Wirtschaft Presse

Kontakt

Kontakt

Unter den Linden 6
10099 Berlin

Sekretariat

Fon: 030 2093-2946
Fax: 030 2093-2107

pr@hu-berlin.de

Ihre Ansprechpartner

Humboldt-Universität zu Berlin

Humboldt-Preise für die Besten

Herausragende Abschlussarbeiten ausgezeichnet

Jährlich vergibt die Universität den „Humboldt-Preis“ für ausgezeichnete wissenschaftliche Arbeiten von Studierenden sowie Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern. Er wird ausgelobt mit 750 Euro für Bachelorabschlussarbeiten, 1500 Euro für Master-, Magister-, Diplom- oder Staatsexamensarbeiten und 3000 Euro für Dissertationen. Bei der feierlichen Eröffnung des Akademischen Jahres am 13. Oktober 2008 wurden sechs junge Wissenschaftlerinnen und -wissenschaftler geehrt.

Anne Burkard schrieb in ihrer Staatsexamensarbeit am Institut für Anglistik/ Amerikanistik über die „Ästhetische Form und Ethische Wirkung in Virginia Woolfs Jacob‘s Room und Three Guineas“. Die im Rahmen der anglistischen Literaturwissenschaft entstandene Arbeit beschäftigt sich mit der Frage nach dem Zusammenwirken ästhetischer und ethischer Aspekte von Literatur. Anne Burkard verfolgte zum einen die Weiterentwicklung von theoretischen Ansätzen, die den Zusammenhang von Literatur und Ethik aus der Perspektive der Literaturtheorie untersuchen. Zudem betrachtete sie ein tieferes, auf bisher wenig beachtete Aspekte gerichtetes Verständnis von Texten aus dem äußerst wirkmächtigen Werk Woolfs. Seit Juli 2008 ist die Humboldt-Preisträgerin wissen schaft liche Mitarbeiterin im Exzellenzcluster Topoi.

„Der ehrbare Kaufmann – eine gesellschaftsgeschichtliche Analyse des ursprünglichen Leitbilds der Betriebswirtschaftslehre“ lautet der Titel der Diplomarbeit von Daniel Klink. Aus dem Problem der scheinbaren Trennung von Wirtschaft und ethischem Verhalten entwickelt der Wirtschaftswissenschaftler in seiner Arbeit die These, dass Kaufleute keiner gesonderten Ethik oder speziell entwickelter Kodizes bedürfen: Der ehrbare Kaufmann als Leitbild der Betriebswirtschaftslehre handelt ethisch. In einer umfassenden gesellschaftsgeschichtlichen Analyse wird das ursprüngliche Leitbild aufgedeckt und gleichzeitig Konsequenzen für die gegenwärtige Situation gezogen. Daniel Klink ist bis 2010 als Promotionsstipendiat der Heinz-und-Heide-Dürr-Stiftung am Institut für Management beschäftigt.

Angela Breitenbach hat Philosophie und Wissenschaftsgeschichte in Cambridge studiert und anschließend am Institut für Philosophie der Humboldt-Universität zu Berlin ihre Promotion zum Thema „Die Analogie von Mensch und Natur. Ansatz zu einer Philosophie der Natur nach Kant“ geschrieben. Darin verfolgt sie das Ziel, Kants Überlegungen zu einem Verständnis der Natur herauszuarbeiten und deren Bedeutung für eine zeitgenössische Philosophie der Natur deutlich zu machen. Die Kantische Analogie zwischen der Natur und dem Vernunftvermögen des Menschen kann nach Ansicht der Humboldt-Preisträgerin die Grundlage für eine moderne Philosophie der Natur liefern. Angela Breitenbach ist Director of Studies in Philosophy am Sidney Sussex College in Cambridge und hat dort bis 2009 ein Junior Research Fellowship inne.

Benjamin Wiese begann 2004 sein Studium der Geschichte und Geografie an der Humboldt-Universität. Seine ausgezeichnete Bachelorarbeit verfasste er am Institut für Geschichtswissenschaften zum Thema „Die Etats généraux der französischen Religionskriege im Spiegel der konfessionellen Bildpropaganda – die Darstellungsstrategien der Quarante Tableaux von Tortorel und Perrissin sowie der anonymen Handschrift De tristibus Galliae carmen“. Anhand der komparativen Beschreibung und Analyse zweier zeitgenössischer tendenziöser Visualisierungen der Etats généraux während der französischen Religionskriege werden systematisch ineinander greifende Analysekriterien entwickelt, die nach einer genauen Beschreibung beider Quellen einzeln und vergleichend Anwendung finden. Benjamin Wiese studiert derzeit Geschichte und Geografie im Studiengang Master of Education. Er ist studentischer Mitarbeiter am Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte II und im Rahmen des Sonderforschungsbereiches 640 an den Forschungen zur „Vormodernen Parlamentsoratorik“ beteiligt.

Eliese-Sophia Lincke, die 1999 ihr Studium der Ägyptologie und Neueren und Neuesten Geschichte begonnen hat, befasste sich in ihrer Magisterarbeit mit dem Thema: „Das Schriftsystem der Pyramidentexte. Zu den Prinzipien der Klassifizierung im Altägyptischen“. Ziel der Arbeit war es, den Gebrauch der Hieroglyphen, die die menschliche Gestalt abbilden, in den Pyramidentexten zu analysieren. Die in den Grabanlagen mehrerer Pharaonen des 24. bis 22. Jahrhunderts v. Chr. bezeugten Pyramidentexte sind das älteste größere Textcorpus aus Ägypten. Eliese-Sophia Lincke ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für Archäologie und Kulturgeschichte Nordostafrikas und beginnt im November im Rahmen des Exzellenzclusters Topoi ihr Promotionsstudium an der Humboldt- Universität.

Melanie Braig hat ihre Dissertation an der Charité zur „Rolle der Histonmethyltransferase Suv39h1 in zellulärer Seneszenz und Ras-induzierter Lymphomgenese“ verfasst. In Tierversuchen konnte das akute Zellaltern (Seneszenz) und damit die Entwicklung von Lymphdrüsenkrebs gestoppt werden. Wird in weißen Blutzellen das Krebsgen Ras angeschaltet, besteht die Gefahr, dass Zellen sich unkontrolliert teilen und ein aggressives Lymphom bilden. Dies ist der Fall, wenn das Enzym Suv39h1 fehlt. In Lymphozyten mit aktiviertem Ras jedoch kann die Lymphomentstehung durch Suv39h1 und die Induktion von Seneszenz verhindert werden. Mittels Chemotherapie können die seneszenten Zellen, die noch intakt sind, behandelt und aus dem Organismus eliminiert werden.

http://forschung.hu-berlin.de/wiss_nachw/ humboldt-preis

Constanze Haase