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Humboldt-Universität zu Berlin

Das moderne Original der Reformuniversität

Die bahnbrechenden Ideen von 1810 haben auch heute nichts an Aktualität verloren.

Die "Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin" im Jahre 1852.

Stich von F. Hirschheim nach C. Würbs.

Wilhelm von Humboldt wie auch andere Zeitgenossen forderten vor 200 Jahren die Unabhängigkeit der Wissenschaft, die Integration von Geistes- und Naturwissenschaften sowie die Einheit von Lehre und Forschung.

Die im Jahre 1810 nach ihren Vorstellungen eröffnete Universität entwickelte sich schnell zum lebendigen Diskussionsort namhafter Gelehrter, wie dem Philosophen Hegel, dem Juristen von Savigny oder dem Mediziner Hufeland.

Nach der Gründung des Kaiserreichs 1871 wurde die Berliner Alma Mater zur größten und renommiertesten Universität Deutschlands. Die Ideen Humboldts verbreiteten sich weltweit und ließen viele Universitäten gleichen Typs entstehen. 29 Nobelpreisträger, wie Max Planck, Robert Koch oder Fritz Haber, haben hier geforscht. Otto von Bismarck, Heinrich Heine und Karl Marx waren als Studierende an der Universität eingeschrieben.

Während des Nationalsozialismus (1933 bis 1945) war die Universität ein Ort des begeisterten Unterstützens des Systems, des stillen Sicharrangierens, leider nur selten des Widerstands. Der Neubeginn in physischen und moralischen Trümmern war schwierig. Unter dem wachsamen Auge der sowjetischen Besatzungsmacht nahm der Lehrbetrieb ab 1946 in zum Teil stark zerstörten Gebäuden wieder seinen Lauf. 1949 erhielt die Universität den Namen der Brüder Alexander und Wilhelm von Humboldt.

Studieninhalte, -ablauf und Forschungsbedingungen wurden unter Einfluss der Hochschulreformen in der DDR 1950/51 und 1967/68 im Sinne der kommunistischen Ideologie verändert. Mit der deutschen Wiedervereinigung 1990 bot sich der Hochschule die Chance, neue Wege zu gehen, aber auch an ihre älteren Traditionen anzuknüpfen. Heute gehört die Universität zu den besten Deutschlands und wird sich weiter verbessern.