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Aktuell

Wintersemester 2017/18

 

Vorlesung

 

Wissensmodelle. Gestaltetes ›Know-How‹

– Prof. Dr. Andreas Wolfsteiner

VL            Do           14-16 Uhr            wöch.           Dorotheenstr. 26, Raum 207

Eine systematische Erforschung dessen, was ein Modell sei, findet – außerhalb der Mathematik – erst ab dem letzten Drittel des 20. Jahrhunderts statt (Stachowiak). Dies ist insofern bemerkenswert, als das Bedeutungsspektrum des Terminus vom Modell des Malers über miniaturisierte Architekturen und schematische Vorlagen für technische Konstruktionen bis hin zu simulierten Klimamodellen und hoch abstrakten Theoriegebäuden reicht. Modelle weisen dabei nicht selten theatrales, performatives oder szenisches ›know how‹ auf (Müller): Sie sind Vorlagen, Nachahmungen oder auch prognostische Instrumente zur Darstellung epistemisch relevanter Sachverhalte – und bleiben doch vielfach von Theorien oder technischen Mittlern ununterscheidbar (Mahr). Aufgrund der weitgehenden Ausständigkeit einer kulturhistorisch informierten Theorie zum Zusammenhang von Modell und Wissen sowie von Modell und Denken soll im Rahmen dieser Vorlesung ein Überblick über die grundlegenden Schriften zu diesem Problem seit den 1970er Jahren gegeben und deren wissen(schaft)sgeschichtliche Relevanz erörtert werden. Zu einzelnen Sitzungen des Vorlesung werden Sachverständige aus unterschiedlichen Disziplinen eingeladen, um in Podiumsdiskussionen mit den Studierenden über Muster der Gestaltung von Modellen, deren Entstehung sowie deren Relevanz zu diskutieren. (Agnes Veranstaltungnr. 840023ü)

 

 

Seminare

 

Sammlungen an der Humboldt-Universität: Theorien und Fallstudien

- Dr. Jochen Hennig -

SE            Mi           12-14 Uhr            wöch.      Sophienstraße 22a, Raum 2.04/2.05

Im Tieranatomischen Theater der HU wird derzeit ein „Sammlungsschaufenster“ vorbereitet, das Objekte aus den unterschiedlichen Universitätssammlungen an einem Ort versammeln und präsentieren soll. Das Konzept sieht vor, die Objekte nach sammlungswissenschaftlichen Kategorien anzuordnen. Dabei wird beispielsweise der Frage nachgegangen, wann Sammlungen in einzelnen Fächern einen besonders hohen Stellenwert besaßen, wann sie ihn ggfs. verloren haben und ob es Phasen der Wiederentdeckung und Umdeutung gab. Eine andere Kategorie ist das Verhältnis von Einzelobjekten und Objektserien: In welchen Sammlungen stehen einzelne Dinge für sich und wann erhält ein Objekt erst als Teil eines Sammlungszusammenhangs seine Bedeutung? Das Sammlungsschaufenster bildet einen konzeptionellen Fluchtpunkt, um derartige Perspektiven zu bündeln. In einem Zusammenspiel von Textlektüren und Sammlungsbesuchen ergänzen sich theoretische Reflektionen über das Sammeln und das Kennenlernen verschiedener Sammlungen an der Humboldt-Universität zu Berlin. (Agnes Veranstaltungsnr. 840030ü)

 

Sammlungen in Berlin: Bestände, Akteure, Netzwerke

- Dr. Cornelia Weber und Dr. Patricia Rahemipour -

SE            Mi           14-16 Uhr            wöch.          Dorotheenstr. 24, Raum 2.402

Berlin verfügt über eine einzigartige Sammlungslandschaft. Dazu gehören nicht nur Museen, sondern auch Sammlungen von wissenschaftlichen Einrichtungen. Im Seminar möchten wir an ausgewählten Beispielen erörtern, wie und warum Sammlungen und Museen in Berlin entstanden sind, welche Akteure maßgeblich bei der Etablierung von Sammlungsbeständen beteiligt waren und welche Netzwerke einen Einfluss auf das Zusammenspiel von Sammlungen und Akteuren genommen haben. (Agnes Veranstaltungsnr. 840028ü)

 

