Daten und Zahlen zum Museum für Naturkunde
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Tagesspiegel-Sonderseiten : Humboldt-Uni
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10. April 2004
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Daten & Zahlen: Das Museum für Naturkunde
Arbeit hinter den Kulissen
Das Museum für Naturkunde stellt nicht nur Sammlungsobjekte aus, sondern liefert unter dem Leitthema "Evolution der Erde und des Lebens" wichtige Beiträge zu 4,5 Milliarden Jahren Erd- und Lebensgeschichte. Fünf Professoren, 40 Wissenschaftler und 19 Doktoranden und Postdoktoranden arbeiten an drei Instituten des Museums. Im Graduiertenkolleg "Evolutive Transformationen und Faunenschnitte" untersuchen 13 Stipendiaten, was in Phasen plötzlicher evolutionärer Umwälzungen passierte. Insgesamt führen die Wissenschaftler des Museums 40 Drittmittelprojekte durch, die im letzten Jahr mehr als eine Million Euro einbrachten. Die historische Arbeitsstelle bewahrt und erschließt die wissenschaftshistorischen Sammlungen.
Das Museum und seine drei Institute gehören zur Humboldt-Universität. Nachdem wichtige Investitionen über Jahrzehnte warten mussten, steht dem großen Bau an der Invalidenstraße nun eine umfangreiche Erneuerung bevor: Die EU hat acht Millionen Euro aus ihrem Programm zur Regionalförderung frei gegeben, um den im Krieg zerstörten Ostflügel und weitere Räume zu restaurieren. Das Land Berlin steuert weitere acht Millionen Euro aus Lottomitteln bei. Im Juni wird die Bund-Länder-Kommission entscheiden, ob und wie die für eine gründlichen Umbau benötigten Mittel in Höhe von 120 Millionen Euro aufgebracht werden. Sie könnten beispielsweise gemeinsam vom Bund und den Ländern aus Mitteln des Hochschulbaus kommen. HU
Daten und Zahlen zum Museum für Naturkunde
Naturhistorisches Forschungsinstitut
Museum für Naturkunde
Zentralinstitut der Humboldt-Universität zu Berlin
Direktor: Prof. Dr. Hans-Peter Schultze
Invalidenstr. 43
10115 Berlin
Tel. 030/2093-8591
Fax: 030/2093-8814
www.museum.hu-berlin.de
Geöffnet:
Di-Fr von 9.30-17.00 Uhr
Sa, So und Feiertage von 10.00-18.00 Uhr
Eintrittspreise:
- Erwachsene 3,50 ¬
- in Gruppen ab 10 Personen 3,00 ¬
- Schüler, Studenten, Auszubildende,
Erwerbslose, Sozialhilfeempfänger,
Wehr- und Zivildienstleistende 2,00 ¬ - in Gruppen ab 10 Personen 1,50 ¬
- Familienkarte
(2 Erw. und bis zu 3 Kinder) 7,00 ¬
- Vorschulkinder frei
Verkehrsverbindungen:
U6 Zinnowitzer Straße; S-Bahn Lehrter Stadtbahnhof, Nordbahnhof; Tram
6, 8, 13, 50; Bus 147, 245, 340
Das Museum für Naturkunde ist eine Einrichtung der
Humboldt-Universität zu Berlin.
Es beherbergt drei wissenschaftliche Institute:
Institut für Mineralogie, Direktor: Prof. Dr. Dieter Stöffler
Institut für Paläontologie, Direktor: Prof. Dr. Hans-Peter
Schultze
Institut für Systematische Zoologie, Direktor: Prof. Dr. Ulrich
Zeller
Die Forschungsarbeiten des Museums unter dem Leitthema "Entwicklung
der Erde und Evolution des Lebens" liefern wichtige Beiträge zu mehr
als 4,5 Milliarden Jahren Erd- und Lebensgeschichte.
Das wissenschaftliche Personal des Museums umfasst: 5 Professoren, 40
Wissenschaftler, 19 befristet beschäftigte Wissenschaftler
(Doktoranden, PostDocs, Projektmitarbeiter)
Am Museum werden insgesamt 40 Drittmittelprojekte mit einem
Gesamtvolumen von 1.009.000 ¬ (2003) durchgeführt.
Von besonderer Bedeutung ist das interdisziplinär arbeitende
Graduiertenkolleg "Evolutive Transformationen und Faunenschnitte" mit
13 Stipendiaten, an dem alle drei Institute beteiligt sind.
Das Forschungsnetzwerk SYNTHESYS verbindet seit diesem Jahr die
wichtigsten naturhistorischen Forschungsinstitute Europas.
Im Herbst diesen Jahres wird für das Museum für Naturkunde die neu
geschaffene Stelle eines Generaldirektors besetzt werden. Mit dieser
Neubesetzung, der eine Neufassung des Gesetzes über das Museum für
Naturkunde vorangeht, die im März in Kraft getreten ist, ist eine
strukturelle Neuordnung verbunden, die das Haus den Herausforderungen
eines modernen Museums des 21. Jahrhunderts gewachsen macht.
Der Wissenschaftsrat hat dem Museum für Naturkunde bereits 1996 eine
ausnehmend hohe Forschungsqualität beschieden und es für die Aufnahme
in die Liste der Institute der Wissensgemeinschaft Gottfried Wilhelm
Leibniz empfohlen. Als Mitglied dieser "blauen Liste" würde das Museum
in die gemeinsame Förderung von Bund und Ländern aufgenommen. Die
endgültige Entscheidung hierzu, die für die wissenschaftsorientierte
Zukunft des Museums von größter Tragweite ist, steht noch aus.
Angebote der Museumspädagogik
Über das reine Betrachten der Ausstellung hinaus, bietet das Museum für Naturkunde vielfältige Angebote für kleine und große Wissensdurstige an:
- Führungen und mehrtägige Projekte
- Mal-, Zeichen- und Gestaltungskurse
- Kindergeburtstage im Museum
- Einführung in die Mikroskopie für Schulklassen
Im neuen Humboldt-Exploratorium wird aktiv und kreativ naturwissenschaftlich gearbeitet. Zudem werden dort grundsätzliche wissenschaftliche Vorgehensweisen bei Problemen und Fragestellungen vermittelt.
Anmeldung für alle Angebote unter Tel 030/2093-8550
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10. April 2004
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