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Humboldt-Universität zu Berlin

Johannes Stroux

* 25.08.1886 Haguenau/Elsass, † 25.08.1954 Berlin
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  • 1914 ao. Professor für klassische Philologie in Basel

    1917 Professor für klassische Philologie in Basel

    1935 Professor für klassische Philologie in Berlin

    1945 Präsident der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin

Rektor der Berliner Universität 1946/47

 

Klassische Philologie und Geschichte studierte Johannes Stroux von 1904 bis 1909 in Straßburg sowie lateinische Philologie in Göttingen. Promoviert wurde er 1911 an der Universität Straßburg und drei Jahre später habilitierte er sich an dieser Universität. Im gleichen Jahr wurde er zunächst außerordentlicher und 1917 ordentlicher Professor für klassische Philologie an der Universität Basel. Im Jahre 1922 wurde er an die Universität Kiel und ein Jahr später an die Universität Jena berufen. Den Ruf der Münchner Universität zum Ordinarius für lateinische Philologie erhielt Stroux 1924.

Im Jahr 1935 wechselte er in Nachfolge von Eduard Norden als Ordinarius für lateinische Literatur und Sprache an die Friedrich-Wilhelms-Universität und übernahm dort die Leitung des Instituts für Altertumskunde. Seit 1937 gehörte er der Akademie der Wissenschaften an, in der er bis 1945 mehrere Wissenschaftsunternehmen und Kommissionen leitete. Im Sommer 1945 wählte man ihn zum ersten Präsidenten der wieder eröffneten Akademie der Wissenschaften. Von 1946 bis 1954 war Johannes Stroux Direktor des Akademie-Instituts für Hellenistisch-römische Philosophie. Zudem war er Mitbegründer des von der Bayerischen Akademie der Wissenschaften herausgegebenen Mittellateinischen Wörterbuchs. Ein Schwerpunkt seiner Forschung war die römische Rechtsgeschichte.

Johannes Stroux war vom 13. Oktober 1945 an kommissarischer Rektor der Berliner Universität und 1946/47 der erste gewählte Rektor der Berliner Universität nach ihrer Wiedereröffnung. Sein Vorgänger Eduard Spranger hatte als kommissarischer Rektor von Mai bis Oktober 1945 die Amtsgeschäfte geführt. Zu Stroux‘ wichtigsten Werken zählen "Das Problem des Klassischen und die Antike" (1931), "Römische Rechtswissenschaft und Rhetorik" (1949) und "Das historische Fragment des Papyrus 40 der Mailänder Sammlung" aus dem Jahre 1953. Als Abgeordneter des Kulturbundes zur demokratischen Erneuerung Deutschlands gehörte er von 1949 bis zu seinem Tode der Volkskammer der DDR an.