Das Afrika-Zimmer: Zum Umgang mit privaten Nachlässen der Kolonialzeit

- Brenda Spiesbach und Lotte Thaa -

SE            Mi           18-20 Uhr            wöch.      Hausvogteiplatz 5-7, Raum 0203

Nachdem die Beteiligung Deutschlands am globalen Projekt Kolonialismus/Imperialismus lange »vergessen« beziehungsweise klein geredet wurde, erfuhr sie in den letzten Jahren vermehrt Aufmerksamkeit. Die große Sonderausstellung im Deutschen Historischen Museum (DHM) 2016/2017 ist eines der prominentesten Beispiele für diese Entwicklung. Ebenso lässt sich die größere Sichtbarkeit von post-/anti-kolonialen Projekten und Initiativen dazurechnen.

Im Seminar wollen wir das Thema auf der Ebene privater Nachlässe behandeln. Anhand des Nachlasses von Willy Klare (Landschaftsgärtner und Kaufmann aus Dresden, der zwischen 1907 und 1914 eine Kakaoplantage auf Fernando Poo, im heutigen Äquatorialguinea, verwaltete) loten wir gemeinsam aus, wie mit einem privaten kolonialen Nachlass umgegangen werden kann/soll.

Um ein möglichst diverses Meinungsbild über Objektzugänge zu erfassen, wollen wir mit verschiedenen Akteuren und Expert*innen sprechen: aus dem Ethnologischen Museum, dem Museum für Naturkunde und vom Colonial Neighbours Archive der Savvy Contemporary. Gemeinsam mit Anne Schönharting (Fotografin und Urenkelin von Willy Kare) werden Recherchen zu verschiedenen Objektgruppen angestellt und in den historischen Kontext eingebettet. Ziel des Seminars ist es, einen Leitfaden zum Umgang mit kolonialen Nachlässen zu erstellen. Dieser speist sich aus den Gruppenarbeiten und soll die Ergebnisse in Form von Text, Audio oder Video auch anderen zugänglich machen.

Da wir historische Grundkenntnisse der deutschen bzw. europäischen Kolonialgeschichte voraussetzen, empfehlen wir als Einstieg und Grundlage für das Seminar:

  • Conrad, Sebastian: Deutsche Kolonialgeschichte, München 2016.

(Agnes Veranstaltungsnr. 840034ü)

 

Szenariomodelle. Zum Entwurf von Zukünften

– Prof. Dr. Andreas Wolfsteiner

SE            Do           16-18 Uhr            wöch.        Hausvogteiplatz 5-7, Raum 0203

Wenn gegenwärtig die Rede von Szenarien ist, dann wird damit in der Regel ein mehr oder weniger komplexer Modellbegriff gleichsam mit angesprochen. Der Verzahnung von Szenario und Modell wird im Rahmen des Seminars anhand prägnanter historischer Beispiele nachgegangen. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert kommt im deutschsprachigen Raum (aus dem Französischen abgeleitet) einerseits der Begriff der ›Inszenierung‹ etwa genau dann auf, wenn auch im Militärwesen Praktiken der ›mise en scène‹ zu Vorlagen der Manöverplanung werden. Das was nun »in die Scene gesetzt« wird (August Lewald), gehorcht ab diesem geschichtlichen Abschnitt veränderten ›pattern‹ der Zeitwahrnehmung. Wenn andererseits heute von ›Szenarien‹ die Rede ist, dann sind damit nicht nur Sequenzen fiktiver Geschehnisse gemeint: Vielmehr geht es oftmals um recht konkrete Klima-, Wirtschafts- und Kriegsszenarien. Infolgedessen lautet die zentrale Frage der Lehrveranstaltung: Wie werden anhand von Szenarien multiple Zukünfte mathematisch und statistisch modelliert? Vertreter*innen der sogenannten ›Szenario-Methode‹ aus Klimaforschung, Logistik, Militär und Theater sollen im Rahmen der Veranstaltung dazu beitragen, die heute gängigen Methoden des Entwurfs von Zukünften zu erörtern. (Agnes Veranstaltungnr. 840024ü)

 

Spielmodelle. Schemata und Strukturen in ›Games‹ und ›Plays‹

– Prof. Dr. Andreas Wolfsteiner

SE            Fr           10-12 Uhr            wöch.         Hausvogteiplatz 5-7, Raum 0203

Ob nun auf der Bühne Spielshowformate des Fernsehens nachgestellt werden oder Zuschauer von Performances zu Akteuren in Computerspielen geraten; ob in aktuellen Live Action Role Plays (LARP) die Teilnehmenden ihre Figur auch physisch darstellen oder US-amerikanische Zivilisten den Bürgerkrieg nachspielen: Für solche und ähnliche Phänomene, bei welchen das Spiel zum Modell des Alltagshandelns avanciert, ist der Begriff der ›Gamification‹ geprägt worden. Gerade der tiefgreifende Einfluss von Computerspielen auf alltägliche Arbeitspraktiken ist im Rahmen des Seminars von Interesse. Nicht nur soll hier die Modellfunktion spielerischen Tuns (zwischen militärstrategischer Planung, Zukunftssimulation und kultureller Inszenierung) in den Blick genommen werden, auch soll im direkten Umgang mit (digitalen) Spielen das kulturelle Modell einer ›Gamification of Life‹ kritisch hinterfragt werden. Im Laufe des Seminars werden Spielanordnungen wie ›Escape Room‹, ›Lasertag‹ und ›Jugger‹ live erprobt. (Agnes Veranstaltungnr. 840025ü)

 

Der Mensch als Objekt: Eine Wissensgeschichte menschlicher Überreste in Sammlungen und Ausstellungen, ca. 1600 bis heute

- Dr. Stephanie Neuner -

SE            Fr           10-12 Uhr            wöch.      Hausvogteiplatz 5-7, Raum 0323-26

Als Sammlungs- und Ausstellungsobjekte haben menschliche Überreste seit den Kunst- und Wunderkammern der Frühen Neuzeit hinsichtlich Bedeutungszuschreibung, Präsentation und Nutzung stetig Transformationen erfahren. Heute kennen wir sie vor allem auch als Ausstellungsstücke in medizinhistorischen Museen, wo sie dem Betrachtenden auf den ersten Blick kaum mehr preisgeben als die Morphologie einer fixierten Körperstruktur; unsichtbar bleiben für uns ad hoc weitestgehend jene Identitäten, Praktiken und Handlungsräume, die sich im Laufe ihrer Objektbiografie in sie eingeschrieben haben.

Das Seminar will diesen verdeckten, vielfach überschriebenen und auch verloren gegangenen Geschichten menschlicher Überreste (vornehmlich aus dem Bereich der Medizin) auf die Spur kommen. Dabei sollen ganz unterschiedliche – medizin- und wissenschaftsgeschichtliche wie auch sozialgeschichtliche, ethnologische oder anthropologische – Fragestellungen in die Objektarbeit einfließen. Das Seminar möchte Raum für ungewöhnliche, explorative Herangehensweisen an die Objekte bieten, deren Bandbreite von krankhaft verformten Skeletten und missgebildeten Embryonen über kunstvoll präparierte Organe und Gefäßsysteme zu Schädeln kolonialer Provenienz reicht. Neben dem Fokus darauf, die Objekte »zum Sprechen zu bringen«, werden Strategien diskutiert, unser Objektwissen im Ausstellungsraum praktisch zu vermitteln. Wir wollen zudem insbesondere auf die ethisch-rechtlichen Problemlagen beim Umgang mit menschlichen Überresten eingehen und die sich daraus ergebenen Herausforderungen an die aktuelle Sammlungs- und Ausstellungsarbeit reflektieren.

Das Seminar beinhaltet die Arbeit mit Sammlungsobjekten primär aus den Beständen des Berliner Medizinhistorischen Museums der Charité sowie einschlägigen Objekten aus universitären wie außeruniversitären Sammlungen. Expertengespräche, wie z.B. mit der Präparatorin des Berliner Medizinhistorischen Museums sind vorgesehen. Die im Seminarverlauf individuell und kollaborativ erarbeiteten Objektbiografien sollen öffentlich präsentiert werden. (Agnes Veranstaltungsnr. 840033ü)

 

Visualizing Mind: A Seminar on Speculative Graphics and Epistemology

– Dr. Alan Prohm

SE            Fr           10-12 Uhr            wöch.    Georgenstr. 47, Raum 3.30

The ancient desire to know (or master or expand) the mind through visualizing it finds encouragement today in exciting new insights and technologies. At the same time that contemporary cognitive neuroscience has given dramatically new form to our understanding of mind, and hence of ourselves, new technologies and regimes of visualization have emerged to render these forms visible in unprecedented ways. What is emerging at this stunning convergence of mind science and visualization technologies? What can we learn by »seeing« the organ we think with? What projects and practices have emerged in history and different cultures to attempt this? What about mind could possibly allow it to be visualized, and what can the status of such a visualization be? How do thought, language and image relate in this enterprise? What makes a visualization good and what impact can a good or bad visualization have?
 
In this course we will study the visualization of mind as a topic in visual culture, a genre connecting ancient Hindu and Buddhist diagramming practices, classical and renaissance memory architectures, the metaphors of poets, the sketches and constructions of artists, the models of philosophers and psychologists, the architectures of conceptual gamers, and the latest science-fiction visions of our mind today, challenged and expanded by new augmented and virtual realities. In surveying this field of projects and practices, we will also be studying visualization as a topic in the history of science, as an instrument of knowledge production increasingly central to developments in many fields. In the study of mind, and of different minds, we find visualization encountering its greatest epistemological challenge, and consider the radical claim that self-knowledge, the aim of all philosophy, can only be achieved through self-perception, that the evolution of mind lies in the hands of its visualizers.
 
This course is meant for all students of ideas, science, art, design, media, programming, philosophy, psychology, anthropology and visual culture. Course sessions will consist of lectures, readings, critical analysis of visualizations, sketching and concept proposals for visualization projects. Invited guests will deepen our encounter both with mind and with practices of visualization. Final work will be gathered in a collective publication. Visualization skills (analog or digital) are very welcome but not a requirement. Lectures are in English, readings and discussions in English and German. (Agnes Veranstaltungnr. 840031ü)

 

Datenmodelle. Programmieren in der Entwicklungsumgebung ›processing‹

– Prof. Dr. Andreas Wolfsteiner

SE            Fr           12-14 Uhr            wöch.        Hausvogteiplatz 5-7, Raum 0203

Der Umgang mit und die Analyse von Daten sind heute wichtiger denn je, weshalb in dieser Übung ein praktischer Zugang angeboten wird. Die Programmiersprache ›processing‹ ist ein Dialekt von Java und findet gerade in Kontexten der Medienkunst breite Anwendung – etwa bei der Handhabung von Video- und Bilddaten. Ben Fry und Casey Reas haben die objektorientierte Entwicklungsumgebung im Jahre 2008 am MIT für die Anwendung in Grafik, Simulation und Animation erstellt. Der Schwerpunkt aller Seminaraktivitäten ist das Ausprobieren eigener Programme zur Modellierung und Darstellung von z.B. Geo-, Klima- oder Wirtschaftsdaten. Dabei werden alle notwendigen Schritte durchlaufen: von der Informationssammlung über die Konzeption bis hin zur Codierung eines prototypischen Modells. Neben den vermittelten Programmiergrundlagen gewährt die Lehrveranstaltung Einblicke in die Praxis der Veranschaulichung abstrakter Datensätze – nicht zuletzt mit dem Zweck, die verwendeten Prozeduren, Technologien und Verfahren auch kritisch zu hinterfragen. Das Angebot richtet sich dezidiert an Studierende sämtlicher Fachrichtungen, die keine Vorkenntnisse der Programmierung mitbringen. Ziel der Veranstaltung ist die gemeinsame Erstellung einer mobilen Plattform, auf der die im Seminar erarbeiteten Modell-Codes eingesehen und im Sinne des ›open source‹-Gedankens weiterentwickelt werden können. (Agnes Veranstaltungnr. 840026ü)

 

Teleskope: Instrumentelles Beobachten zwischen Handwerk, Kunst und Wissenschaft

Dr. Klaus Staubermann

SE             Blockveranstaltung, 27.11. - 01.12.2017             UdL 6, R. 1066E

Vor gut 400 Jahren betrat das Teleskop die Weltbühne. Was sind Teleskope und wer hat sie erfunden? Wie und was können wir mit ihnen sehen? Sehen wir alle das Gleiche und kann man Sehen lernen? Welche Rolle spielten Teleskope im 17. Jahrhundert und welche Rolle spielen sie heute? Brauchen Teleskope Licht und was sind Weltraumteleskope? Dies sind nur einige der Fragen, die dieses Seminar versucht zu beantworten.

Mit einem vielseitigen Programm von Aktivitäten, Veranstaltungen und Exkursionen nähert sich dieses Seminar dem spannenden Thema des »instrumentellen Weitsehens«. Wir versuchen die wechselnde Wahrnehmung des Himmels zu verstehen, die historische Entwicklung des Beobachtens mit dem Fernrohr, besuchen und schauen durch Riesenfernrohre und konstruieren ein Selbstbau-Teleskop.

Wir widmen uns dem Verhältnis von Handwerk, Kunst und Wissenschaft aber auch ungewöhnlichen Verbindungen wie zum Beispiel der Suche nach Außerirdischen. Wir diskutieren aktuelle Entwicklungen wie Big Science und Citizen Science und versuchen den Einfuss von Lichtverschmutzung zu verstehen. Exkursionen zu Sternwarten und bei gutem Wetter Beobachten am Fernrohr ergänzen das himmlische Programm. (Agnes Veranstaltungnr. 840032ü)

 

Fiktionale Evidenz? Zur epistemischen Funktion von Fiktionen in der Biologie am Beispiel der Morphologie

– Prof. Dr. John Nyakatura und Kathrin M. Amelung

SE            Blockveranstaltung Anfang Januar     Campus Nord, Philipps.12/ 13, Haus 2, EG Raum 106

Wissenschaftliche Evidenz und Fiktionen scheinen auf den ersten Blick zwei völlig getrennten Bereichen anzugehören: Wissenschaftliches Wissen wird meist mit Fakten, Fiktion mit gestalterischer Kreativität gleichgesetzt. Daher schließen sich – auf den ersten Blick – beide Bereiche wechselseitig aus.

Das Fiktionen nicht nur historisch eine eigene Rolle in der Epistemologie der Naturwissenschaften gespielt haben, sondern auch ein integraler Bestandteil aktueller wissenschaftlicher Forschungen sind, denen gerade im Zeitalter bildgebender Verfahren und Bildbearbeitungsprogramme eine ganz eigene Relevanz zukommt, möchten wir in diesem Seminar herausstellen.

Die Veranstaltung ist interdisziplinär angelegt und wird durch die Dozenten John A. Nyakatura (Biologie / Bildwissenschaft) und Kathrin M. Amelung (Kultur- und Medienwissenschaft) vertreten. Im Zentrum des Seminars stehen sowohl theoretische als auch praktische Auseinandersetzungen mit dem Thema.
Es wird vorausgesetzt, dass sich die SeminarteilnehmerInnen mit den Texten des Seminars, die in einem Reader zusammengefasst werden, vor Beginn des Blockseminars eingehend auseinandergesetzt haben. Des Weiteren wird  erwartet, dass die TeilnehmerInnen mit einem Referat zum Gelingen des Seminars beitragen.
Auf Grund räumlicher und inhaltlich-praktischer Gegebenheiten ist die Teilnehmerzahl auf 15 Personen begrenzt.

(Agnes Veranstaltungnr. 533639)

 

Workshop

 

Formatmodelle. Normierung, Regulierung und Standardisierung

Prof. Dr. Andreas Wolfsteiner

SE            Blockveranstaltung          Hausvogteiplatz 5-7, Raum 0203

Im Rahmen des seminarübergreifenden Workshops kommen Expert*innen aus unterschiedlichen Kulturen, Künsten, Medienbereichen und Wissenschaften zusammen, um mit Studierenden des Studienprogramms »Vielfalt der Wissensformen« über die Modellfunktion von Formaten, Normierungen, Regulierungen und Standardisierungen zu streiten. Das Spektrum reicht in diesem Zusammenhang von Aufführungsformaten des Theaters bis hin zur DIN-Norm; von der Standardisierung vielfältiger Kryptowährungen bis hin zur handwerklichen Zurichtung von Zylinderschlössern; von technologischen Bauteilgrößen über Betriebstemperaturen in Experimentalsystemen bis hin zu Publikationsformaten in außereuropäischen Wissenskulturen. Ziel dieses diskursiven Formates ist es, jenes transkulturelle und fächerübergreifende  framework von Formatierungen näher zu bestimmten, das aufgrund seines alltäglichen Modellnutzens in der Regel aus dem Blick gerät. Der Workshop soll in Abstimmung mit dem Programm »Immersion« des Hauses der Berliner Festspiele stattfinden. (Agnes Veranstaltungnr. 840027ü)